Religion

Für alles, was mit Glauben (Buddhismus, Hinduismus, Islam, Judentum, Christentum und/oder der Geisterwelt (Animismus etc.) zu tun hat, z. B. Weltanschauungen, Sitten und Gebräuche, die auf Glaubensrichtungen beruhen; um dem Einen oder Anderen zu helfen, diese als respektgebietend zu erkennen und eben nicht ins Fettnäpfchen zu treten.
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koratwerner (†2012)
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Religion

Ungelesener Beitragvon koratwerner (†2012) » Mo Aug 04, 2008 2:34 pm

Mir fehlt leider das Wissen über den Buddhismus. Deshalb kann ich an dieser Stelle weder ausführlich über die Religion schreiben, noch einen fundierten Kommentar zum derzeit praktizierten Buddhismus in Thailand abgeben. Da die Religion jedoch ein fundamentaler Bestandteil in der gesamten Bevölkerung Thailands ist, berichte ich hier etwas darüber, wie ich den Buddhismus und den Geisterglauben im Isaan sehe.

Vielleicht befindet sich unter unseren Lesern jemand, der neutral und nicht voreingenommen in diesem Kapitel fundierter über den Buddhismus schreiben möchte.


Religion im Isaan


Als Anhänger einer Religion, wie dem Christentum, dessen Dogma die Anbetung von anderen Göttern strikt untersagt, bin ich sehr erstaunt hier in Thailand zwei Religionsformenen nebeneinander anzutreffen. Thailand ist ja immerhin das Land in Südostasien, in dem die Menschen glauben aufgeklärt, modern und fortschrittlich zu sein. In der Tat orientierte sich Thailand bereits vor 150 Jahren unter dem König Rama V. an westeuropäische Länder und war bisher das Land in Südostasien, das den westlichen Ländern am meisten ähnelt. Was allerdings die Einstellung zur Religion betrifft, da sind die Thailänder sehr traditionsbewusst und bewahren die alten Überlieferungen.

Fragt man die Thailänder, welcher Religion sie angehören, dann bekennen sich 94% zum Buddhismus und niemand von ihnen wird sagen, er praktiziere zusätzlich noch einen Geisterglauben aus der animistischen, also der vorbuddhistischen Zeit, denn dieser ist uneingeschränkt Teil der dualen Religion. Für einen Fremden ist das oft unverständlich. Doch da ja in Thailand vieles anders und merkwürdig ist, nimmt man diesen scheinbaren Widerspruch verwundert aber doch gelassen hin, denkt sich vielleicht dabei, dass die Thailänder in dieser Richtung ganz besondere Individualisten sind und lässt es dabei bewenden.

Allerdings sind die Geisterhäuschen mit den Opfergaben sehr schöne Fotomotive und man kann später Zuhause den Daheimgebliebenen von diesem, uns unverständlichen Verhalten der Thailänder erzählen.

So zu denken und zu handeln, ist bei ausländischen Besuchern verständlich, doch von vielen hier lebenden Farang ein Kardinalfehler, ein Zeichen dafür, dass sie sich über die in Thailand anzutreffende Symbiose von Buddhismus und Geisterglauben weder informiert, noch eigene Gedanken gemacht haben. Sie wissen vielleicht, dass der Buddhismus Staatsreligion ist, der 94% der Thailänder angehören, vielleicht auch noch, dass der Buddhismus gegenüber anderen Religionen sehr tolerant ist, sonst wissen sie wenig.

Für die Sonnenanbeter aus den kalten Ländern und den Flugbarbesuchern, die mit dem Flugzeug gekommen jeden Abend eine Bar stürmen, sich voll laufen lassen und sich eine der vielen Frauen angeln, ist das auch uninteressant. Doch, Gott sei Dank, es kommen immer mehr Touristen in dieses schöne Land, die Land, Leute und auch die Kultur kennen lernen und verstehen wollen.

Besonders für den Farang, der eine Partnerschaft mit einer Tochter dieses Landes eingegangen ist oder das beabsichtigt, ist etwas Wissen über die Zusammenhänge zwischen Religion und Geisterglaube sehr wichtig, steht doch die Religion in der Rangfolge der Wertigkeit gerade bei den Frauen aus dem Isaan, die die meisten heiratswilligen Frauen für einen Farang stellen, an erster Stelle.

Der Einfluss der Religion ist in Thailand nicht zu unterschätzen. Der hier mit einer Thaifrau liierte Farang, der sich darüber hinwegsetzt, hat schlechte Karten, denn seine Frau empfindet das auch als Missachtung ihrer Person und bezweifelt, dass ihr Mann sie jemals wirklich geliebt hat. Befasst sich ein Farang nicht mit der Religion seiner gläubigen Frau, dann bleibt er ihr zwangsläufig fremd, versteht ihre dies bezüglichen Handlungen nicht und kann sich weder in ihre Lage versetzen, noch den Stellenwert erkennen, den die Religion für seine Frau hat.

Wenn man beim Buddhismus von einer Religion spricht, dann ist das nach westlichem Maßstab nicht richtig. Eine westliche Religion beinhaltet einen Gott den es zu verehren und anzubeten gilt und dessen Gebote befolgt werden sollen. Der Buddhismus dagegen ist eine Doktrin, die keinen Gott kennt. Er steht über jedes Gottverständnis und verbietet seinen Anhängern nicht, gleichzeitig einer anderen Religion anzugehören.

Nicht anders handeln die Thai. Der Buddhismus zeigt ihnen die Möglichkeit über den langen Weg der Reinkarnation das Nirwana zu erreichen, wohingegen in der diesseitigen Welt die Geister regieren, die, wenn man sie nicht beachtet, einem das Leben schwer machen können.

Es gibt in Thailand keinen auf Anhieb erkennbaren Konflikt zwischen dem Geistserglauben und dem Buddhismus. Für die Geister sind die kleinen Tempelchen vor den Häusern und in den Wohnungen da, damit sie eine Wohnstatt haben und mit kleinen Opfern gnädig gestimmt werden können und für das Jenseits sind die Äbte und Mönche zuständig, die in einem Kloster, dem so genannten Wat, leben.

Der oberste Mönch in einem Kloster ist der Abt, der normalerweise auf Lebenszeit im Kloster lebt. Ein Abt ist in seinem Kloster weitgehend ein uneingeschränkter Herrscher und kann das Kloster so führen, wie er es für richtig hält. Die meisten Mönche dagegen halten sich nur vorübergehend zum Studium der buddhistischen Lehre im Kloster auf.

Alle Mönche unterliegen einem strengen Zölibat. Deshalb dürfen sie nie in körperliche Berührung mit einer Frau geraten. So lange sie sich im Kloster aufhalten, gilt das auch für verheiratete Mönche ihren Ehefrauen gegenüber. Wenn die Mönche beispielsweise am frühen Morgen von Haus zu Haus gehen, um von den Gläubigen milde Gaben, meist gekochten Reis, Chili und vielleicht ein gekochtes Ei oder gar etwas zubereitetes Fleisch einsammeln, warten vor den Häusern meist kniende Frauen oder Mädchen mit ihren gefüllten Schüsseln und füllen ihre Gaben dann in die Schüssel des Mönches. Dabei vermeiden sie jedwede Berührung. Hat der Mönch die Gaben empfangen, erhebt der Spender nicht selten die Hände zum Wai und bedankt sich, weil der Mönch seine Gabe angenommen hat.

Die buddhistischen Zeremonien für die Gemeinschaft der Gläubigen finden in der Regel im Kloster, also dem Wat, statt. Ein Wat ist eine Symbiose aus Kirche, Kloster, oft einer Schule und manchmal einem Bürgerhaus. In Thailand gibt es über 30.000 davon.

Irgendwann in seinem Leben soll jeder Mann einmal als Novize eine oder mehrere Wochen ein Wat aufsuchen, um dort die buddhistische Lehre zu studieren. Vorzugsweise wird dazu eine dreimonatige Periode genutzt, während der alle Mönche ihre tägliche Wanderung einstellen und im Wat bleiben. Selbst der amtierende König Bhumibol und sein Sohn, Kronprinz Vajiralongkorn entschieden sich für diesen traditionellen Aufenthalt.

Da es keine weltliche Machtausübung durch eine übergeordnete Institution im Buddhismus gibt, werden diese Angelegenheiten, wie Fragen des Landbesitzes und der Erhalt buddhistischer architektonischer Monumente und Bauwerke, oft vom staatlichen Bildungsministerium wahrgenommen.

Auch hat der Staat einige Gesetze zum Schutz des Buddhismus, sowie auch für alle anderen praktizierten Religionen erlassen, die dann greifen, wenn der Frieden der Gemeinde gestört wird, als heilig geltende Gegenstände und Zeremonien verunglimpft werden und durch das unberechtigte Tragen von religiöser Kleidung der Eindruck erweckt wird, Würdenträger einer bestimmten Religion zu sein. Diese Gesetze greifen nicht nur beim Buddhismus, sondern sind gleichbedeutend für alle Religionen. So ist auch der buddhistische König gleichzeitig Hüter aller im Lande praktizierten Religionen.

Ob es ein Wat mit seinen Mönchen ist, oder das Geisterhäuschen vor dem Haus, für die meist einfachen Thai des Isaan ist alles eine einzige Religion. An jedem Vollmond- und Neumondtag und jeweils an den dazwischen liegenden Halbmondtagen, ist Buddhatag. Diese vier, manchmal fünf Tage im Monat, sind dem Buddha geweiht. Sie sind jedoch keine gesetzlichen Feiertage. Viele Gläubige essen an diesem Tag vegetarisch. An diesem Tag sollen auch keine Tiere geschlachtet werden und besonders gläubige Menschen verzichten auf Zigaretten, Alkohol und den Geschlechtsverkehr. An diesem Tag bleiben oft alle Mönche in ihrem Kloster und die Gläubigen bringen dann ihre milden Gaben zu ihnen.

Den Buddhatag nutzen viele gläubige Thailänder dazu am Morgen ihre Geisterhäuschen und Haustempel mit Blumen zu schmücken, Räucherkerzen vor den Häuschen anzuzünden, Reis und Obst, Getränke, Zigaretten und manchmal sogar Alkohol und Betelnussbissen zu opfern und den in dem Häuschen wohnenden Geist andächtig zu danken oder um ihm eine Bitte vorzutragen.

Vorzugsweise werden diese Zeremonien von den Hausfrauen erledigt, während die Männer zur Arbeit gehen. Sobald die Räucherkerzen niedergebrannt sind, können die Opfergaben wieder abgeräumt werden, denn dann ist der Geist sozusagen gestärkt und zufrieden gestellt. Oft erscheinen dann bei etwas betuchteren Leuten arme Nachbarn, wie arbeitsunfähige Witwen oder kinderreiche Frauen, an die die jetzt ihren Zweck erfüllt habenden Gaben verteilt werden. Buddha freut sich, sagte meine erste thailändische Frau, und verteilte alles großzügig.

Hat man die Geister um Hilfe bei der Erfüllung eines wichtigen Wunsches gebeten und ihm dafür eine Belohnung versprochen, dann muss man dieses Versprechen auch halten. So kann es passieren, dass den Geistern zwischendurch auch schon einmal ein Brathähnchen oder eine größere Flasche Reisschnaps in einer besonderen Zeremonie geopfert wird. Was man den Geistern verspricht, muss man eben halten, denn sonst erzürnt man sie und sie könnten sich rächen und Unheil über die Hausbewohner bringen.

Zwei der wichtigsten Geister sind jene, die in den kleinen Geisterhäuschen ihre Wohnstatt haben. Der jeweils höher aufgestellte Schrein, der auf einer Säule steht, ist der Wohnsitz des Erdgeistes Phra Pum, bei uns vergleichbar mit einem Engel oder einer Gottheit. Er ist der der Geist des ursprünglichen Besitzers des Grundstücks und verantwortlich für das Wohlergehen der Hausbewohner. Er kann ihnen ein glückliches Leben sichern. Der immer neben dem Phra Pum auf vier oder sechs Säulen stehende, etwas kleinere Schrein ist für die Dschao Ti Luftgeister. Das sind die über dem Grundstück schwebenden Seelen aller verstorbenen Hausbewohner. Sie bekommen ihre eigene Wohnstadt, damit sie nicht mit den Menschen im gleichen Haus leben müssen.

Für die Aufstellung der Geisterhäuschen gibt es streng einzuhaltende Regeln. So ermittelt zum Beispiel ein Geisterbeschwörer vor der Einsegnung den günstigsten Standort, auf den auf keinen Fall der Schatten eines Gebäudes fallen darf. Eingesegnet werden dann die Häuschen ebenfalls von einem kundigen Geisterbeschwörer, denn sonst nehmen die Geister ihre neue Wohnstatt nicht an.

Nicht mehr gebrauchte Geisterhäuschen, weil sie zum Beispiel baufällig geworden sind oder weil das Haus vor dem sie stehen abgerissen wurde, dürfen nicht achtlos weggeworfen werden. Sie werden überlieferungsgemäß meist an einem Geisterbaum abgestellt, in dem ein Geist wohnt, damit die Termiten und Ameisen den Baum nicht beschädigen, sondern sich von dem Holz dieser ausgemusterten Häuschen ernähren.

Diese Orte werden wenig gepflegt und deshalb lösen sie bei den Fremden den Eindruck aus, vor einer wilden Müllkippe zu stehen.

Sehr wichtig ist auch der Hausgeist der für die im Hause wohnende Familie zuständig ist. Er hat seine Wohnstatt in der Wohnung. Meistens ist das eine Buddhafigur, die einen kleinen Hausaltar schmückt. Oft sieht man auch eine kleine Figur des Königs Rama V., der beinahe 100 Jahre nach seinem Tode in der Bevölkerung immer noch eine große Verehrung genießt. Um die Figur herum sind kleine Blumenvasen und Tierfigürchen gestellt. Auch kleine Behälter, mit Sand oder Erde gefüllt, wohinein die Räucherstäbchen gestellt werden, dürfen ebenso wenig fehlen, wie die kleinen Tellerchen die als Standfläche für kleine Wachskerzen dienen.

All das muss so dimensioniert sein, dass auch noch genügend Platz für die Opfergaben da ist. Meist hängt der Hausaltar gut zugänglich in einer Ecke des Wohnraums und da er in der Regel rundherum mit einem kleinen Zäunchen versehen ist, kann man an ihm kleine Blumenketten hängen die überall, oft sogar den an den Ampeln den wartenden Autofahren, feilgeboten werden.


Eine Legende

Wie der Geisterglaube auch heute noch aus einer Legende entstehen kann, habe ich von meiner ersten Thaifrau erfahren. Nicht nur vor unserem Haus steht neben dem Geisterhaus für den Luftgeist ein Domizil für den Erdgeist, der seinerzeit beim Bau des Hauses eine neue Wohnstatt benötigte, auch am Rande unserer Wohnanlage steht ein großes Geisterhaus für den Erdgeist.

Jedes mal am Buddhatag, verschwindet meine Liebste mit Jay Memm, einer älteren Frau aus unserer Siedlung und beide schmücken ein bis dato von den Bewohnern der Siedlung vernachlässigtes Geisterhaus, dessen Geist für unsere ganze Siedlung zuständig ist. Sie versorgen ihn mit frisch gekochtem Reis, Obst, Zigaretten, Wasser und manchmal mit etwas billigem Schnaps. Ich möchte natürlich wissen warum dort solch ein Geisterhaus steht und meine Frau erzählt mir folgende Geschichte, die ihr Jay Memm, die schon länger hier wohnt, malerisch berichtet hat.

Vor etwa acht Jahren, als die Siedlung gebaut werden sollte, war das gesamte Areal wild bewachsen und einige Arbeiter wurden damit betraut Straßen zu bauen und die Baugrundstücke abzustecken. Eines Tages, zur Mittagszeit wurde einer der Arbeiter plötzlich sehr müde und legte sich ins Gebüsch um sich auszuruhen. Erst als Feierabend war, wurde der Mann von seinen Kollegen vermisst, die ihn darauf hin suchten und ihn tot an der Stelle fanden, an der heute das Geisterhäuschen steht.

Keiner der Arbeiter wollte der jungen Frau des Verstorbenen die traurige Nachricht über den Tot ihres Mannes überbringen. Allerdings brachten sie den Toten ins nächstgelegene Wat, wo er wohl eingeäschert werden würde. Da die Mönche der Ansicht waren, dass die Ehefrau bereits unterrichtet sei, erfolgte auch von hier aus keine Benachrichtigung. Als nun der Mann nicht zur gewohnten Zeit zum Essen nach Hause kommt, macht die Frau sich sorgenvoll auf den Weg, ihren Mann zu suchen.

Nirgendwo findet sie ihn, selbst nicht in dem Restaurant, wo er doch so gerne sein Feierabendbier trinkt. Niemand will ihr sagen, was ihm schreckliches passiert ist. Zum Schluss sucht die Frau ihn auf dem noch stark verwilderten Grundstück, ruft immer wieder seinen Namen, findet ihn jedoch nicht. Erst am nächsten Morgen, als die anderen Arbeiter wieder das Grundstück betreten, erfährt die immer noch hier wartende Frau die traurige Nachricht.

Ihr Mann war doch noch so jung und deshalb glaubt sie niemanden und hört nicht auf, jeden Tag ihren Mann zu suchen. Nach Wochen lässt sie dann an der Stelle, an der ihr Mann sich zum Ausruhen niedergelegt haben soll, dieses Geisterhäuschen errichten und stirbt wenige Tage darauf vor Kummer. Da sie aber auch jetzt noch immer ihren Mann sucht, kommt sie jede Nacht an das Geisterhäuschen in der Hoffnung ihn dort wieder zu finden um mit ihm vereint zu sein. Kein Mensch wollte deshalb aus Angst vor der nächtlich herumgeisternden Frau die Parzellen in der Nähe des Geisterhäuschens in Besitz nehmen und deshalb steht es heute noch einsam und verlassen auf den brach liegenden Grundstücken am Rande unsere Siedlung.

Fürwahr, das ist eine schlimme Geschichte, ein Beispiel aus jüngster Zeit dafür, wie der Geisterglaube zur Bildung einer Legende führt, die, wie fast alle Legenden des Isaan traurige Begebenheiten zu Grunde liegen.

Meine Frau glaubte an diese Geschichte und versorgte mit ihrem guten Herzen den Geist des verstorbenen Mannes. Ich habe den Teufel tun ihr den Unsinn ausreden zu wollen, sie würde doch bei ihrem Glauben geblieben sein und hätte gegen meine Überzeugung den Geist weiter versorgt.

Ich bin mir darüber völlig klar, dass ich als Christ die hier von mir vertretenen Ansichten im Zusammenhang mit der Zuordnung des Geisterglaubens zur buddhistischen Religion ablehnen müsste. Doch zwei Argumente sprechen dagegen. Das ist zum einen die traditionelle Erziehung der Menschen, die sie so handeln lässt, als ob der Geisterglaube ein Teil des Buddhismus ist. Zum anderen möchte ich etwas dazu beitragen, den Ausländer über die Verknüpfung des Geisterglaubens mit dem Buddhismus zu informieren, damit er nicht nur das Volk, sondern vielmehr, soweit er mit einer thailändische Frau liiert ist, auch die Denk- und Handlungsweise seiner Frau verstehen kann und die Konsequenz aus diesem Verständnis in seinem Verhalten gegenüber seiner Frau im beiderseitigen Interesse eines harmonischen Zusammenlebens berücksichtigt.
Es ist nicht schwer zu wissen wie man etwas macht,
aber es ist schwer es auch zu tun!

tuktuk
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Re: Religion

Ungelesener Beitragvon tuktuk » Di Sep 16, 2008 6:07 pm

Was mir hier im Norden Thailands aufgefallen ist, wie stark hier der Einfluss der diversen Kirchen ist.Es gibt viele Dörfer, in denen die "Geisterhäuschen" nicht oder selten zu finden sind.Auch die Zeugen Jehovas sind vertreten.In Chiang Dao gibt es das Lisu Bible Institute.Es ist mir vor allem deshalb aufgefallen, weil es mit "lateinischen Buchstaben" arbeitet.Werten will ich das alles nicht, weil ich mich mit diesem Gebiet nicht auskenne.Wahrscheinlich gibt es einiges dazu.Sofern es jemand wünscht, mit den Zeugen Jehovas Kontakt aufzunehmen, kann ich da vermitteln.Ich kenne einen von ihnen( ein Deutscher, der seit 30 Jahren hier missioniert) :) , mit dem ich von Zeit zu Zeit Gespräche führe.Ich selber bin eigentlich konfessionslos, aber das tut nichts zur Sache, er weiss, dass er mich nicht bekehren kann und damit ist es ok.

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dogmai
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Re: Religion

Ungelesener Beitragvon dogmai » Mo Sep 22, 2008 4:56 pm

Hallo zusammen.

Nachdem ich diesen Thread zufällig :wave gefunden habe, darf ich vielleicht auf diese Seite hinweisen. Ich trage dort eigene Erfahrungen und Literatur zusammen, weil ich nicht nur mich dafür interessiere, sondern auch bemüht bin, Buddhismus in einfacher Form darzustellen. Wen es interessiert ist herzlich eingeladen, nicht nur zu lesen, sondern sich auf zu beteiligen. Eine Schreibmöglichkeit wird es bald geben, aber kein Forum.

Um mein Engagement ein wenig zu erklären: ich rechne mich selbst zu den Buddhisten, und in den frühen 80ern habe ich 4 Monate ordiniert in einem Wat nahe Roi Et gelebt.

tuktuk
Korat-Isaan-Forum-Gast

Re: Religion

Ungelesener Beitragvon tuktuk » Di Sep 23, 2008 9:38 pm

Ist mir vor zwei Tagen aufgefallen:
auf dem Weg von Chiang Dao nach Ban Tham entsteht eine neue christliche Mission.300 m hinter dem Bypass von Chiang Dao steht eine seit langem verlassene Ressortanlage.Sie soll mal im Rahmen von Drogengeschichten niedergebrannt worden sein.Es standen lange Schilder zum Verkauf.Jetzt wird dort gearbeitet.Eine australische Familie mit einigen kleinen Kindern und thailändisch aussehende Arbeiter sind dort zugange.Bei einem Franzosen mit Lahu Ehefrau in Chiang Dao haben sie sich bereits vorgestellt und wollten sie zum christlichen Glauben bekehren.
Ich hatte folgenden Eindruck, als ich sie dort arbeiten sah:
Wie im amerikanischen Wildwestfilm eine amerikanische Siedlerfamilie.
Wie geschrieben, mein Eindruck.Es wird sich zeigen, was dort in Zukunft geschieht.

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