Frankreich verweigert Entladen von Hilfslieferung

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Frankreich verweigert Entladen von Hilfslieferung

Ungelesener Beitragvon newsclip » Mo Mai 26, 2008 8:36 am

Frankreich verweigert Entladen von Hilfslieferung

1000 Tonnen Hilfsgüter sind an Bord des französischen Kriegsschiffs Mistral. Und dort bleiben sie auch: Aus Empörung über das paranoide Verhalten der burmesischen Militärführung weigert sich Frankreich, die Ladung zu löschen.

Die 1000-Tonnen-Ladung des Schiffs «Mistral» für die Zyklon-Opfer in Burma würden ins thailändische Phuket umgeleitet und ans Welternährungsprogramm (WFP) übergeben, erklärten das Aussenministerium und das Verteidigungsministerium am Sonntag in Paris. Das WFP solle die Hilfslieferung dann zu den Opfern in Burma bringen.

Paranoia der Militärjunta

Es sei «schockierend», dass die burmesischen Behörden es ablehnten, dass die seit dem 17. Mai vor dem Irawadi-Delta zur Verfügung stehenden Hilfsgüter an Bord der «Mistral» nicht direkt zu den Opfern gebracht werden dürften. Dabei gebe es im Irawadi-Delta die meisten Opfer des Zyklons Nargis, «einer der grössten Naturkatastrophen der Geschichte», betonten die Ministerien.

Durch den Wirbelsturm vom 2. und 3. Mai kamen nach offizieller Zählung rund 78 000 Menschen ums Leben; rund 56 000 werden noch vermisst. Bei einer Geberkonferenz für die Opfer des Wirbelsturms hatte die internationale Gemeinschaft das burmesische Militärregime am Sonntag gedrängt, die Helfer wie versprochen schnell in die Katastrophengebiete zu lassen.

Burma will nach der Intervention von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zur Versorgung der Zyklon-Überlebenden den Einsatz ziviler Schiffe und Boote zulassen. Die Formulierung die ausgehandelt wurde, legte aber nahe, dass die französischen und amerikanischen Kriegsschiffe mit Hilfsgütern an Bord weiterhin nicht in Burma andocken dürfen.

Nur die Regierung darf helfen

Viele Burmesen organisieren unterdessen auf eigene Faust Konvois mit Lebensmitteln und anderen Spenden, um ihren Landsleuten in den betroffenen Regionen zu helfen. Eine Eigeninitiative, die der Militärführung offenbar nicht passt. Die burmesischen Militärs haben die Bevölkerung am Samstag aufgerufen, keine privaten Spenden mehr an die Opfer des Zyklons Nargis zu schicken.

In einer Stellungnahme an die «lieben Spender» erklärte die Junta, ein Teil der Hilfe komme nicht bei den Opfern an. Auch «Kinder und Erwachsene, die keine Opfer» seien, mischten sich in Katastrophengebieten unter die Bedürftigen und verlangten nach Lebensmitten. «Daher wird den Spendern dazu geraten, nicht mehr an irgendjemanden» Hilfsgüter auszugeben. Die Spender sollten sich an die Behörden wenden, die für die Flüchtlingslager zuständig seien.

20 Minuten 25. Mai 2008

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