gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Uwe
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gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Uwe » Mo Jul 03, 2017 5:44 pm

Ich überlege, ob ich, statt immer ein Fahrzeug für jeden Besuch, immerhin fast 500€, zu mieten, lieber auch einen Gebrauchten kaufen kann, der, wenn er, sagen wir mal 5 Jahre, durchhält, entweder weiter seine Runden drehen kann, oder halt schlimmsten falls entsorgt werden muss.
Ich lege keinen Wert auf neuere Fahrzeuge, denn selbst die alten Kisten haben ein gewisses Etwas, Flair und Charakter, da finde ich altbackenes Design einfach und gut, und vom Interieur und der Verarbeitung her gesehen, halten die sogar auch noch mit, was so sonst einige neue, gehobene Modelle jetzt so mitbringen (aber mitunter nicht bei allen Made in Thailand Fabrikaten zu finden ist).
Naja bei der Sicherheit und Technik, da ist mir die Beschaulichkeit und Einfachheit, 4 Airbags reichen mir→etc., auch etwas lieber, als wenn ich im Motorraum an gar nirgends mehr rankomm'.
Zum Beispiel: Ich sehe da Audis, die, gar nicht mal so billig, naja, für Thaiverhältnisse wiederum vielleicht doch, so um die 100.000 bis 280.000 Baht kosten (z.B. letztgenannter Preis für ein Audi S2 Bj. 1995 → kostet in D. mittlerweile wieder auch 'ne ganze Menge).
Mit 20 Jahren alten Autos habe ich keinerlei Berührungsängste (hab' meinen Audi auch schon 18 Jahre: läuft, und läuft ...), also vielleicht wäre das ja auch in Thailand machbar und eine vernünftige Option.
Gemein was alle haben, ist eine Klimaautomatik (Getriebe- auch), und sehen innen wie außen ganz (bis sehr) manierlich aus.
Eine Klimaanlage (nicht zwingend Automatik) ist natürlich Vorrausetzung, sonst kämen für mich sogar wahre Oldtimer in Frage.
Interessant noch, das die Tachostände im allgemeinen mit 140- bis 240tausend Kilometern für europäische Verhältnisse recht gering erscheinen. Nun wird man den Trick der Kilometermanipulation in Thailand sicherlich auch kennen, oder?
Dazu meine Frage, wenn es um die Werterhaltung für die Zukunft geht: Wie sieht es mit Ersatzteilen aus? Wie viel kosten diese im Vergleich zu den Nichtexoten? Sind diese überhaupt, und wenn, auch einfach und unkompliziert zu erhalten? Oder bedient man sich dann aus dem Bauteilekasten von VW, die ja zumindest in China als Produzent präsent sind (in Thailand eigentlich auch?) ?
Also ist es machbar, einen gepflegten, alten Audi auch normal weiter in Service zu geben, reparieren zu lassen und mit entsprechenden Verschleiß- und Ersatzteilen versorgt zu werden, ohne mit Extra-Luxus-Preisen löhnen zu müssen, oder mit Notlösungen vorlieb nehmen zu müssen?
Gibt es vertrauenswürdige Gebrauchtwagenhändler für deutsche Marken? Und/oder ist den Privatverkäufern eher/auch zu vertrauen?
(Ach so, in der Zwischenzeit, damit sich das Fahrzeug nicht kaputt steht, soll (darf) dann Schwiegerpapa mit der Kutsche fahren.)
A.G.u.G.v. Uwe :wave

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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon thedi » Mo Jul 03, 2017 7:05 pm

Grundsätzlich wäre das mit einer 20-jährigen Kutsche schon machbar. Auch Deine Preisvorstellung könnten etwa hin kommen. Wobei die untere Zahl wohl eher für einen zusammengebastelten Unfallwagen wäre.

Gebrauchtwagenhändler sind als notorisch bekannt. Vertrauen ... Du machst wohl Witze. Bei Privaten kaufen wird wohl etwas schwierig wegen Deinen spezifischen Vorstellungen. Wer hat schon so einen herum stehen? Und wieso soll ein Privater nicht glauben, dass er den 6-er im Lotto gewonnen hat, wenn ein Reicher aus Farangland plötzlich aus heiterem Himmel daher kommt und seine alte Kutsche haben will?

Ich habe vor ein paar Jahren einen 20-jährigen Nissan Pickup gekauft. 120´000 Baht, läuft einwandfrei aber Federung und Bremsen nicht was heute üblich ist, TüV Kontrolleure bekämen einen Organsmus, wenn sie den sähen. Aber er hat sogar Aircond - und vor allem: er läuft auch nach 1 Monat herum stehen auf den ersten Kick wieder an. Als Fahrer braucht es kräftige Armmuskeln: der ist schwer wie ein Lastwagen ohne Servohilfe. Damals war das halt noch state of the art so. Airbags gab es damals noch nicht.

Also wohl nichts für Dich. Aber vielleicht ein Nissan March? Kostet nigel nagel neu, state of the art, in modischen Farben, kinderleicht zu fahren, läppische 390´000 Baht. Ich weiss nicht ob da schon Airbags mit dabei sind, aber wenn nein könnte man das gegen wenig Aufgeld als Zubehör haben. Bei einem 20-jährigen Auto gibt es diese Option wohl eher nicht.

Ersatzteile gibt es vor allem für japanische Autos. Aber Thais können auch mit nicht-genuine-parts basteln. Mein Schwager hat einen schönen alten Peugeot mit einem Toyota Motor. Geht auch.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi

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KoratCat
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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mi Jul 05, 2017 9:21 am

Du kannst ja mal beim Prayurakit-Reisebüro in der Suranaree-Road schräg gegenüber dem Talat Maegimhaeng an der Kreuzung vorbeigehen. Der Besitzer/Gründer, Herr Vichien, hat früher auch die (nun lange geschlossene) VW-Vertretung auf der Mitraparp neben der Mercedes-Vertretung (Cherdchai) etwa gegenüber Lotus Supercenter gehabt. Er wurde in jungen Jahren sogar in Deutschland bei BMW und VW als KFZ-Mechaniker aus- bzw. weitergebildet. Inzwischen müsste er aber mächtig alt sein, wenn er noch ist. Habe fast 25 Jahre nichts von ihm gehört. Er selbst fuhr damals einen sehr gut erhaltenen älteren BMW mit Linkssteuer (aus Laos importiert). Neben fließendem Englisch kann er etwas Deutsch. Er müsste einen Sohn Mitte 20 haben...

Eine Kollegin von mir (Professorin an der Pädagogischen Hochschule) kutschierte auch mit einem mindestens 20 Jahre alten kleinen BMW durch Korat. Audis sind mir hier als noch rollende Liebhaberstücke bisher nicht aufgefallen, Mercedes und BMW gelegentlich.

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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Uwe » Mi Jul 05, 2017 10:58 pm

Ah, danke KoratCat. Gerne können sich (auch irgendwann später) noch mehr melden, die was dazu sagen können.
Ich war erstaunt, dass man doch schon ein paar mehr Audis (nicht nur aus den 90ern, gerade auch jüngeren Datums, natürlich alles Rechtslenker) bei den Händlern (die auch ihre direkten thai-Webseiten haben) zum Verkauf sieht. Dass man diese vielleicht im Getümmel der mannigfaltigen, und in der Überzahl anderer Marken nicht wahrnimmt, kann sich dadurch durchaus erklären.
Eigentlich hatte ich gar nicht nach Audis geschaut (bei BMW's bin ich mir sicher, dass es da weitaus mehr Angebote gibt), sondern nach einem Opel Diplomat. Also einen richtigen Oldtimer, o.k. sogar mit einem V8 ausgestattet. Der dann wirklich schon eine Art eleganter Ami-Schlitten ist, und, das ist das Entscheidende, mit einer Klima-Anlage (ein Originalbauteil von GM) ausgestattet worden ist. Und diese war das erste Mal im Jahre 1969 in einem Opel verbaut. Geschaut habe ich dann natürlich auch bei Holden, da ja Opel diesen in Australien unter dieser Marke vertreibt (bauen ließ), und diese in Thailand eventuell mehr zu finden sind.
Gefunden habe ich bislang noch nichts in Richtung Diplomat, aber ein paar Holden's, die den Opel-Omega widerspiegeln, und auch interessant sind.
Ich streck' mal weiter meine Fühler aus. Da ich mich mehr im Stadtbereich bewegen werde, brauch ich keine Pickup oder SUV, und schaue mehr nach Limousinen.
Ist es üblich (oder gar unmöglich), dass man das in Frage kommende Fahrzeug auch mal einer große Runde (z.B. quer durch Bangkok) zum Testen des Motors (Ölverbrauch) und Getriebe (und weiteres, wie die vorgenannten Herz- und Nierenteile) unterziehen kann? Denn egal welchen Alters ein Gebrauchter ist, wenn die Systemrelevanten Bauteile verschlissen sind, dann bringt das alles nichts. Und die Katze im Sack kaufen, fällt aus (sollte ausfallen).
A.G.u.G.v. Uwe :wave

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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Uwe » Do Sep 07, 2017 2:35 pm

Ich habe schon mal die Fühler ausgestreckt.
Bin gerade an einem VW Passat Bj. 2008, 95.000Km, für 230.000Baht vorbeigeschrabt.
Schade, wie sich herausstellt. Denn Kontakt hatte ich mit dem Verkäufer, und wollte, dass er mit mir mit Line in Verbindung tritt. 2 Tage später war das Ding schon weg. So wie ich das sehe, war das echt 'nen "Schnäppchen". (Das ein genauer Check aller Verschleißteile, Zustand der Elektrik, Zustand Interieur, Werkstattbuch [→stetiger Wechsel des Getriebeöls...], offizieller Import Status, usw. dazu gehört, ist ja klar.)
Bei der Gebrauchtwagenanalyse bei Fahrzeugen aus Deutschland und der Mängelreport bei Fahrzeugen mit 150.000Km Laufleistung schnitten die Marken Audi,VW und MBenz besonders hervorragend ab. Dabei gehen die Baujahre ab 2003 mit besserer Qualität ins Rennen.
Nun, in der Regel sind in Thailand die Gebrauchtautos so im Schnitt auch doppelt so teuer, wie in Deutschland die Vergleichsmodelle.
Bei Audi habe ich die Info, dass die Ersatzteile ca. 30% teurer sind als in Deutschland (→und das ist schon teuer).
Hat jemand eine Info, wie es sich bei BMW verhält?
Falls da die Teile günstiger sind, dann würde ich mich auch mal nach einem 3er umschauen.
Denn eins ist Fakt, Reparaturen und Unterhaltung des Fahrzeuges gehen auch mächtig ins Geld.
Also gibt Farangs, die einen BMW fahren?
A.G.u.G.v. Uwe :wave

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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Uwe » Mo Sep 18, 2017 8:16 pm

Die überraschenden Erlebnisse (Suche nach BMW), bei den netten und freundlichen Autoverkäufern aus Thailand:
Oder Tipps meinerseits und Tricks andererseits:

Für die Onlinesuche für Autos gibt es für wahr nicht allzu viel Auswahl, und dazu auch nicht sonderlich perfekt aufgebaut.
Nun, bei der Seite one2car.com sollte man besonders Obacht geben.
Da tummeln sich nicht gerade die ehrlichsten Bürger und Händler von Thailand rum, und bieten Autos an.
Erfolgreich in ihrem Sinne sind sie allemal. Nur nutzt das einem „verwöhnten“ Farang nichts, der halt schon mal genauer hinschauen kann:

- entweder nur alte Wartungshefte, also vor der offiziellen Importierung geführt, und dann nicht mehr, oder gar keine
- keine oder unvollständige Wartungsarbeiten (meinethalben so: Bremsscheiben runter: ok. Dann nur eine gewechselt, denn die andere Seite war ja noch gut…)
- die wesentlichen vorsorglichen Maßnahmen, wie regelmäßiges Wechseln des Automatikgetriebes und des Zahnriemens + Wasserpumpe (Timing Bell + Water Pump, Minimum alle 100.000Km → eher vorher) sind nicht gemacht worden, oder sind nicht nachweisbar
- Werkstattrechnungen hinterlassen den Eindruck von handgeschrieben Selbstverfassungen, ohne glaubhaften Profi-Werkstatt-Dokumenten Rechnung zu tragen
- angegebene Kilometerleistungen sind dann schon mal bis zu 80.000Km mehr (unabhängig, dass natürlich dennoch am Tacho zusätzlich manipuliert sein könnte)
- teils erwecken die Autos einen seriösen Verkäufer, da dann mal so eben Kindersachen auf den Rücksitzen liegen, oder eine Damenhandtasche, was aber nichts zu bedeuten hat
- in der Regel sind die Motoren so wie aus dem Ei gepellt, dass das schon mal irgendwie auffällig ist
- auch die Polster und Schalter sind manchmal in einem Toppzustand, dass da eventuell was nicht stimmen könnte. Immerhin scheinen die Profis vor Ort auch alle Tricks zu kennen, wo man einen Ahnungslosen täuschen kann (Aufarbeitung des Interieurs, aufarbeiten der Sitze und Polster)
- In der Tat, sind manchmal außen und innen die Fahrzeuge in Klasse Zustand: Nur als Museumsstück sich so ein überteuertes Ding hinzustellen, da man ja halt nicht in den Motor und Getriebe schauen kann
- dann, in meinen Fällen, war zunächst der Eindruck, dass es sich um den Besitzer handelt. Der dann (als Fallbeispiel hier mal mitgeteilt) seinem Bruder das Fahrzeug überließ, um auf die Arbeit zur Uni zu fahren, und entsprechend das Fahrzeug auf dem Uni-Gelände zu besichtigen war. Auf Nachfrage, warum das Fahrzeug nicht zu Hause angeguckt werden könne, naja, das Fahrzeug gehöre auch ihm nicht…
- will heißen: häufig sind mehre Dealer an einem und demselben Fahrzeug beteiligt (um ein Opfer zu finden)
- woher eigentlich die Autos stammen, wem sie wirklich gehören, ist schleierhaft
- die Wohnadresse des vermeintlichen Besitzers wird nicht bekanntgegeben
- es waren Dealer dabei, die konnten sehr gut Englisch, es gab aber welche, die nur Thai konnten. Das sagt also auch nichts aus, ob und was Einer oder Eine im Schilde führt
- in jedem Fall, sollte man immer einen, besser mehrere Leute, an seiner Seite haben. Immerhin sind einige Wenige nicht so friedlich, um nicht eigens aus der Situation an Wertsachen und Bares zu kommen, und um nicht in noch gefährlicheren Situationen zu geraten

Immerhin, in der Tat waren einige Fahrzeuge, die ich vorher in Betracht zog, (dann aber die Punkte wie oben beschrieben griffen, die ein Kauf natürlich nicht zuließen), auf scheinheiliger Nachfrage das Auto kaufen zu wollen, und auch gerne mehr zahle, schon verkauft worden.

Was ich gelernt habe:
Das Wort freundlich erfährt bei mir ab sofort eine neue Bedeutung: nämlich der Anfang des Wortes von freundlich → "freund"… kann getrost gestrichen werden. Bleibt halt ein …licher Verkäufer, …licher Betrüger, …licher Lügner. Naja, gilt vornehmlich aber nur für Thailand. Naja, nicht für alle und jeden, aber schon von Gebrauchtwagenverkäufer von deutschen Autos. Aber ich suche mal weiter nach dem Gegenbeweis. Wird's bestimmt geben...

Nun, eigentlich (falls die Papiere und Besitzer zum Auto eindeutig und echt sind), und die Kiste auch läuft, müsste und könnte man auch gleich Öl und Riemen wechseln lassen. Nur leider sind die Preise für die Gebrauchten in Thailand doch schon so überzogen, dass es schon nicht mehr so einfach wegzustecken ist. Und wer weiß, was für Überraschungen das Auto in der Vergangenheit noch so hatte, was sich später offenbart. Denn über alles wird wohl nicht gesprochen.

Für mich ist es eigentlich nur eine Sache, ein altes deutsches Auto zu kaufen, da die Verarbeitung immer noch auf hohem Niveau ist, und ich eine gute Beziehung zum alten Design habe, und auch nicht so viel für einen Fahrbaren Untersatz ausgeben bereit bin. Für einige Thais scheint aber, egal wie alt so ein Auto aus Made in Germany ist, die deutschen Autos einen immensen Statuswert zu haben, und entsprechend sogar glauben, dass ein Gebrauchter auch einen riesigen Verkaufs- bzw. Kaufwert haben muss (wir sind hier beim Dreifachen: statt 3500€ in EU und USA, 420.000Baht in Thailand, für ein Auto: ca. Bj. 2003 und ca. 150.000Km: Jenseits der Verhältnismäßigkeit: Selbst in Betracht des damaligen Einfuhrzolls. Und, bei anständiger Wartung, na dann kann ein Diesel und ein V6 durchaus die ½ Mio. Km-Marke reißen.)

Nun, bei denn Farangs wurde ich auch pfündig. Guter Preis und ordentlicher Zustand (doppelter Preis, als in D. üblich, aber ok.). Viele Sachen nachweislich gemacht (Getriebe, Querlenker...), aber da ich nicht die Werkstätten (z.B. Audi und VW) vor Ort in Chiang Rai habe, wie man sie in Bangkok und Südthailand vorfindet, habe ich Abstand davon genommen.

Was bleibt:
Abwarten (vielleicht auf ein E-Auto) und Tee trinken.
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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Uwe » Do Sep 21, 2017 8:27 pm

Hier ein und das gleiche Auto, gleiches Update-Datum und zwei unterschiedliche Tachostände:
DSCF0248 -1.JPG
DSCF0248 -1.JPG (528.67 KiB) 9203 mal betrachtet

DSCF0249 - 2.JPG
DSCF0249 - 2.JPG (536.91 KiB) 9203 mal betrachtet

Und bei diesem Fahrzeug wird eine Laufleistung von 40.000Km angegeben (Bj.2013). Wenn man auf die Sitzflanke, die nicht einzeln abgebildet wurde, rechts beim Einstieg des Fahrers guckt, muss man davon ausgehen, dass vorweg bei der Km-Angabe mindestens noch eine 1 gehört:
DSCF0250.JPG
DSCF0250.JPG (578.06 KiB) 9203 mal betrachtet

Halt unseriöse Angebote der Seite one2car.com.
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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Khun Hans » Fr Sep 22, 2017 5:50 pm

Hallo Uwe
Ich denke man kann nicht alle Autohändler in one2car über den gleichen Kamm schehren!!
Es gibt auch gute, die werden sogar von Farangs empfohlen.

Ein Langjähriger Berner Freund, hat mir diesen Händler als seriösangegeben.

Ich habe mir zwar nicht bei Ihm, weil nichts da war, aber ebenfalls auf Empfehlung hin einen alten Benz geleistet.

Benz-blau1.jpg
Benz-blau1.jpg (207.53 KiB) 9165 mal betrachtet



Ist mir aber klar, dass da einiges auf mich zukommen kann, doch gegenwärtig geniesse ich es, über die Landstrassen zu gleiten.
Ist 13 Jahre alt, und hat 200'000km drauf, was für diesen Motor und auch Auto, richtig eingefahren ist.

Gruss Khun Hans

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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Uwe » Fr Sep 22, 2017 6:24 pm

Genau das ist es doch, was ich, und vielleicht andere, brauche(n), dass die guten Empfehlungen bekannt gemacht werden, da sonst die Suche wirklich sonst mit fast zu erheblichen Aufwand, und immer noch ein stückweit mit zu hohem Risiko, verbunden wäre.
Also, wer noch gute Erfahrungen gemacht hat, oder davon gehört, dann her damit.
Ich meine, zu alten Autos, dass es schon ein kleiner Vorteil ist, sein Leuchtmittel im Scheinwerfer alleine wechseln zu können. Noch interessanter wird es bei der Batterie, die eben mal so abklemmen is' nich' mehr, weil man dann in die Werkstatt muss, um die Sache neu zu "programmieren".
Es gibt selbst bei älteren Modellen, z.B. BMW, den Abgleich des Kilometerstands zwischen Tacho und Zündschlüssel zu machen.
Gut, wenn es die Möglichkeit gibt, auch den Schlüssel zu hacken, dann hat man kaum 'ne Chance, den wahren Kilometer als echt zu definieren.
Weil es bleibt wohl dabei: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist (wäre) besser.
Und einem Verkäufer wird es bestimmt einfacher gemacht, je weniger der Käufer hinterfragt.
Nur, so eine Anschaffung ist schon mit großem Finanzeinsatz verbunden, da kann sich kaum ein Kunde ein Fehltritt leisten.
Gibt es eigentlich eine Art Garantie, oder Kulanzabwicklung bei einen, na sagen wir mal Jung-Gebrauchten, beim Händler?
A.G.u.G.v. Uwe :wave

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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Uwe » Mi Nov 15, 2017 5:20 pm

Auf der Recherche bin ich auf einem deutschen Kfz-Mechaniker gestoßen, der in Pattaya einige Werkstätten hat, und vorrangig Audis, BMW’s und Oldtimer repariert.
Ich habe sein Einverständnis, ihn zu zitieren. Recht herzlichen Dank an Dich H.
Da es aber so wertvoll inhaltsreich ist, erlaube ich mir hier, das Wesentlichste anzuführen:

„Der Gebrauchtwagen Markt generell in Asien und speziell in Thailand tickt anders und ist gefährlich wenn man sich nicht auskennt: egal welche Marke.
Es wird betrogen geschummelt und beschissen:
Kilometer werden runtergedreht es sind Unfallwagen aus 2 mach einen und Reparaturen werden nur stümperhaft durchgeführt mit teilweise kopierten Ersatzteilen oder mit Toyota oder Nissan Teilen modifiziert.

Es spielt da keine Rolle ob Audi, Nissan oder Toyota → was will man auch erwarten von Leuten, die Mechaniker nie gelernt haben und in den meisten Fällen nur eine unzureichende Schulbildung haben Die Leute haben just by doing sich Mechaniker angelernt.
Wenn du einigermaßen sicher gehen willst, musst du neu kaufen und das alle 3 - 5 Jahre das ist dann noch keine 100 % Garantie. Aber in der Regel mit wesentlich weniger Kopfschmerzen.

Audi Benz und BMW fährt man hier in Thailand nur aus Überzeugung und zahlt nicht nur 30 % mehr sondern 100 oder sogar 150 % mehr. Man hat wesentlich mehr Komfort, sicheres Fahren bei Unfall, mehr Ausstattung und vor allen Dingen viele Neider oder große Anerkennung von Thais.
Weil diese Autos eben geliebt sind, und sich Thais aber nicht leisten können.

Mit Wartung und Reparatur ist es mit ALLEN MARKEN hier schwierig. Man muss suchen und ausprobieren.
Ersatzteile kein Problem für alle Marken für Audi Benz und BMW. Hier in Thailand als Original teurer bis zu 100 % und mehr.
Da wir aber Deutsche sind, können wir aber uns die Teile aus Deutschland bestellen oder mitbringen lassen und dann sind sie wesentlich bis zu 100 % billiger als jedes andere Toyota Ersatzteil!

Audi, Benz und BMW brauch ich nicht erwähnen. Vor allen Dingen die großen Motoren und älteren Modelle sind gut sicher und qualitativ für mehrere 100.000 Kilometer gut, solange man es pflegt und hegt, und Teile nicht erst auswechselt wenn sie defekt sind sondern vorher: hier Zahnriemen angemerkt.

Größere Probleme sind zu erwarten bei allen Automatikgetrieben ab 200 tsd km bei allen Marken.
Und da gibt es in BKK und Chonburie von allen namhaften Herstellern Instandsetzer: z.B. FZ oder Aisin Warner.
75 % aller Getriebe decken die ab, und da kostet eine komplette Instandsetzung mit ein und Ausbau Öl ca. 25 - 30000 Baht. Ist also überschaubar.

Das 2. Problem hier sind Fahrwerkskomponenten aufgrund der Straßenverhältnissen und des Klimas.
Relativ zügig, so alle 50 Km Mittelklasse Wagen, Kleinwagen schon ab 25 tsd km, sind da Reparaturen fällig: Buchsen Stoßdämpfer Querlenker etc. Auch relativ problemlos und günstig.

Das 3. Problem ist die Elektronik. Alle Fahrzeuge haben ab Bj. 95 ohne Ende je nach Modell sowas verbaut.
Nur wenige haben Ahnung davon bzw. überhaupt einen Computer, um sowas zu Reparieren.
Da wird schnell ein kleines Problem zum riesen Drama.
Toyota Faxh-Werkstätten oder Nissan haben wunderschöne Gebäude und Verkaufshallen, aber keinen Computer um sowas zu Reparieren.
Die Autos stehen dann lange Zeit, und es wird sich von einer andern Werkstatt sowas geliehen, da diese OBD Computer mal eben mehrere 100.000 Baht kosten.
BMW ist da Fortschrittlicher. alle haben das, aber die Reparaturen in solchen Werkstätten sind teuer. Da kostet ein simpler Batterie Wechsel mal eben 15.000 bis 18.000 Baht (unglaublich): Originalteil... Dabei wird ein OBD Computer gebraucht, da die Elektronik die neue Batterie sonst nicht erkennt.

Hast du Ahnung davon und kannst auch mal selber Hand anlegen überlege mal an ein Classicer ohne viel Elektronik.
Die machen Spaß sind easy zu warten und reparieren.
Schöner alter V8 von Benz oder ein W 123 Benz mit Motoren, die als Taxis in Deutschland locker 1 Mio km drauf hatten.
Lass die Finger von allen modifizierten Autos mit nicht originalen Motoren Getriebe etc.
Zudem sind sie für kleines Geld zu haben ab 80-100.000 tsd. für einen guten Zustand und der Clou je älter er wird desto wertvoller wird er.
Und je schöner du ihn erhältst desto grösser ist die Anerkennung der Thais.

Und ich bleibe dabei. Kaufe neu. Alles andere ist nicht tragbar für dich:
Und wenn du keine Ahnung vom Schrauben hast oder jemanden in deiner Nähe hast dem du anstandslos vertrauen kannst.
Einen Gebrauchten ist easy zu kaufen. Den aber in Schuss zu halten und deinen Mechaniker zu finden ist das Problem.
Das wirst du auch bei einem Neuen schmerzhaft erfahren, wie in einem original Toyota oder Nissan geschraubt wird.
Garantie: Vergesse bitte! Die gibt‘s auf Papier, aber nicht real. Nur mit viel Ärger und Schreiberei.

Hier in Thailand ist Neu oder gebrauchte Autos ein völlig anderer Markt.
Die ticken hier anders als der Rest der Welt: vom Preis von der Einstellung, letztlich von allem....
Deshalb für Leute für dich: Nur neu ist treu (solltest du nicht gerade ein Montagsauto bekommen haben).
Du willst bestimmt nicht deine Zeit mit Werkstattaufenthalten verbringen.“

Ich denke, selbst bei eingesetztem, eingeschläfertem Heimatqualitätsanspruch, und auf angepasste seichte, leichte und entspannte Frohnaturgelassenheit in Thailand, kann man bei solch hohen Werten eines Fahrzeuges, und in Anbetracht von notwendiger Zuverlässigkeit und Sicherheit, diese manchmal eigens thailändisch kreierte Interpretationsregel von Anwendung der Ehrlichkeitsspielräume nicht ohne Weiteres hinnehmen.
Da vermisse ich wirklich, wie in Amerika üblich, professionelle Sachverständige, die auch dem Laien unter die Arme greifen, und so automatisch das Niveau von Gebrauchtwagen angehoben wird, und um den Scharlatanen das Möchtegern-Handwerk zu erschweren.

Ich habe mal nach japanischen Alternativen geschaut: Die „Made in Thailand“ Toyotas und Co. sind ja von der Verarbeitungs- und Ausstattungswertigkeit eine andere Liga.
Bei Subaru habe ich den Eindruck, dass es das gleiche Auto ist, wie es international auch auf die Straßen kommt, und ein entsprechend hohes Niveau verspricht. Und der Preis ist nicht wesentlich höher als die heimisch Gefertigten.

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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Uwe » Fr Okt 05, 2018 7:35 pm

Als PickUp schon ein geiler Schlitten, weil mit guter Idee 'umgeschnitten':
DSCF0451.JPG

DSCF0450.JPG
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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon dogmai » Mo Okt 08, 2018 10:31 pm

Uwe hat geschrieben:... sind sie wesentlich bis zu 100 % billiger als jedes andere Toyota Ersatzteil!


Ja das ist doch mal was :spin :spin , wenn die kostenlos gibt :bäh . Prozentrechnen im Quadrat.
Frühes Aufstehen ist der erste Schritt in die falsche Richtung.
http://www.kurt-singer.de

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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Schiwago » Mo Jan 21, 2019 5:06 pm

Hallo zusammen,

ich beabsichtige einen gebrauchten Mercedes 190E zu kaufen, ab 60000,00 Baht werden die hier Internet angeboten, Ersatzteile würde ich mir aus Deutschland schicken lassen, das Angebot an Teilen ist bei E-Bay ist sehr gut.
Ich habe geplant das der Verkäufer mir das Auto hier vorführt, ausser meiner Ehefrau wird noch ein weiterer Verwandter bei der Begutachtung des Fahrzeugs dabei sein, auch ist geplant das Fahrzeug von dem TÜV vor Ort begutachten zu lassen.
Was spricht für den 190er, es ist noch ein echter Mercedes, mit relativ einfacher Technik, die auch die Schrauber hier beherrschen sollten, kein Zahnriemen sondern Kette ( ich hoffe Duplex ) Minuspunkt ist das schlechte Raumangebot, hier den Wagen auf den ich es abgesehen habe, mit Schaltgetriebe was wohl selten ist in Thailand.
Ich würde mich freuen über eure Meinungen.
Gruß
Lothar

https://chobrod.com/car-mercedes-benz-1 ... id14442671
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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Uwe » Mo Okt 28, 2019 8:54 pm

Nun, die Sache mit deutschen Autos kann wohl eher in der südlichen Region Thailands funktionieren. Letztendlich aus Gründen, die sich auf Handwerker aus DACH beziehen, die es dort (noch) gibt.
Immerhin, ein Abstecher in der Stadt Chiang Rai beim Subaru-Händler zeigte Gewissheit: Einige Modelle sind original aus Japan -also nicht Teile aus Japan und zusammengesetzt in Thailand-, und die original Ersatzteile sind auch mit 20% Aufschlag (so wurde es mir mittgeteilt, auf die Frage hin, wie sich das gegenüber den normalen Teilen verhält) noch im Rahmen des Verträglichen.
Die Preise eines Subarus sind auch nicht großartig teurer als ein Toyota der in Thailand gefertigt wurde.
Dass, was mich dabei interssiert, ist der Qualitätsvorsprung der Materialien und das der Verarbeitung im Vergleich der Japaner der heimischen Fertigung.
Vielleicht gereicht die Qualität nicht den des deutschen Oberklasse-Standards, aber das Mittelklasse-Niveau wird ereicht.
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Re: gebrauchte deutsche Autos (hier Audi) kaufen: machbar?

Ungelesener Beitragvon Uwe » Mo Nov 04, 2019 3:23 pm

Ob da was Deutsches aus Vietnam kommt?:
VinFast mit BMW 5er + X5
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