Deutsche Unternehmer in Thailand

Wer über von ihm in Korat und im Isaan betriebene Geschäfte informieren möchte, kann das hier tun. Bitte nicht für jede kleine Änderung neu posten. Wer ein eigenes Unterforum braucht, in dem er seine Posts nachträglich abändern kann, also selbst Moderator ist, wende sich bitte an den Administrator.
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KoratCat
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Deutsche Unternehmer in Thailand

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Fr Aug 01, 2014 12:52 am

Einen recht interessanten Artikel über die Erfahrungen eines deutschen Unternehmers mit dem Unternehmensstandort Thailand (Chiang Mai) gibt es auf Spiegel online. Er findet: "Mobbing gibt es hier nicht".

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thedi
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Re: Deutsche Unternehmer in Thailand

Ungelesener Beitragvon thedi » Fr Aug 01, 2014 6:45 am

Ich habe den Artikel auch gelesen - er ist interessant. Scheint eine Ausnahme zu sein, um die Regel zu bestätigen.

Dass es in seinem Betrieb kein Mobbing gibt liegt aber eher an seinem Betriebsklima als an den Thais generell. Natürlich gibt es hier Mobbing - und wie!

z.B. Cheffen im Mittleren Kader die ihre Untergebenen weg haben wollen, damit sie ihre eigenen Verwandten in den Betrieb nehmen können. Solche Mätzli können sich dann für die Kunden unangenehm bemerkbar machen - was speziell ärgerlich ist, wenn es um Regierungsstellen geht. Insbesondere die Immigration wie aktuell in Hua Hin demonstriert wird.

Mobbing ist ja eigentlich auch das einzige Thema von all den Thai Soaps - wobei da typischerweise Szenen aus dem Hof von vergangenen Köngigen - in die moderne Zeit umgeschrieben - nach gespielt werden.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi

olaf (x2015)
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Re: Deutsche Unternehmer in Thailand

Ungelesener Beitragvon olaf (x2015) » So Mär 22, 2015 3:16 pm

Gruß
Der Artikel ist zwar schon eine Zeit zurück von Spiegel online ,und wie thedi richtig geschrieben hat ,mehr als eine Ausnahme als das es die Regel in Thailand ist. (lese regelmäßig regional News von den Provinzen mit Übersetzer)
Mobbing, Neid , mit allen Facetten bis zu tödlichen Auseinandersetzungen sind in Thailand an der Tagesordnung und bei weitem keine Einzelfälle.
Und jeder Auswanderer der gezwungen ist, sich durch irgendeine geschäftliche Tätigkeit (Nudelbrater ,Chickenrupfer u.s.w.) über Wasser zu halten und evtl .noch Erfolg dabei hat. Hat bestimmt die eine oder andere Erfahrung mit neidischen Thais etc. ( Behörden) gemacht.
Auswandern und das Leben mit viel oder wenig Geld sich angenehm gestalten ist ok für mich.
Aber um Gottes Willen ja nicht arbeiten müssen, um zu leben als Auswanderer.
olaf

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WADI
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Re: Deutsche Unternehmer in Thailand

Ungelesener Beitragvon WADI » Mo Mär 23, 2015 11:06 am

olaf hat geschrieben:...jeder Auswanderer der gezwungen ist, sich durch irgendeine geschäftliche Tätigkeit (Nudelbrater ,Chickenrupfer u.s.w.) über Wasser zu halten...


Bei uns in der Nähe gibt es auch so einen traurigen Menschen: der ist Schweinebräter auf'm lokalen Markt. Diese Farang- Herrschaften sind doch wg. fehlender Arbeitserlaubnis immer auf dem Präsentierteller - gerade heutzutage kann das ganz schnell danebengehen...
导师 dǎoshī Lem Pel

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KoratCat
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Re: Deutsche Unternehmer in Thailand

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mo Mär 23, 2015 4:12 pm

Ich kann mich an Herbert*, damals Mitte bis Ende 20, ausgestiegener Soziologie-Student, erinnern, der Anfang/Mitte der 90er jahrelang ohne gültiges Visum in Korat war. Erst war er mit der thailändischen jungen Witwe eines Amerikaners zusammen. Sie bekam eine Witwenrente, und er "betrieb eine Privatschule"; verdiente als Englischlehrer etwas hinzu. Problematisch wurde es, als sie seiner überdrüssig wurde. Erst hing er vor den Tempeln rum in verschlissenen T-Shirts, Shorts und Badeslippern und verkaufte Amulette. Die Mönche bemitleideten ihn und gaben ihm Essen ab. Besser gestellte Thais in Korat verhalfen ihm dann zu einer Stelle als Lehrer an einer privaten Berufsschule, gaben ihm sogar das Geld für einen Anzug. Aber Herbert konnte die oder den Finger halt nicht von einer Schülerin lassen. Deren Eltern kochten vor Wut. Er musste aber nur woanders hingehen! Ein Freund von mir hat ihn dann Jahre später noch einmal in Ubon Ratchathani gesehen. Vielleicht ist er ja immer noch im Lande! Er verstand sich gut mit Thais und fand immer Hilfe.

Ich hatte ihn kennengelernt, weil meine damaligen Studenten am Wat Pra Narai ihn zu mir brachten, mich auf seine Situation aufmerksam machten, ich solle ihm helfen. Ich wusste aber auch nicht wie.

*Name geändert

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Re: Deutsche Unternehmer in Thailand

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Di Nov 19, 2019 11:43 am

Ein zweiter lesenswerter Artikel (Fortsetzung) über Firmengründung und Geschäftstätigkeit in Thailand mit Titel "In Thailand reicht das Startkapital länger" steht heute auf Spiegel Online

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Re: Deutsche Unternehmer in Thailand

Ungelesener Beitragvon dogmai » Di Nov 19, 2019 1:14 pm

KoratCat hat geschrieben:Ich kann mich an Herbert*, damals Mitte bis Ende 20, ausgestiegener Soziologie-Student, erinnern,[...


Nach 4 Jahren: mal wieder was von ihm gehört?
Frühes Aufstehen ist der erste Schritt in die falsche Richtung.
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Re: Deutsche Unternehmer in Thailand

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Di Nov 19, 2019 10:56 pm

dogmai hat geschrieben:Nach 4 Jahren: mal wieder was von ihm gehört?


Bis jetzt noch nicht. Aber das heisst gar nichts! ;)

Khun Hans
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Re: Deutsche Unternehmer in Thailand

Ungelesener Beitragvon Khun Hans » Mi Nov 20, 2019 5:10 pm

Wir gehen bald auf das 10 Jährige zu.
Klar wars am Anfang schwierig mit den Angestellten, doch wir sind unserem Grundsatz immer treu geblieben, " wir sind der Beste Arbeitgeber im weiten Umkreis".
Das fängt ja bei den Löhnen an, aber auch der Täglich Umgang miteinander.
Durch Teambildung haben wir abgegrenzte Aufgabengebiete, da kommt kein Neid auf.
Das ziehen wir aber auch ganz strickte durch.
Unsere älteste Mitarbeiterin an Dienstjahren, ist von Anfang an dabei, wir haben ein sehr stabiles Arbeitsverhältnis.
Gerade letzten Monat hat eine Serviertochter wieder angefangen, nach Ihrer vier Jährigen Babypause. Das ist meistens ein Novum bei den Thais, dass wenn Sie weg sind kommen Sie nicht wieder.
Wir sagen aber Allen, wenn Sie gut waren, und weg in die grosse weite Welt wollen, Sie können Jederzeit wiederkommen.
So eben mit der Serviertochter, letztes Jahr eine Putzfrau usw.
Das ist das Eine, das andere ist ja der Gast, da merken dann viele, dass Sie gar nicht zu uns passen, aber die Schuld ( wenn man von Schuld sprechen kann) wird nie bei einem selber gesucht, sondern da sind immer andere Schuld, meistens halt ich.
( darüber alleine könnte ich ein Buch schreiben)

Da ich aber Entscheidungen treffen muss, zum Allgemeinwohl, und nicht nur für den Einzelnen, gabs auch wieder Abgänge.
Auch das konnten wir sehr gut verkraften, haben wir doch Warteliste.
Das macht uns auch nichts, klar tuts weh, wenn Jemand geht, doch wenns nicht passt, und die Anforderungen die an uns gestellt werden, nicht erfüllt werden können, gibts halt Trennungen.
Das passiert aber in Europa also DACH genau so.
Mit was ich pers. aber am fast meisten zu kämpfen habe oder hatte, das sich Personen von uns abgewendet haben, und wir nicht wissen warum. Denn gerade im Ausland ist es doch wichtig, dass man unter gleichsprachigen einen Umgang hat, es müssen nicht mal Freundschaften werden, aber sich mal die Sorgen vom Herzen sprechen können, ist doch für jeden wichtig. Doch auch das habe speziell ich, lernen müssen.
Heute tue ich das als Neid und Missgunst werten, und somit hat sich auch diese Thema erledigt. Denn mit Neidern an einem Tisch zu sitzen macht eh keinen Spass :prost
Was ich aber nie versteh werde ist, wenn sich Gleich-sprachige, Anzeigen und denunzieren bei der Immigration, so wie es mir passiert ist.
Ja Ihr lest schon richtig, ich wurde angezeigt, die Schriften liegen mir alle vor, mit der Absenderadresse, in Thai usw.
Da habe ich dann absolut kein Verständnis, wenn es noch stimmen würde, was da angezeigt wurde, würde ich ja nicht mal was sagen, doch da wurde gelogen dass sich die Balken biegen. Aber auch das ist wohl vorbei, man weiss aber nie, was in so kranken Hirnen noch alles einfällt :lol:

Die Aussage, das Geld reiche hier länger, wenn man sich selbständig macht, stimmt ganz klar, es geht aber auch länger, bis man den Break Even erreicht. Wenn man diesen Schnauf und Durchhalte willen hat, aber auch die Partner oder eben Partnerin dazu, rate ich jedem, wenn Du eine Idee hast, wo Dich die Thais nicht kopieren können, mach es, es kann nur gut kommen.

Gruss Khun Hans

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Re: Deutsche Unternehmer in Thailand

Ungelesener Beitragvon dogmai » Mi Nov 20, 2019 10:29 pm

Hallo Hans,
schön, das einmal von Dir zu lesen. Ich glaube auch, daß jeder das eigene Wohlergehen selbst in der Hand hat. Dass bei einem erfolgreichen Unternehmen auch Neider da sind, ist selbstverständlich, ob hier oder in Thailand oder auf den Baffininseln.
Dir wünsche ich weiterhin viel Erfolg und Harmonie für Dich, deine Angestellten und Deine Bewohner. :wave
Frühes Aufstehen ist der erste Schritt in die falsche Richtung.
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