Mit 13 in der thailändischen Sexhölle gelandet

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KoratCat
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Mit 13 in der thailändischen Sexhölle gelandet

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mo Aug 20, 2007 8:09 am

Mit 13 in der thailändischen Sexhölle gelandet

von Heinz-Peter Tjaden

Er schlurft durch die niedersächsische Kleinstadt, setzt mühsam Fuß vor Fuß, jeden Abend gegen 19 Uhr und die Wirtin in der Kneipe warnt ihre Gäste: “Dreht euch nicht um. Er kommt.” Es dauert, bis er auf dem Hocker sitzt, seine Brille baumelt an einer Kette vor seinem Bauch. “Ein Bier, dann verschwindest du wieder”, sagt die Wirtin. Er nickt. In dieser Kneipe mag ihn niemand.
Einmal im Jahr kommt Leben in seinen müden Körper. Dann sitzt er auf seinem Hocker und erzählt, dass er wieder nach Thailand fliegt. Und: “Die Mädchen dort sind willig und billig. Und sie werden immer jünger.” “Trink dein Bier aus. Verschwinde”, sagt die Wirtin. Niemand in der Kneipe weiß, wie alt er ist. Geschätzt wird er auf 70 bis 80. Vielleicht aber ist er jünger. Wenn er aus Thailand zurückgekehrt ist, will er in der Kneipe Bilder zeigen. Niemand will die Fotos sehen.

Zwei Selbstmordversuche

Sie heißt Lon, hat über die Schweiz, Schweden, Spanien und Deutschland die Flucht nach England geschafft. Körperlich. Seelisch noch lange nicht. Lon ist mit einem Englander verheiratet, nach einem zweiten Selbstmordversuch wird sie therapiert.
“Von den vielen Bargirls, die aufgehört haben, in diesem Job zu arbeiten, gibt es nur wenige, die glücklich geworden sind. Es ist ein täglicher Kampf, in einem anderen Land mit einer anderen Kultur mit einem neuen Beruf zu leben”, sagt sie.

Mit 13 Körper verkauft

Sie erzählt alles, aufgeschrieben haben ihre Geschichte zwei Amerikaner, erschienen ist das Buch im Berliner Schwarzkopf & Schwarzkopf-Verlag und heißt “Ich war erst 13.”
Lon ist erst 13 gewesen, als sie zum ersten Mal ihren Körper verkaufte. Sie stammt aus dem Nordosten von Thailand, aus einer armen Region in einem armen Land, sie schafft für ihre Brüder und Eltern an, die werden immer habgieriger, wollen Geld für Mofas, Schulsachen, Videorecorder und für Partys. Lon will ihren Platz in der Familie nicht verlieren, weiß, dass sie nichts mehr gilt, wenn sie nicht weiter macht.

Und sie macht alles. Ein gewisser Jimmy schlägt und foltert sie: “Sein krankes Verhalten wurde noch dadurch gesteigert, dass ich mich im Namen des Geldes opferte und mich brutal schlagen und beschmutzen ließ. Ich war in Pattaya, um Geld zu machen”, erzählt Lon.
Etwa zwei Millionen Kinder werden weltweit Jahr für Jahr neu in den Markt der Kinderprostitution und Pornographie gezwungen, schätzt das Kinderhilfswerk UNICEF im Jahre 2002. Die Dunkelziffer ist hoch.
1995 hat die thailändische Regierung die Gesetze verschärft. Es gibt eine spezielle Polizeieinheit und eine Sonderermittlungsabteilung bei der Generalstaatsanwaltschaft. Die Gefängnisstraße für den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen unter 18 beträgt zwei bis sechs Jahre.

Auch das thailändische Fremdenverkehrsamt (TAT) kämpft gegen das schmutzige Geschäft: “TAT verabscheut und verurteilt die Kinderprostitution und den Missbrauch Minderjähriger. Solche Taten sind gegen die Gesetze Thailands, gegen die thailändische Tradition und Kultur und gegen die buddhistische Religion.”
Er schlurft weiter durch die niedersächsische Kleinstadt, setzt weiter mühsam Fuß vor Fuß und fliegt einmal im Jahr nach Thailand. Für den Kampf gegen die Kinderprostitution hat er nur ein müdes Lächeln übrig: “Ich weiß schon, wo ich die Mädchen bekomme.”

readersedition.de 19. Aug. 2007

Die Selbstmorde bzw. -versuche derer nicht gezaehlt, die Maedchen mit solcher Vergangenheit geheiratet haben im Glauben, das Medchen nicht nur aus der Bar heraus zu bekommen sondern auch die Bar aus dem Maedchen. Ein Teufelskreis . . .
Und die paedophilen alten Knacker standen mit ihren Verlockungen mit am Anfang . . . :evil:

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