Hauselektrik

Für alle Themen rund um den Strom beim Hausbau, seien es Kabelverbindungen, Steckdosen, Verteilerdosen, Erdkabel, Sicherungskästen, Wasserpumpen, Klimaanlagen, Beleuchtungssysteme etc.
Uwe
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Re: Hauselektrik

Ungelesener Beitragvon Uwe » Fr Mär 17, 2017 5:08 pm

Uwe hat geschrieben:Jedenfalls mache ich 12 reine FI-LS kombinierte Automaten (DS 201) aus. Und noch 3 andere (reine) FI.

Ich hab' mir mal die Datenblätter angeschaut.
Da hab' ich 'nen kleinen Schreck bekommen.
Die Verlustleistung, die dort bei den FI/LS (und halt bei allen anderen reinen RCD's-FI's) anfällt, hat mich beschäftigt.
Nicht das die Verlustleistung binnen einer Stunde anfällt. Oder sind eher 24h gemeint?
Nee, ganz einfach: Sobald ein Endverbraucher am Start ist (also ein Gerät in Benutzung ist, eingeschaltet ist und Leistung verbraucht), dann fangen die FI's an ihren Job zu machen, und dann fallen bei den RCD (FI)-Schaltern auch Leistungs(Strom)verbräuche an.
Nun, als Beispiel, wenn halt der Backofen und das e-Kochleld 1 Stunde auf voller Last gefahren werden, dann (sollte, wie schon an anderer Stelle erwähnt, hier auch entsprechen in der Höhe abgesichert sein→ entsprechend den erforderlichen Kabeln) verbraucht der FI 1 Stunde lang 8,6 Watt. Ein 16A Schalter "nimmt" z.B. 3,5W.
Also, bei Tuarek (→ca.15 FI's) kann es bei Spitzenzeiten des Leistungsabrufs durch allmöglichen Verbraucher, die sich im und am Haus befinden und aktiv im Einsatz sind, auch zu einer gewissen Wärmeentwicklung (100W ? → die Wärme produzieren, und Geld kosten) im Sicherungskasten führen.
Sollte man nur mal was von gehört haben.
Danke an die Technik von ABB.

Vielleicht das man auch dieses mal gehört hat.
Ende dieses Jahre kommt dann ABB auch mit einen Brandschutzschalter.
Halt in der Bauform, wie die üblichen LS's und FI's auch. Also für den Einsatz im Sicherungskasten.
Im Moment hat Siemens (5SM6 011) noch das Sagen. Die Teile sind aber auch schon professionell.
Allein die Kombi-Möglichkeit die LS, FI, Unterspannungsauslöser u.a. mehr, einfach anzudocken, ist schon bemerkenswert.
Bemerkenswert ist auch die niedrige Verlustleistung: 0,6W bei 16A. Des Weiteren folgen nun auch höhere Spannungsschaltervarianten.
Der Brandschutzschalter ist schon eine Steigerungsstufe für die Sicherheit.
Es wird auch auf Fehler gemessen, aber halt mehr in Richtung Kabelbrände→ Störlichbögen 100%ig auszuschließen.
Und das kann ein RCD-FI halt nicht. Darum ersetzt der Brandschutzschalter auch nicht die FI's, sondern ist ein extra Bauteil.
Auf jeden Fall ist der Brandschutzschalter vorerst noch nicht für private Haushalte verpflichtend.

Eine Bemerkung vom Techniker von ABB war (auf Grund des Hinweises, dass in Thailand diese Art des Heißwasserboilers im Duschbereich installiert wird), dass dies früher auch so in D. war, und dass man aus Fehlern gelernt hat. ...
A.G.u.G.v. Uwe :wave

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Re: Hauselektrik

Ungelesener Beitragvon Uwe » Fr Mär 17, 2017 6:32 pm

Uwe hat geschrieben:Bemerkenswert ist auch die niedrige Verlustleistung: 0,6W bei 16A.

Sorry, muss mich verbessern.
Da der Brandschutzmelder ständig die Leitungen (Kabel) überwacht, liegt der angegebene Verbrauch von 0,6W in der Stunde an!
Macht am Tag dann 14,4W.
A.G.u.G.v. Uwe :wave

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Re: Hauselektrik

Ungelesener Beitragvon Uwe » Mi Nov 21, 2018 8:17 pm

Wenn die Elektriker es tatsächlich hinkriegen, die recht aufwendige Installation mit deutschen Schaltern und Dosen erfolgreich anzuschließen, dann:
'Fresse' ich erstens einen Besen (aus Schokolade, und vor Freude), und zweitens spendiere ich Einen, dass sich das 'gewaschen' hat, und drittens weiß ich dann, dass, wenn man will, es auch mit entspechender Quailifikation und Berufsehre hinbekommt: Ich sach' ma': Toi, toi, toi:
(Und mal sehen, ob die was mit den Wago-Klemmen anfangen können. Wenn nicht, halb so schlimm. Der Elektriker will unbedingt 4mm² für die Dosen nehmen. Phuu, ich wollte nur 2,5mm². Na, hoffen wir mal, dass das wegen der Stärke so funktioniert.)
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Re: Hauselektrik

Ungelesener Beitragvon fraza » Do Nov 22, 2018 12:42 pm

Bei uns war es so, dass ich total überrascht war über die professionele Elektrokabel-Verlegung (bei dem Kabelsalat!), die Anschlüsse und die Abschlussprüfung - alles hat funktioniert - und funktioniert noch heute nach über 4 Jahren. Super:

elektrik_1.jpg
elektrik_1.jpg (23.46 KiB) 7890 mal betrachtet

elektrik_2.jpg
elektrik_2.jpg (34.49 KiB) 7890 mal betrachtet

Ebenso die drei Internet- und die drei TV-Schüssel-Anschlüsse.

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Re: Hauselektrik

Ungelesener Beitragvon Uwe » Di Nov 27, 2018 3:17 pm

Hallo Micha und Dom.
Ich siehe mal Dein Zitat vom Projekt Ban Projekt Subkorn hier rein, weil es vom Thema hier besser passt:
Micha und Dom hat geschrieben:Verteilung hat 300mA FI im Eingang, abgestuft mit 8 FI 30mA.

Kannst Du das etwas näher erklären und begründen, wieso Du es so machst, und worin die Vorteile darin liegen?
(Scheint mir doch eine kleine -aber feine- Spezialität zu sein. Habe ich nicht allzu oft gehört: Etwas trägere FI-Auslösung mit 300mA, dann runter auf die Standard FI Einheiten mit den üblichen 30mA.)
Könnte man den 300mA FI auch noch anders einsetzen, oder ist das genau so dafür bestimmt, und nichts Weiteres?
A.G.u.G.v. Uwe :wave

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Re: Hauselektrik

Ungelesener Beitragvon Micha und Dom » Di Nov 27, 2018 9:01 pm

VDE ist ein Bestandteil eines Sendertechniker in einer Rundfunkanstalt.

Der 300mA FI löst aus, wenn ein Fehlerstrom von 300 mA erreicht ist. Einphasig: L1 hat 1 A und N nur 0,7 A, dann fehlt was. Diese Differenz lässt den FI den Stromkreis unterbrechen. Dieser Fehlstrom fließt vermutlich gegen Erde ab. Das Metallgehäuse kann unter Spannung stehen oder entsteht Wärme.
300mA schützen eine Anlage und nicht Personen. 30 mA wird als Personenschutz bezeichnet, ein Fehlerstrom führt noch nicht zum Herzflimmern eines gesunden Menschen. 300mA schon. Bei Berührung beim Defekt fliesst der Strom durch den Körper gegen Erde ab.
Abstufungen sinnvoll zB: 32 zu 25 zu 20 zu 16A. Verboten ist 16 auf 16, oder 16 auf 32A. Dasselbe gilt für Kabel von 2,5 qm auf 1,5 qm und nicht umgekehrt.

Damit ein Fehlerstrom richtig gestuft erkannt wird, fällt vorher erst mal der 30 mA FI und löst nicht den 300mA FI aus. Das heist, zuerst ein 300er und die 30er danach. Ist ein Stromkreis ohne 30mA, weil schon eine Differenz von 50mA da ist, ist das Risiko geringer das was passieren kann. Irgendwann fliesst ein grosser Kurzschluss Strom gegen Erde oder in einen anderen Leiter ab, bei 0,3 A Differenz bei FI fällt der 300er.
Vorsicht, am Gehäuse kann beim Defekt die Berührung ein Herzflimmern auslösen. Meist es eine schadhafte Isolierung eines Leiters gegen Erde oder anderen Leiter. Heizschlangen oder Durchlauferhitzer wären denkbare Beispiele. Angeschnittenes Kabel im Garten und es ist feucht.
Da ich Stromkreise ohne ein 30mA FI betreiben will, jedoch die Anlage schützen möchte, bevor es zum Körperschluss kommt, dann kann ein 300er eingesetzt werden.
In meinen Fall schützt er das Gesamte Netz ab. Die LS 60A FI 300ma lässt einen Dauerstrom 60A zu und unterbricht bei einen Körperschlussstrom 300 mA aus. Da ja in jeden Stromkreis ein Differenzstrom fließt, addieren sich diese Ströme. 8 Stromkreise können 50mA Differenzstrom haben. Der 30mA FI einphasig 40A ist weiter über mehrere LS Automaten angebunden. Ein 30er und 4 LS 16A für 4 Stromkreise. Vorteil ist: bis 16A Dauerstrom gegen N, Stromdifferenz 30 mA und der Verbraucher ist über eine 1,5 qm Kupferleitung angeschlossen. Da genügen 180A Kurzschlussstrom gegen N um den LS Automaten auslösen innerhalb einer kurzen Zeitspanne.
Beispiel: Ein 30er ist ist über vier LS 16A Automat parallel über Kupferschiene angeklemmt. Die Steckdosen von vier Zimmer sind darüber angeschlossen. Jeder LS Automat speist die Steckdosen eines Zimmer. Also jedes Zimmer ist einzeln gegen Kurzschluss(und Betriebstrom bis 16A) angeschlossen und Gesamt vier Zimmer gegen Körperschluss. Die N Leiter werden über den FI angeschlossen und nicht über den allgemeinen N. Also oben neben den Ausgang des L1. Der Eingang unten N und L1. Sonst funktioniert der FI nicht.
Im meiner Verteilung fehlen noch die FI's. Sind diese eingebaut, mache ich ein Foto davon.

Das Bild von der Hausverteilung ist nice, VDE ohje. Einzelene Ader so gebündelt und mangelte Kennzeichnung der Adern, so was abzunehmen ... Nein Danke.

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Re: Hauselektrik

Ungelesener Beitragvon derbayer » So Dez 02, 2018 3:50 pm

Hallo
Alle Miteinander.

Sonntag in einer Woche geht es wieder los. Dann bin ich wieder im Ländle.

Natürlich gehts dann weiter. Steine bestellen und Mauern. Da brauch ich nicht weiter Nachdenken drüber. Da ja jede Ausfachung separat gemauert wird habe ich mich schon mal intensivst mit der Elektroinstallation befasst, so das ich wenigstens ein Grundwissen erhalte damit mich der Elektriker nicht völlig unwissend erwischt.
Mein Plan ist jetzt das in jede gemauerte Ausfachung schon alle Elektroschlitze mit eingeschnitten werden. Dazu habe ich einen Elektroplan erstellt mit allen Steckdosen Schaltern usw. Ebenso wo der Schaltschrank hinkommt, die Ventilatoren die Lichter. Ich möchte alles über die Unterseite der Decke führen und dann am Platz in die Mauer gehen.

Meine frage jetzt: Da ich alles mit Erdung machen lassen will habe ich im neusten Onlineprospekt vom Thaiwatsadu ein VAF-GRD 3x2,5mm Kabel gesehen, allerdings von Goodland. Gibts da mehr Auswahl von verschiedenen Herstellern oder sind die Baumärkte noch nicht soweit mit Inegriertem Erdungsdraht in Kabeln?
Das Kompliziertere wird das Wohnzimmer, 2 Lichtkreise mit je 2 Led Panels, die noch von mehreren Stellen separat geschaltet werden. Dazu von Innen abschaltbare Aussensteckdosen und Lichter. Gibts die Tasterschalter auch in guten Elektroläden?
Alles vorsehen und separat Absichern für ein Heimkino, sprich Projektor, Receiver und 5.1.4 Lautsprecher für Dolby Atmos.
Uwe, du hast Dir ja diesen Karton schicken lassen mit Steckdosen und Schaltern, wieviel Zoll ist da noch gerechnet worden? Ich bräuchte so ca. 60-70 Steckdosen.
Hoffe mal das ich einen Elektriker finde hier in der Pampa der das Bewerkstelligen kann.





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Re: Hauselektrik

Ungelesener Beitragvon thedi » So Dez 02, 2018 4:45 pm

In Thailand sind Erdleiter immer noch exotisch. Entsprechend haben auch nur wenige Geräte eine Verwendung für eine Erdung.

Normalerweise werden diese Sonderfälle mit einer separaten Erdung versehen. In der Praxis handelt es sich um zwei/drei Durchlauferhitzer, ein/zwei Kühlschränke und den Toaster in der Küche.

Wenn Du Elektroinstallationen nach europäischem Muster willst, könnte es vorteilhaft sein, alles von dort her mit zu nehmen. Dann passt alles zusammen.

Mit freundlichen Grüssen

Thedi

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Re: Hauselektrik

Ungelesener Beitragvon Micha und Dom » So Dez 02, 2018 6:43 pm

Nach Thailand habe ich (in 43 Monate) im Container dabei: eine Hausverteilung . Mehrere Klein Verteiler. Habe diese selber bestückt mit mehrere FI´s. Nehme Nymkabel mit Von 1,5mm bis 2,5 mm. Adernendhülsen, Erdungskabel gr/ge, 50 m Stahlband mit Erdungsklemmen Zubehör. Mehrere Eltakos um über Taster zB Licht zu schalten. Eine Beschriftungsmaschine.

Steckdosen, Lichtschalter und Dosen Zubehör kaufe ich hier.

Der Elektriker, tja, im Thailand muss ich es selber es tun.


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