Elefanten

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KoratCat
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Elefanten

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mi Okt 29, 2008 5:20 pm

Ich sehe immer wieder bei Themen zum Zoo, dass jeder stolz die von ihm dort mit der Kamera erlegten Elefanten vorführt. Aber ich frage mich, warum soll ich mir die Mühe machen, dazu in den Zoo zu fahren und Eintrittsgeld zu berappen. Es gibt ungeheuer viele Elefanten im Isaan, die ihr Leben nicht im Zoo fristen müssen.

Bild

Der hat mich sogar zuhause besucht. Ich musste nur alle Bananen locker machen, die ich auftreiben konnte. Die hat er dem jeweiligen Geber dann immer ganz vorsichtig aus der Hand genommen. Auch hat er immer ganz schnell gemerkt, wann wieder Nachschub da war und hat ganz gespannt geguckt, um ja nicht den Wink zu verpassen, dass er zugreifen darf. In der Zwischenzeit hat er immer ganz gelangweilt Grasbüschel ausgerupft, die Erde abgeschüttelt und verspeist.

Der Mahout ist mit jemandem vom Dorf hier verwandt, und da sie mir hier ja Alle Glück wünschen, auf dass das Dorf gedeihe, wurde er zu mir geschickt, um mein Haus drei mal zu umrunden. Ist schon faszinierend, mit welcher Präzision sich diese riesigen und plump erscheinenden Tiere bewegen können. Meine Furcht, dass er dabei auf den Betonboden treten und den zum Brechen bringen könnte, war völlig unbegründet. Er blieb fast haarscharf daneben auf dem Erdboden. Wo er da im Garten hingetreten ist, musste allerdings Erde aufgefüllt werden.

.../Elefantenfu.jpg

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KoratCat
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Re: Elefanten

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mo Mär 09, 2009 9:28 am

Die Rodung des Regenwalds in Thailand wurde verboten, jetzt transportieren die arbeitslosen Elefanten Touristen statt Stämmen

ABM-Projekt für Dumbo

08. März 2009 20.20 Uhr, Blacky Neubauer

Nur eine dünne Zeltbahn trennt mich vom lautstarken Mitternachtskonzert - vom Quaken der Frösche, dem Zirpen der Zikaden und dem aufgeregten Gezeter der Gibbons. Fehlen noch die Trompeten. Aber die Elefanten, auf denen ich am nächsten Morgen durch den südthailändischen Regenwald reiten werde, schlafen wohl schon.

Ich aber bin nicht müde. Statt Schäfchen zähle ich die Elefanten, die in meinem Zelt verteilt sind - als Handtuchhalter, Stehlampe, Hocker. Ich komme auf 30 Dickhäuter. Ohne sie scheint im Königreich Thailand nichts zu gehen. Ich denke an die Worte von Oui, unserem 21-jährigen Urwald-Führer: "Elefanten bringen Glück" und schlafe ein.Das erste Erwachen im Khao-Sok-Nationalpark beginnt mit Frust: Dichte Nebelschwaden umwabern das Camp. Gegen Schlechtwetter scheint selbst die geballte Elefanten-Ladung in meinem Zelt machtlos zu sein. Kurz nach neun kommt Bewegung in die Nebelfront. Wie von Geisterhand lüftet sich der Schleier, hinter dem sich das satte Grün des tropischen Regenwaldes versteckt hatte.Oui drängt zum Aufbruch. Per Jeep geht es flussabwärts ins zwei Kilometer entfernte Hüttendorf, wo die Elefanten des Camps mit ihren Mahouts, den Betreuern, am Ufer des Sok River leben.Die Thai verehren die klugen Tiere seit Jahrhunderten. Sie sind das Symbol des Landes. Thailand ohne Elefanten? Für Oui undenkbar. Doch es scheint, als ob es im Reich von König Bhumibol nicht mehr genügend Platz gebe für Thailands Glücksbringer. Jahrzehntelang wurden die Wälder gnadenlos abgeholzt. Ihr Lebensraum schmolz brutal. Nur noch 1500 wilde Dickhäuter sollen in freier Wildbahn leben.Inzwischen hat man die Gefahr erkannt und die Rodung der Regenwälder verboten. Das wiederum kostete aber den rund 2500 gezähmten, zu Arbeitstieren ausgebildeten Elefanten den Job. Statt schwerer Baumstämme transportieren nun viele von ihnen Touristen durch den Dschungel. Eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für arbeitslose Elefanten und oftmals die einzige Möglichkeit, das Geld für Futter aufzubringen.Unterstützung gibt's auch von königlicher Seite. Immer wieder appellieren der von den Thais hochgeschätzte König Bhumibol, dienstältester Monarch der Welt, und seine Ehefrau Sirikit an ihre Landsleute, die Umwelt mehr zu achten. Vor allem die Königin setzt sich seit Jahren in Schutzprojekten für den Erhalt der tropischen Regenwälder ein.Zwischen riesigen Königspalmen stehen fünf Elefanten bereits "gesattelt" und zum Abmarsch bereit. Ich nehme Nam Sat, eine 35 Jahre alte Elefantendame, die mich mit klugen, hellwachen Augen mustert, bevor ich in den Sitzkorb klettere. Sahmran, unser Mahout, schnalzt mit der Zunge, flüstert kaum hörbare Kommandos - schon setzt sich unser Jumbo in Bewegung. Schaukelnd wie in einem Boot bei Windstärke 10 geht es durch den Dschungel. Noch folgt Nam Sat artig den ausgetretenen Trampelpfaden. Doch die saftigen Blätter, die feinen Bambusspitzen rechts und links sind zu verlockend. Deshalb entscheidet sich die Elefantin für einen Umweg im lianenverhangenen Urwald. Ohne Rücksicht auf mich da oben kämpft sich Nam Sat durch die Wildnis, mäht im Vorbeigehen mit einer lässigen Rüsselbewegung riesige Grasbüschel ab, um sie sich gleich darauf ins Maul zu schieben. Für mich heißt das: festhalten und Kopf einziehen!Samran gehört zu den Karen, einem Stamm aus dem Norden. Sie gelten als die Elefantenflüsterer Thailands. Während sich meine Elefantendame einen Weg durch den Dschungel bahnt, sagt Samran, dass auch Elefanten weinen können und erzählt mir die herzzerreißende Geschichte von der Elefantin Sudsooay, deren Betreuer aus familiären Gründen zurück in den Norden musste."Als sich Sudchaa, ihr Mahout, von ihr verabschiedete, hatte sie Tränen in den Augen, ihr Herz war gebrochen", erinnert er sich. Mehrere Monate weigerte sie sich zu laufen.Auch bei Elefanten scheint das Glück ein zerbrechliches Gut zu sein.

Berliner Zeitung 8. März 2009

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Elefant tötete drei Menschen

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mi Jul 01, 2009 10:04 pm

Thailand: Elefant tötete drei Menschen

BANKOK. Ein Elefant hat am Mittwoch in Südthailand drei Plantagenarbeiter zu Tode getrampelt. Der Halter hatte den 38-jährigen Arbeitselefanten frei laufen lassen.

Nach Polizeiangaben griff das Tier auf drei verschiedenen Gummiplantagen in der Provinz Trang zwei Frauen und einen Mann an.

Der Elefant wurde später eingefangen und zurück zu seinem Halter gebracht. Was den Amoklauf des Tiers auslöste, war zunächst nicht bekannt. Ein Polizeisprecher erklärte, der Elefant habe bereits früher Menschen angegriffen und mindestens drei von ihnen verletzt.

Nachrichten.at 1. Juli 2009

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Re: Elefanten

Ungelesener Beitragvon dogmai » Do Jul 02, 2009 1:26 am

KoratCat hat geschrieben:Es gibt ungeheuer viele Elefanten im Isaan, die ihr Leben nicht im Zoo fristen müssen.


Dafuer in Korat betteln, wenn du mal abends in Korat Essen gehst und sie dir beim Leeren des Tellers helfen, so wie hier in einem Restaurant nahe dem Wat Palawan

.../DSCF8162.jpg
Frühes Aufstehen ist der erste Schritt in die falsche Richtung.

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Elefanten zur Adoption freigegeben

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Fr Jul 03, 2009 10:45 pm

Elefanten zur Adoption freigegeben

Auf Bangkoks Strassen streifen Elefanten umher und verursachen oft Unfälle. Damit soll jetzt Schluss sein: Die Behörden suchen Paten, die die Umsiedlung der Tiere bezahlen.

Mehrere Organisation haben bereits die zum Kauf und zur Umsiedlung eines Elefanten in den Dschungel nötigen 500'000 Baht (15'000 Franken) aufgebracht. Seit Beginn des Projekts im März wurde etwa die Hälfte der 200 Elefanten der thailändischen Hauptstadt ausgewildert, und Stadtgouverneur Sukhumphan Boriphat kündigte bei einer aufwändigen Pressekonferenz am Freitag an, dass der Rest bis Ende des Jahres folgen werde.

«Umherstreifende Elefanten können Unfälle verursachen, besonders nachts, und schaden sich auch selbst», sagte Sukhumphan während der Pressekonferenz, bei der auch eine Musikkapelle, eine thailändische Filmschauspielerin und mehrere schwergewichtige Frauen auftraten, die jüngst an einem Wettbewerb zur «Miss Jumbo» teilnahmen. «Es ist wichtig, dass wir die Elefanten so schnell wie möglich aus Bangkok herausbekommen», sagte der Gouverneur.

Als Arbeitstiere überflüssig geworden

Elenfanten gelangten Ende der 1980er Jahre nach Bangkok, nachdem sie wegen eines Verbots der Abholzung von Wäldern in der Holzindustrie als Arbeitstiere überflüssig wurden. Seither wurden immer mehr der Tiere vom Land in die Hauptstadt gebracht, wo sie von ihren Haltern als Touristenattraktion eingesetzt werden. Viele der Elefanten werden im Strassenverkehr verletzt. Versuche, die Tiere aus der Stadt zu verbannen, scheiterten bislang.

Diesmal werden sie mit Mikrochips ausgestattet, so dass die Behörden ihren Verbleib nachvollziehen können. Im Dschungel sollen die Elefanten zunächst gezeigt bekommen, ihr Futter künftig selbst zu suchen. Ihre bisherigen Halter können das Geld benutzen, sich beruflich anders zu orientieren. Jene, die ein vernünftiges Angebot ablehnten, müssten eine Strafe zahlen, erklärten Vertreter der Stadt.

«Sie sind Ikonen unseres Landes», sagte Chookiat Prathipasen, stellvertretender Generalsekretär der Stiftung zur Wiedereinführung von Elefanten. Die Stiftung hat 63 der Tiere adoptiert, insgesamt will sie 81 übernehmen. «Sie sollten nicht wie Haustiere behandelt werden. Sie sollten fast wie Menschen behandelt werden.»

Basler Zeitung 3. Juli 2009

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Prikthai (†2013)
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Re: Elefanten

Ungelesener Beitragvon Prikthai (†2013) » Sa Jul 04, 2009 8:41 am

500`000 Bath. Fünfhunderttausend Bath. Für einen Elefanten in den Dschungel zu bringen. Ein Arbeiter auf dem Lande arbeitet dafür 2500 Tage bzw. fast 7 Jahre ohne freien Tag. Da würde mich schon wundernehmen, wer sich da alles bereichert.

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Elefantenkuh erhält dauerhafte Beinprothese

Ungelesener Beitragvon KoratCat » So Aug 16, 2009 7:24 pm

Thailand

Elefantenkuh erhält dauerhafte Beinprothese

Vor zehn Jahren erregte Motolas Fußamputation weltweit aufsehen. Nun erhält die Elefantenkuh, die ihr Bein durch eine Tretmine verlor, einen künstlichen Ersatz.


Die thailändische Elefantenkuh „Motola“, der nach einem Tretminenunfall 1999 in einer weltweit aufsehenerregenden Operation ein Fuß amputiert wurde, erhält eine dauerhafte Prothese. Experten fertigten einen Abdruck für ein künstliches linkes Vorderbein an, das noch im Laufe des (heutigen) Samstags angepasst werden sollte. Die 48 Jahre alte Elefantin hatte zuletzt eine provisorische Prothese getragen.

„Ich hoffe, dass sie das neue Bein akzeptieren wird“, sagte Soraida Salwala, die Gründerin des Elefantenkrankenhauses in der nordthailändischen Provinz Lampang, wo „Motola´ versorgt wurde. „Es wäre wundervoll, ´Motola´ und die kleine ´Mosha´ nebeneinander her gehen zu sehen.“ Die heute dreijährige „Mosha“ ist ebenfalls ein Tretminenopfer und hatte 2007 als erster Elefant der Welt ein künstliches Bein erhalten.

„Motola“ war nach ihrem Unfall bei einem Arbeitseinsatz an der Grenze zu Birma 1999 und der anschließenden Fußamputation zunächst auf drei Beinen gehumpelt. 2005 erhielt sie dann eine provisorische, mit Sägespänen gefüllte Prothese, die zur Kräftigung der Beinmuskeln später nach und nach durch schwerere Exemplare ersetzt wurde.

In Thailand ist die Zahl der gezähmten Elefanten seit den 50er Jahren von etwa 13.400 auf heute 2.500 zurückgegangen. Meist dienen sie als Touristenattraktion oder werden als Arbeitstiere für Waldarbeiten vorwiegend entlang der nördlichen und westlichen Grenzen eingesetzt.

Focus online 15. Aug. 2009

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Re: Elefanten

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Do Dez 03, 2009 7:44 am

Last Exit Mae Sapok

Der Elefantenflüsterer

Von Thilo Thielke, Mae Sapok

Im Norden Thailands erfüllt sich ein Tierpfleger aus Thüringen seinen Traum: ein Leben unter Elefanten. Mittlerweile hat Bodo Förster eine ganze Herde beisammen und bildet Tierfans ganz in der Nähe der Touristenhochburg Chiang Mai zu Mahouts aus.

Ach, Elephas maximus! Was waren das noch für Zeiten, gerade einmal etwas mehr als einhundert Jahre ist es her, als Ernst von Hesse-Wartegg, der Reisende aus dem Abendland, beeindruckt notieren konnte, "die ausgedehnten Urwälder und Dschungel am Menamstrom und seinen Nebenflüssen" wimmelten "von Elefanten, die in Herden bis zu mehreren Hunderten vorkommen", "neben den größten, mit gewaltigen Stoßzähnen bewaffneten grauen Elefanten" will der österreichische Reiseschriftsteller sogar "die berühmten weißen Elefanten" erblickt habe.

Er habe "kolossale Tiere" erspäht, berichtete der Geheime Hofrat 1899, schwärmte von "wilden Dickhäutern" und "königlichen Elefanten" und freute sich, wie gut es ihnen im Vergleich zu den Brüdern und Schwestern in Ostafrika oder Indien gehe - "weil die Buddhisten nicht nur das Leben der Elefanten, sondern überhaupt aller Tiere heilig halten". Rund 100.000 "kolossale Tiere" sollen damals Siam bevölkert haben, ein Land, das gerne "Reich des weißen Elefanten genannt wurde".

Und heute? Bonjour Tristesse! Weniger als dreitausend der "gewaltigen Tiere" sollen in Thailand noch in freier Wildbahn unterwegs sein und ungefähr genauso viele in Gefangenschaft: geknechtet, vermarktet, ausgebeutet. Eine geschundene Kreatur, die unter dem Gejohle aufgekratzter Touristen gegen Fußbälle treten und zu ohrenbetäubender Musik herumhampeln muss, schwitzende Fremdlinge durch die Gegend schleppt oder als Bettelelefant traurig übers Großstadtpflaster trottet. Kein Wunder, dass die Elefantenpopulation jedes Jahr um drei Prozent sinkt. In 14 Jahren, so die Prognose, gibt es in Thailand keine dieser stolzen Tiere mehr.

Elefantenführerschein als Marketinggag

"Das muss nicht sein", sagt Bodo Förster, 47. Der Deutsche ist in Thailand so etwas wie der Elefantenflüsterer, er lebt seit 2001 im Land, in einem Ort namens Mae Sapok, irgendwo im Norden, eine Autostunde von Chiang Mai entfernt; "am Ende der Welt", wie er sagt. Förster jedenfalls freut sich regelmäßig über Elefantennachwuchs, über "Kälber ohne Ende". Sieben Babyelefanten hat er schon in seiner Herde, das achte kommt bald. Daneben kümmert er sich um neun ausgewachsene Tiere. "Verwirklichung eines Traums" nennt er das, und Menschen wie sich nennt er "Elefantenleute".

Förster hat sich sein kleines Paradies geschaffen. Mitten im Wald, neben einem romantischen Wildbach, in den ein Wasserfall hinunterstürzt, errichtete er eines seiner beiden Elefantencamps. Hier leben die Mahouts, die Elefantenboys, und die Tiere können durch das Dickicht streifen. Und ein paar Kilometer entfernt steht Försters Lodge mit ihren drei Gästezimmern. Da bereitet Förster (Sandalen, blaue Schlabberhose, Pferdeschwanz und weißes T-Shirt) seine Touristen auf ihre heikle Mission vor.

Die Fremden, die meisten aus Deutschland, sollen bei Bodo Förster nämlich den Umgang mit den Rüsseltieren lernen. Tagsüber dürfen sie die Elefanten reiten, füttern, streicheln, führen, was des Tierliebhabers Herz begehrt - bis die zähesten unter ihnen dann den "Elefantenführerschein" mitnehmen dürfen. Der "Elefantenführerschein" ist Försters Marketinggag. Man bekommt ihn, wenn man das 14-Tage-Spezialprogramm mitmacht, es kostet 1650 Euro pro Person.

Försters Konzept, Tourismus mit Tierschutz zu verbinden, funktioniert hervorragend. Offensichtlich fühlt sich nicht nur "das Viehzeug" (Förster) wohl, auch die Gäste kommen wieder. 600 wissbegierige Gäste hat er bereits durch seine Camps geschleust. 20 Prozent seien Wiederholungstäter, sagt der Unternehmer ("Elephant Special Tours"), Arbeitgeber von mittlerweile 30 Mitarbeitern. Für den Dezember hat sich sogar eine 85-jährige Dame angekündigt. "Elefantenleute sind eben verrückt", sagt Förster und schließt sich selbstredend mit ein. Schließlich frönt er seiner Obsession seit mittlerweile bald 25 Jahren.

Emigration ins Land der Rüsseltiere

Alles begann 1985. Förster war damals 23, ein "angry young man", wie er selbst sagt, aber unglücklicherweise lebte er in einem Land, das sich im Würgegriff älterer Herren befand, die Polyesterhemden trugen und graue Anzüge und überhaupt keinen Sinn für zornige junge Männer hatten. Zwischen Bodo und der DDR bahnte sich ein ernstzunehmender Konflikt an, und wenn sich nicht ein wohlmeinender Freund eingeschaltet hätte, wäre es wohl übel ausgegangen für den Elefantenflüsterer in spe - für Bodo Förster aus Saalfeld in Thüringen.

Der Freund riet zu einer Lehre im Tierpark Friedrichsfelde in Ostberlin. Zur Emigration ins Land der Rüsseltiere. Abtauchen zwischen den grauen Riesen, Demut lernen, Gelassenheit üben. Für jemanden, der neben einem Vertreter aus der Familie der Elephantidae steht, bis zu drei Meter hoch und fünf Tonnen schwer, wird auch das Politbüro ganz klein - so das Kalkül. Und so kam es auch. "Bodo wurde zahm im Zoo", sagt Förster. Und er wurde ein Elefantenfreak.

Neun Jahre diente Bodo Förster in Friedrichsfelde den Elefanten. In der Zwischenzeit fiel die Mauer, der Genosse Erich Honecker türmte nach Chile, in den Supermärkten gab es Bananen satt. Und Förster machte sich auf den Trip nach Fernost, nach Thailand und Burma, Laos und Vietnam, das Handwerk der Mahouts zu erlernen, jener legendären Elefantenführer, die die Kunst beherrschen, die tonnenschweren Tiere nach Belieben zu lenken. Das wollte Förster auch. Und was sprach noch dagegen? Er konnte reisen, er war jetzt frei, es gab keine Grenzen, keine Hindernisse mehr auf dem Weg zur Erfüllung des großen Traums.

In Lampang, im Norden Thailands, ließ sich der Tierpfleger zum Mahout ausbilden. Und das just zu einer Zeit, da in Thailand eine jahrhundertealte Tradition zu Ende ging. Mit dem Verbots des Holzeinschlags Ende der achtziger Jahre, wurden auch die Arbeitselefanten überflüssig. Aus einer würdevollen Kreatur, die für schwere Arbeit benötigt und dementsprechend gepflegt wurde, wurde ein Zirkustier.

Es begann mit einer Kuh

Förster wurde Zeuge vom Niedergang des asiatischen Elefanten. Und da fasste er einen Entschluss. Er wollte in Thailand bleiben und seine eigene Elefantenlodge aufbauen. Er wollte den Menschen den Respekt vor dem Elefanten beibringen. Er wollte den Elefanten ein würdevolles Leben ermöglichen. Und natürlich wollte er auch von etwas leben.

Mit einem thailändischen Kompagnon baute er seine eigene Firma auf, Startkapital 5000 Euro. Irgendwann kaufte er seinen ersten eigenen Elefanten, die mittlerweile 50-jährige Kuh Mae Gaeo, und mietete einige andere Tiere mitsamt ihren Mahouts dazu. Dann kamen die ersten Kälber. Aus einem Camp wurden zwei. Gerade hat sich Förster seinen zweiten eigenen Elefanten zugelegt. Er sitzt jetzt inmitten einer ganzen Herde am nahen Wasserfall. Die Tiere prusten und tröten und spritzen mit Wasser, dass es eine rechte Freude ist.

Förster sieht glücklich aus. Er sagt: "Das hier ist mein Traum. "


der Spiegel 2. Dez. 2009

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Re: Elefanten

Ungelesener Beitragvon KoratCat » So Mär 07, 2010 2:22 pm

Tiere

Seltene Elefanten-Zwillingsgeburt in Thailand

Bangkok (dpa) - Dickhäuter im Doppelpack: In Thailand hat eine Elefantenkuh Zwillinge zur Welt gebracht. Zwillingsgeburten sind bei Elefanten äußerst selten. Die beiden kleinen Elefanten bringen jeweils 70 Kilo auf die Waage. Mutter Phang Thong Khun und ihren Jungen geht es nach Angaben eines Tierarztes gut. Der Nachwuchs hat noch keinen Namen. Die Zwillinge kamen im Abstand von zwei Stunden zur Welt, berichtet die Zeitung «The Nation», und zwar in der Provinz Surin.


Zeit online

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Re: Elefanten

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Do Apr 22, 2010 5:39 am

Thailändischer Zoll beschlagnahmt 296 Stoßzähne

Der thailändische Zoll hat am Bangkoker Flughafen 1,4 Tonnen Elfenbein im Wert von 1,6 Millionen Euro beschlagnahmt. Die 296 Elefanten-Stoßzähne waren in Kisten versteckt, die als Computer-Drucker deklariert waren, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Die Fahnder bekamen nach eigenen Angaben einen Tipp aus dem Emirat Katar, von wo aus die Ladung abgeschickt worden war.

Der Fund veranschaulicht, dass Thailand zu einem der wichtigsten Umschlagplätze für illegal gehandeltes Elfenbein geworden ist. “Geschmuggeltes Elfenbein kommt aus der ganzen Welt nach Thailand“, sagte der stellvertretende Leiter der Zollbehörde. Die am Samstag beschlagnahmten Stoßzähne sollten demnach von thailändischen Schnitzern zu Ringen, Armreifen oder buddhistischen Statuen verarbeitet und an Touristen verkauft werden.

Wilderer erlegen in Zentral- und Ost-Afrika immer mehr Elefanten. Große Teile des Elfenbeins werden nach Asien verschifft. Bevor es in andere asiatische Länder geht, dient Thailand oft als Zwischenstation. Die Kriminellen machen sich dabei eine Gesetzeslücke zunutze: Während der internationale Elfenbeinhandel seit 1989 durch das UN-Artenschutzabkommen verboten ist, gilt innerhalb Thailands eine Ausnahme. Erst im Februar beschlagnahmten die Behörden zwei Tonnen Elefanten-Stoßzähne, die nach Laos unterwegs waren.

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Wie sicher sind Thailands Strassen

Ungelesener Beitragvon Mousemelk » Do Jun 01, 2017 10:40 pm

Ja wie find ich dies nun?
Nachts wird man von den Hunden gebissen wenn man mit dem Moped unterwegs ist.
Ist man zu Fuss unterwegs, kann man das Portmonee oder Handy verlustig werden
und dies nun>>
(gelesen http://thailandtip.info/2017/06/01/elef ... as-pickup/ )

Elefant ueberfaellt.jpg
Elefant ueberfaellt.jpg (79.15 KiB) 4949 mal betrachtet


Meinem Schwager kann dies nicht passieren, er transportiert nur Gurken und Tomaten.
Aber da hat er dann mit "Zweibeinern" zutun, die ihm den Pickup entwenden.

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Re: Wie sicher sind Thailands Strassen

Ungelesener Beitragvon dogmai » Fr Jun 02, 2017 3:59 am

Da sieht man mal wieder: auch Elefanten naschen gerne :wave

Besser sie klauen ihm die Ananas als machen sein Auto platt.

Frühes Aufstehen ist der erste Schritt in die falsche Richtung.

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Wie sicher sind Thailands Farmen und Gärten

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Fr Aug 18, 2017 9:00 am

Bild
Beamte begutachten in Nakhon Ratchasimas Soeng Sang Bezirk am Donnerstag die Schäden an einer Ernte, die von einer großen Herde von hungrigen Elefanten überfallen wurde (Foto von Prasit Tangprasert)

NAKHON RATCHASIMA - Eine große Herde hungriger Elefanten hat im Bezirk Soeng Sang Getreidefarmen überfallen, indem sie fast 30 rai ihrer Lieblingsfarmproduktion, Zuckerrohr und Mais plünderten.

Lokale Beamte am Donnerstag begutachteten den Schaden an Getreide in Tambon Ban Rart. Basierend auf dem Ausmaß des Schadens, schätzten sie die Herde mindestens 20 stark.

Landwirte sagten, dass sie abwechselnd ihre Ernten bewachen, aber in ihren Bemühungen versagt hatten, die Elefanten zu vertreiben. Es gab einfach zu viele, und niemand wagte sie zu ärgern.

Ihre Bauernhöfe befinden sich in der Nähe des Thap Lan Nationalparks, einem weitläufigen Waldgebiet. Sie wussten nicht, aus welcher Richtung die Elefanten kommen würden, und das machte es noch schwerer, ihre Ernten zu bewachen.

Pimpaporn Rujinrachet, Assistent Chef der Ban Rart Tambon Verwaltung Organisation, sagte, die Elefanten waren in diesem Jahr früher als üblich auf der Suche nach Essen aus dem Wald gekommen.

Normalerweise tauchten sie erst während der Trockenzeit auf, wenn das Essen im Wald des Nationalparks oft knapp ist.

Die große Herde kann ihre natürliche Nahrungsversorgung frühzeitig erschöpft haben und sich auf das landwirtschaftliche Ackerland begeben haben, weil dort ihre Lieblingskulturen, vor allem Zuckerrohr und Mais, wuchsen.

Die Bezirksverwaltung (TAO) sagte zu, für gemeinsame Patrouillen mit den Einheimischen Mitarbeiter zu schicken, um die Elefanten von ihren Überfällen abzuhalten. Hilfe würde für Landwirte, deren Getreide ruiniert wurde, solle bereitgestellt werden, sagte Frau Pimpaporn.

Aber sie haben wenigsrens was dagelassen, damir ihr neugefundenes Futter im nächsten Jahr wieder gut wächst: :mrgreen:

Bild
Elefanten-Mist inmitten der überfallenen Ernte auf einem Bauernhof in Soeng Sang Bezirk, Nakhon Ratchasima. (Foto von Prasit Tangprasert)

Quelle: Bangkok Post

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Re: Elefanten

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mo Dez 11, 2017 8:58 pm

Ein lesenswerter Artikel zum Thema "Buddhistische Philosophie: Der Elefant als religiöses Politikum" ist auf der Webseite vom Deutschlandfunk zu finden:

http://www.deutschlandfunk.de/buddhisti ... _id=400797

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Re: Elefanten

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Fr Mär 30, 2018 6:03 pm

Und schon wieder hat ein Elefant in Wang Nam Khiao das "Recht" auf das angebaute Zuckerrohr in den eigenen Rüssel genommen und den Bauern, der seine Ernte verteidigen und den Dickhäuter verjagen wollte, schlicht totgetrampelt.

Farmer killed by elephant raiding his crop


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