Erdung

Für alle Themen rund um den Strom beim Hausbau, seien es Kabelverbindungen, Steckdosen, Verteilerdosen, Erdkabel, Sicherungskästen, Wasserpumpen, Klimaanlagen, Beleuchtungssysteme etc.
Axel
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Erdung

Ungelesener Beitragvon Axel » Mo Dez 15, 2014 10:37 pm

:wave
Hallo Foristen,
nachdem nun das Fundament fertig ist und die Betonpanele (quasi die Bodenplatte) heute aufgelegt wurden, habe ich mich beim Thema "Erdung" für folgende Variante entschlossen.
1 x Erdspieß aus Kupfer, 4 m lang von GLOBAL
Dieser wird im Bereich Technikraum im Boden versenkt, sodaß noch ein bischen rausschaut um das Kabel, welches ins Haus führt daran festzuklemmen.

:D Hat da jmd. aus fachmännischer Sicht was dagegen ? :wie

Ursprünglich wollte ich die Erdung (Sai Din) so wie in D üblich machen. Also Ring-erdung als umlaufenden Fundamentstreifen mit einem darin verlegten Erdungsbandstahl. Aber da haben mich meine "Baufachleute" mit großen Augen fragend angeschaut. Außerdem habe ich bei GLOBAL nichts gefunden was Ähnlichkeit mit einem rostfreien Erdungsband hat.

Als Elektro-Laie denke ich daß die Sache so funktionieren müßte.

Was meint ihr dazu ?

Beste Grüße
Falang

:wave

olaf (x2015)
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon olaf (x2015) » Mo Dez 15, 2014 10:47 pm

hi falang
fundament fertig , BILDER ;BILDER ;BILDER missing !!!
bye olaf

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Detlef
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon Detlef » Di Dez 16, 2014 12:12 am

Grüß dich, Falang!
(Sag mal, was spricht von deiner Seite eigentlich dagegen, sich mit realem Namen, so wie z.B. "Detlef", anreden zu lassen. Zumindest ich finde das albern, dich mit "Falang" anzureden. Wo ich doch weiß, wie du im normalen Leben angesprochen wirst. :lol: )

Also, ich hatte heute ein sehr ausführliches Gespräch mit einem Bekannten, der etwas von der Materie versteht. Mir rauchte anschließend zwar der Kopf, aber ich glaube, einiges gelernt zu haben.

Es ist anzunehmen, das dein "Tiefenerder" nicht aus Kupfer, sondern aus Stahl besteht. Mit einer dünnen Kupfer-Auflage. Man sollte mit dem Kabel (welcher Querschnitt?) nicht direkt in's Haus an die Erdungs-Schiene in der Unterverteilung gehen, sondern zunächst an eine Potentialausgleichs-Schiene. (gibt es hier möglicherweise nicht, dann importieren) An dieser Schiene wird auch ein Kabel befestigt, welches zum metallenen Dachstuhl führt und an diesem befestigt wird. Auch weitere metallene Gegenstände, die im Haus eingebaut sind (Wasserleitungen aus Kupfer z.B.) sollten mit der Potentialausgleichs-Schiene verbunden werden. Die Armierungen der Säulen und des Fundamentes sind bei der hiesigen Bauweise bereits über den Dachstuhl mit dem Potentialausgleich verbunden.
Der Kabelquerschnitt sollte dem der Zuleitung von "draußen" entsprechen. Sollte die Zuleitung aus Alu bestehen und z.B. einen Querschnitt von 35 mm² haben, sollte das Erdungskabel, welches aus Kupfer bestehen sollte, mindestens 25 mm² haben. Sollte die Zuleitung aus Kupfer sein, gleicher Querschnitt für das Erdungskabel.
Tiefenerder aus Stahl sind auf Dauer problematisch. Die dünne Kupferschicht schabt sich beim Einschlagen möglicherweise an einigen Stellen ab. Er kann korrodieren. Durch die Korrosion kann sich der Ohmsche Widerstand erhöhen, bis zu einem Punkt, wo man gar keine ausreichende Erdung mehr hat. Der Widerstand sollte 2 Ohm nicht übersteigen. Messen kann man das aber nur mit einem speziellen, teuren Messgerät. Mit einem normalen Ohmmeter kann man nichts ausrichten.
Optimal sollte ein Tiefenerder aus V4A (hochwertiger Edelstahl) bestehen, mindestens 15 mm Durchmesser haben und 6 Meter lang sein. V4A ist hier wahrscheinlich nicht zu bekommen. Also muss V2A reichen.

Fundament-Erder wird man hier wohl vergeblich suchen.

Ich werde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit meine Anlage neu erden. So wie hier beschrieben. Mein Tiefenerder ist innerhalb des Fundaments eingeschlagen worden. Gleicher Typ, wie du ihn gekauft hast. Aber nur 3 Meter lang. Hinzu kommt, das der Kabelanschluss so gelagert ist, dass der durch die Bodenverfliesung verdeckt ist. Man kommt also nicht mehr dran. Und da Zement nicht unbedingt freundlich zu Metall ist, ist abzusehen, dass irgendwann kein ausreichender Kontakt mehr zum Erder besteht. Auch gibt es keinen Potentialausgleich. Ich habe kalte Füße bekommen. Nicht zuletzt wegen der Tatsache, dass mein 8 KW DLH an 2,5 mm² Kabeln hängt. Die Erdung hat nur 1,5 mm². Also, halte die Augen auf! Bestehe darauf, dass die erforderlichen Kabel-Querschnitte eingehalten werden! Und lass dir keine überdimensionierten "Breaker" einbauen. Bis die ansprechen, haben die unterdimensionierte Kabel die Rolle schon übernommen und sich in Wohlgefallen aufgelöst. :lol:

Gute Nacht, mein Gudster! Träum was schönes. :lol:
...selbst ist der Mann! (wenn man ihn lässt und wenn er kann)

Axel
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon Axel » Di Dez 16, 2014 2:05 pm

:salut

Kop Kun Kap @ Detlef für die Ausführungen zum Thema.
Ist für mich insgesamt alles plausibel bzw. macht Sinn.

Daß der Erdungsstab von GLOBAL kein Massivkupferstab, sondern nur mit Kupfer beschichtet ist denke ich auch.
( ... was ich aber beim nächsten Besuch prüfen werde, bzw. noch mal dort nachfrage)

Was heißt V2A bzw. V4A Erdungsstab auf Thai ? :wie
und ... wo könnte ich sowas bekommen ? (4m lang) :wie

@ Detlef - wenn wir zwei kaufen - wirds dann billiger ? :wie

Anrede:
Also meine Frau redet mich immer mit "Ham Keng" an - keine Ahnung was das heißt ... :lol:
Ansonsten ist mein Name AXEL und selbstverständlich darf ich auch hier im Forum so genannt werden.
(Kann ich meinen Nick bzw. Anmeldenamen wechseln ?) :wie

Beste Grüße
Axel

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thedi
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon thedi » Di Dez 16, 2014 2:44 pm

Was Detlev schrieb stimmt und entspricht sicherlich den Normen in DE. Wenn man es so macht, dann ist sicher alles gut. Nicht nur gut - perfekt und dann nochmals mehrfache Sicherheit zur Sicherheit dazu.

Anderseits muss man auch sehen, dass Erdleiter eigentlich kaum je zum tragen kommen. Praktisch alle Geräte haben heute nur noch zweipolige Stecker. Es gibt ein paar Ausnahmen, und bei denen ist der grün-gelbe Erdleiter irgend wo am Gehäuse fest geschraubt. Nicht mit 35 mm2, sondern mit einem dünnen Käbelchen.

Denn es geht nur darum einen allfälligen Fehlstrom, der aber sowieso nie entstehen dürfte, abzuleiten, so dass der FI anspricht und den Strom abschaltet. Die Erdung muss nur besser leiten als ein Mensch, der ein defektes Gerät berührt. Wohl verstanden, wenn ein Stromleck besteht, und eine Erdung besteht, wird der FI den Strom schon lange bevor jemand mit seinen Fingern daher kommt den Strom abschalten. Die Erdung so gross zu dimensionieren wie den Hausanschluss, geht davon aus, dass die ganze Leistung, die vom Netz kommen kann, über den Erdleiter abgeleitet werden müsste. Das ist aber kein realistisches Szenario.

Ich bin sicher, dass Du mit einem 4 Meter Metallstab im Boden eine genügende Erdung hast für alles was irgend wann passieren könnte - mit Ausnahme eines Volltreffers durch einen Blitz. Und dann würde auch die perfekte Erdung nicht verhindern, dass die meisten Elektrogeräte kaputt gingen. Wenn Du an Blitzschutz denkst, dann ist das A und O den Stromstoss aussen abzuleiten. Einen Blitzschutz sollte man daher nicht mit dem Erdleiter der Elektroinstallation im Haus zusammen schliessen, sonst kommt der Stromstoss genau über diese Erdleiter ins Haus und zu allen geerdeten Elektro Geräten.

Aus der Sicht von Blitzschutz ist Dein Konzept - ein einziger Erdstab zu allen Erdleitern im Haus - richtig. Wenn mehrere Erdstäbe verwendet würde, könnte bei einem Blitzeinschlag in der Nähe, Strom über Deine Erdleiter fliessen. Richtig ist also: ein Erdstab und von dem aus gehen die Erdleiter sternförmig ins Haus. Und Blitzschutz - dazu gehört auch Erdung des Dachstocks, wenn er aus Metall ist - geht ausser Haus, separat in eine Erdung die möglichst in der andern Ecke des Hauses in den Boden geht. Hier wären dicke Kupferdrähte sinnvoll.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi

olaf (x2015)
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon olaf (x2015) » Di Dez 16, 2014 4:26 pm

Grüße
Ich habe da mal was gefunden bei youtupe Blitzschutz und Erdung aus thailänder Sicht/ Fachleute
Eure Frauen können Euch bei der Übersetzung behilflich sein.
Tschüß Olaf

http://youtu.be/_LCjyvA1vtM

Leebanon
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon Leebanon » Mo Jan 12, 2015 5:34 pm

eine Strominfrastruktur ist überall in Thailand anders, sodass jeder Hausbesitzer in seiner Gegend eine besondere, nur für ihn geltende Realität vorfindet.

Gerade beim Thema Erdung wird das deutlich, denn Erdung ist von verschiedenen Faktoren abhängig,
wozu auch die Leitfähigkeit des Bodens gehört.
Ein absinkender Grundwasserspiegel, eine Versalzung des Boden, Veränderung des Alkaliwertes, alles hat Einfluss.

Der eigene Erdstab wird irgendwann seine Aufgabe nicht mehr erfüllen können,
einen Erdstabtester, der bequem vom Sicherungskasten den Erdstab auf seine Funktion testet, habe ich noch nicht gefunden,
das Prinzip dieses Testers ist ganz einfach, eine Lampe ist auf der einen Seite mit der Phase verbunden,
mit der anderen Seite mit dem kabel zum Erdungsstab.
Brennt die Lampe, fliesst der Strom ab, also funktioniert der Erdungsstab, fliesst er nicht ab, ist der Erdspiess durchgegammelt, oder die Leitfähigkeit des Bodens reicht nicht mehr aus.

Normalerweise fliesst bei einer Lampe der Strom über den Nulleiter ab,
er fliesst vom Meter mit den Nulleiter-strömen der Nachbarschaft zum Generator.

Am Generator fliesst er dann in die Erde.
Leider kann auch die Erdung des generators mangelhaft werden,
was zur Folge hat,
dass man nun plötzlich über die Nulleiterverbindung, einen nicht erwünschten Stromfluss von aussen, ins innere Netz bekommen kann.
Da in Thailand in jedem Sicherungskasten eine MEN verbindung verlangt wird,
was bedeutet, dass Erdungsschiene und Nulleiterschiene miteinander verbunden sein müssen,
sodass bei einer mangelhaften Erdung des Generators, der Strom ausschliesslich über die privaten Erdspiesse der Nachbarschaft abfliesst,
(also im schlimmsten Fall, fliesst der Strom der Nachbarschaft, die keine Erdung hat, über den eigenen Erdspiess in den Boden ab,
weil der Energieversorger sich Zeit lässt, seinen Generatorerdspiess zu reparieren, oder überhaupt nicht von dem problem bescheid weiss,
oder sehr wohl bescheid weiss, dass der Untergrund um den generator sich negativ verändert hat, und zur Erdableitung nicht mehr taugt.

Nun hatte ich mir schon überlegt, dass ich gerne ein Relais hätte,
dass feststellt, ab wann von meiner Nulleiterverbindung der Strom nicht mehr nach aussen abfliesst, sondern nur noch über meinen Erdstab,
und dass von Aussen nun über meinen Nulleiter, der Strom der nachbarschaft von Aussen über mein Netz abfliessen will.
Dann sollte das Relais halt abschalten und meine angeschlossenden geräte schützen.

Man kann es auf den Nenner bringen,
hat man es mit einem alten generator des Energieversorgers zu tun,
hat man in puncto Elektrik sehr grosse probleme.

Ein anderes Problem,
in jedem generator sollten sich gewisse Wiederstände, nennen wir es grober Überspannungsschutz gegen Stromspitzen im netz geben,
die eine Überspannungswelle im Netz abfedert.
Überspannungsschutz im eigenen Hausnetz ist unterteilt in 3 Stufen,
ein grober Überspannungsschutz im Sicherungskasten,
ein mittlerer Überspannungsschutz in Form einer UPS, zum Schutz der teureren Geräte,
(die STeckdosen Leisten mit "Überspannungsschutz" ersetzen keine UPS und taugen eher für den feinen Überspannungsschutz).

Setzt man seine UPS ohne einen groben Überspannungsschutz im Sicherungskasten, dem Risiko aus,
hat man, wie bei mir, alle 3 Monate einen Garantiefall einer UPS.

Eine UPS Batterie hält im Schnitt 2 bis 3 Jahre, eine 100 Euro UPS besteht aus 2 Batterien, die zusammen ca. 50 Euro kosten.
Ist die UPS komplett tot, das Display dunkel, keine Reaktion zwischen Stromverbindung oder keine,
lasst Euch nicht sagen, dass die UPS einen Totalschaden hat, weil ein totes Display bedeutet,
dass das Motherboard der UPS tot sei,
auch in diesem Fall funktionierte nach dem Tausch von 2 neuen batterien wieder alles tip top.

Bei Notebook-Reparaturen wegen Überspannung Vorsicht !
Bei mir wurde nicht repariert, sondern ausgetauscht mit einem anderen Gebrauchtteil (Motherboardplatine),
dass nur "ein bischen kaputt" war, aber noch funktionierte. Bekam, wie üblich nur 1 Monat Garantie, - nach 2 Monaten war es auch hin. ( 2.500 Bt. für die Katz)

Wer einen elektrischen Torantrieb besitzt, muss damit rechnen, die Steuerplatine des Torantriebs regelmässig ( alle 2 Jahre) zu ersetzen,
alle verwenden dieselbe Platine, Autogate controller model G10, (ca. 3.500 Baht bei Service Firma für eine no-name Karte, 5.000 für ein Garantieprodukt)

http://www.alibaba.com/product-detail/S ... 62088.html
also solange man sein Heimnetz noch nicht ausreichend gesichert hat,
sollte man sich die dadurch kaputt gehenden Komponenten billig besorgen und zurück legen,
bis man sie auswechseln muss.

Leider betrifft dies auch die Controllerkarten der Aircons, (1.650 Baht für eine Samsung)
doch hier herrschen grosse Unterschiede zwischen den Herstellern.

ps.
zum Thema Durchlauferhitzer
Großverbraucher, wie Durchlauferhitzer benötigen höhere Kabelquerschnitte. Bei einem Durchlauferhitzer mit 6000 Watt Anschlussleistung wäre z.B. ein Drahtquerschnitt von 6 mm2 und eine Absicherung von 32 Ampere erforderlich.

http://www.siam-info.de/german/e-installation.html

bei 6 KwH 6 mm2, bei 8 KwH eher 8 mm2 (aber das nur am Rande).

Megaman
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon Megaman » Do Feb 18, 2016 8:49 am

Frage zur Erdung an alle "Spezialisten":
Warum kann ich nicht vor dem Betonieren eine Leitung an die Eisenarmierung de Fundamente anschließen und aus dem Beton herausschauen lassen, daran später das Erdungskabel anschließen? Wäre meiner Meinung nach doch eine super Erdung ! :wie

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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon thedi » Do Feb 18, 2016 1:24 pm

Ich bin kein Spezialist - aber sage trotzdem warum:

Wenn ein Blitz einschlägt, wird eine riesige Energie durch den Blitzableiter abgeleitet. Dadurch wird er so stark erhitzt, dass Armierungseisen - wenn sie als Blitzableiter missbraucht würden - den umschliessenden Beton beschädigen könnten. D.h. Deine tragenden Säulen könnten explodieren.

Mit freundlichen Grüssen

Thedi

Thomas
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon Thomas » Do Feb 18, 2016 3:49 pm

Megaman hat geschrieben:Frage zur Erdung...


Hallo Megaman,

für die von Dir gewünschten Informationen empfehle ich die nachfolgende Broschüre:

http://www.elektro-plus.com/pdf/fundamenterder.pdf

Viele Grüße

Thomas
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„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)

Megaman
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon Megaman » Do Feb 18, 2016 7:20 pm

Hallo Thomas,
das war mal ein echt kompetenter (nicht imp.. :lol: ) Hinweis ! Mit diesem Link ist alles gesagt, mehr gibt es nicht zu sagen zu diesem Thema !
Schon abgespeichert !
Super ! :prost

Tuarek
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon Tuarek » Do Feb 18, 2016 7:39 pm

Möchte aber euch (Thomas und Megaman) folgendes zu bedenken geben:

Auf dem Höhepunkt der Trockenzeit ist bei der in Thailand üblichen Gründungstiefe sicher alles "Furztrocken",
deutsche Maßnahmen also ziemlich wirkungslos.

Werde "meine" Methode daher anwenden, so machten es die Ex-Jugoslawen auch.

Im trockenen Karst war auch keine vernünftige Erdung möglich. Die verlegten ihre Erdung in den Tiefbrunnen.
Wird in Thailand nicht so einfach gehen, da die notwendigen Bohrdurchmesser für eine gemeinsame Verlegung
einer Tiefbrunnenpumpe und einem Erdungsstab wahrscheinlich nicht ausreichen.

Bedenkt man aber, was eine vielleicht 15m tiefe Bohrung kostet, (dürfte in Zusammenhang mit einer richtigen
Tiefbrunnenbohrung inkl. Pumpe etc. beinahe für Lau zu haben sein) dann ist man wieder genau bei dem Preis
von Edelstahlerder sein (wahrscheinlich sogar darunter), kann aber sicher sein, dass man in der Trockenzeit "geerdet" ist

Brunnenbauer bestellen, der soll bis zur ersten dauerhaft feuchten Schicht bohren, dann ins Brunnenloch ein
Edelstahlrohr mit der notwendigen Länge einbringen, mit Sand das Bohrloch auffüllen,mit einer Schelle http://www.proepster.de/Shop/big_pics.p ... 111393.png das Erdungskabel anbringen und dann das Erdungskabel zum Potenzialausgleich verlegen.

AusmTiefstenIsaan
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon AusmTiefstenIsaan » Fr Feb 19, 2016 1:47 pm

Hmm. Ene solche Ausführung wäre sicherlich technisch überlegen, problemlos durchführbar und erschwinglich. Aber ich bin mir sicher: Wenn ich in oder neben meinem Häuschen ein Wasserloch graben liesse, darin ein Edelstahlrohr versenken würde und das Loch wieder auffüllte, dann würden die Leute im Dorf nicht mehr "der Farang ist ein bischen seltsam" denken, sondern: "Jetzt isser total plem-plem". Nee, DAS Risiko gehe ich nicht ein :-)

Es mag an anderen Stellen anders sein (wie so oft), aber ich habe bei 3,5m Wasser im Boden, auch wenn es sonst "furztrocken" ist. Der "übliche" 4m-Kupferstab reicht aus.

LG von Holger

YasoKlaus
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon YasoKlaus » Mo Mär 21, 2016 6:12 pm

Was ist denn der eigentliche Sinn einer Erdung im Hausnetz?

Die Erdung soll bei Falschkontakt, zum Beispiel einem Aussengehäuse, auch ohne Berührung "Erdung" durch eine Person den FI-Schalter "SafetyCut" auslösen.
Wenn schon eine Erdstrippe überall im Haus aufgelegt wurde, wird die FI-Auslösung bei fehlendem Abstrom durch den Erdspieß auch sicher durch eine Verbindung der Erdschiene im Schaltkasten mit dem Null-Leiter ausgelöst. Die Verbindung zum Null-Leiter muss natürlich vor der Auflage am FI-Schalter vorgesehen werden, da dieser den abgegebenen Strom mit dem "zurücklaufenden" Strom vergleicht. Strom, der über die Erdschine vor dem FI abfließt, wird bemerkt und löst die FI-Abschaltung aus.

Das Ausmessen einer fehlerfreien Erdung ist sehr aufwändig, weil das Messgerät ziemlich teuer ist. Einfacher geht es, indem in der Nähe eines aktiven Verbrauchers mit einem Durchgangsprüfer in der Steckdose Null- und Erdleiter verbunden werden. Geklappt hat's, wenn der FI abschaltet :-)

AusmTiefstenIsaan
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Re: Erdung

Ungelesener Beitragvon AusmTiefstenIsaan » Di Mär 22, 2016 9:06 pm

Ähh, nö!

Die Erdung ist IMHO dafür da, dass der Strom (ein noch faulerer Geselle als ich, der geht IMMER den Weg des geringsten Widerstandes) im Falle einer falschen Abzweigung nicht den Weg durch meinen Astralkörper nimmt. Die Safety-Cuts (FIs) sind eine - in diesem Falle recht sinnvolle Erfindung, die "falsche Abzweigungen" schon erkennen, BEVOR mein Astralkörper überhaupt in die Arena tritt.

Dass dös - wenns richtig gemacht sein soll - "aufwändig" ist (boah ey, da beherrscht einer die NDR) wissen alle, die Safety-Cuts mit <8msec installiert haben :-)

Aber es soll - gerüchteweise - auch Leute geben, die ungeerdete 2-Phasen-Leitungen verwenden... (die fahren dann wahrscheinlich auch mit'm Moped ohne Helm...)

LG von Holger (der sogar mit dem Fahrrad auf den Helm nicht verzichten möchte...)


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