Thailand und Kambodscha liefern sich heftige Schusswechsel
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Thailand und Kambodscha liefern sich heftige Schusswechsel
In Südostasien ist der Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha eskaliert. Die Länder berichten von gegenseitigem Beschuss. Es soll einen Toten geben.
Der Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha ist erneut eskaliert. In der Grenzregion gab es beiden Ländern zufolge heftige Schusswechsel. Während die thailändische Armee schrieb, kambodschanische Soldaten hätten das Feuer auf eine thailändische Militärbasis in der nordöstlichen Provinz Surin eröffnet, warf Kambodscha dem Nachbarland vor, zuerst geschossen zu haben. Die Angaben lassen sich schwer unabhängig überprüfen, beide sind zudem Konfliktparteien.
Der thailändische Ministerpräsident teilte mit, ein thailändischer Zivilist sei durch einen kambodschanischen Artillerieangriff getötet worden. Ein fünf Jahre altes Kind sei zudem schwer verletzt worden, auch zwei weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten. Das Außenministerium warf Kambodscha zudem vor, zivile Ziele, darunter auch ein Krankenhaus, anzugreifen. Zuvor hatte die thailändische Armee mitgeteilt, dass drei thailändische Zivilisten bei einem Raketenangriff aus Kambodscha verletzt worden seien. Sie verurteilte den "gezielten Angriff auf Zivilisten". Thailand schloss alle Check-Points an den Grenzübergängen zum Nachbarland.
Kambodschas Ministerpräsident Hun Manet schrieb auf Facebook: "Kambodscha hat sich stets für eine friedliche Lösung von Problemen eingesetzt, doch in diesem Fall haben wir keine andere Wahl, als mit bewaffneten Streitkräften auf bewaffnete Aggressionen zu reagieren." Das kambodschanische Verteidigungsministerium verurteilte die "rücksichtslose und brutale thailändische Militäraggression". Thailändische Kampfjets hätten zwei Bomben auf eine Straße abgeworfen. Ob es Verletzte auf kambodschanischer Seite gab, war zunächst unklar.
Menschen sollen sich in Sicherheit bringen
Die kambodschanische Zeitung Phnom Penh Post schrieb von einem "eklatanten Akt militärischer Aggression, der den Frieden und die Stabilität in Südostasien bedroht" und schrieb weiter, es handele sich um einen "unprovozierten Angriff auf kambodschanische Truppen". Die thailändische Zeitung Bangkok Post schrieb hingegen, kambodschanische Soldaten seien verantwortlich und hätten auch mit Raketenwerfern auf Thailand gezielt. Thailändische F-16-Kampfjets hätten zwei militärische Ziele in Kambodscha angegriffen, sagte zudem ein thailändischer Armeesprecher.
Berichten zufolge sollen sich Menschen in der Region in Sicherheit gebracht haben, nachdem lautes Artilleriefeuer zu hören gewesen war. Auf im Internet verbreiteten Videos waren Explosionen zu sehen und laute Schussgeräusche zu hören.
Die thailändische Botschaft in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh forderte ihre Staatsbürger auf, das Land "so schnell wie möglich" zu verlassen. Laut der thailändischen Zeitung Khaosod soll es zu Vorfällen an sechs verschiedenen Orten gekommen sein. Einer ereignete sich demnach nahe den Ruinen des bekannten Khmer-Tempels Prasat Ta Muen Thom.
Langwieriger Streit um Grenzziehung
Erst kurz zuvor hatten beide Länder erklärt, ihre diplomatischen Beziehungen herabzustufen. Thailand rief seinen Botschafter aus Phnom Penh zurück und wies gleichzeitig den kambodschanischen Botschafter aus. Ende Juni hatte Thailand bereits die Grenzübergänge in sechs Provinzen geschlossen.
Seit dem Ende der Kolonialzeit schwelt ein Streit über den genauen Verlauf der mehr als 800 Kilometer langen Grenze zwischen den beiden Ländern. Gestritten wird um die Grenzziehung im sogenannten Smaragd-Dreieck, wo die thailändische Provinz Surin und die kambodschanische Provinz Oddar Meanchey sowie der Nachbarstaat Laos aneinander grenzen.
Zuletzt war der Streit eskaliert, nachdem es Ende Mai zu einem Schusswechsel zwischen Soldaten beider Länder gekommen war. Dabei war ein kambodschanischer Soldat getötet worden. Erst am Mittwoch wurden zudem mehrere thailändische Soldaten durch die Explosion von Landminen in der umstrittenen Region verletzt. Einer verlor der Armee zufolge ein Bein. Thailand wirft dem Nachbarland vor, die Minen erst kürzlich verlegt zu haben.
ZEIT online
Der Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha ist erneut eskaliert. In der Grenzregion gab es beiden Ländern zufolge heftige Schusswechsel. Während die thailändische Armee schrieb, kambodschanische Soldaten hätten das Feuer auf eine thailändische Militärbasis in der nordöstlichen Provinz Surin eröffnet, warf Kambodscha dem Nachbarland vor, zuerst geschossen zu haben. Die Angaben lassen sich schwer unabhängig überprüfen, beide sind zudem Konfliktparteien.
Der thailändische Ministerpräsident teilte mit, ein thailändischer Zivilist sei durch einen kambodschanischen Artillerieangriff getötet worden. Ein fünf Jahre altes Kind sei zudem schwer verletzt worden, auch zwei weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten. Das Außenministerium warf Kambodscha zudem vor, zivile Ziele, darunter auch ein Krankenhaus, anzugreifen. Zuvor hatte die thailändische Armee mitgeteilt, dass drei thailändische Zivilisten bei einem Raketenangriff aus Kambodscha verletzt worden seien. Sie verurteilte den "gezielten Angriff auf Zivilisten". Thailand schloss alle Check-Points an den Grenzübergängen zum Nachbarland.
Kambodschas Ministerpräsident Hun Manet schrieb auf Facebook: "Kambodscha hat sich stets für eine friedliche Lösung von Problemen eingesetzt, doch in diesem Fall haben wir keine andere Wahl, als mit bewaffneten Streitkräften auf bewaffnete Aggressionen zu reagieren." Das kambodschanische Verteidigungsministerium verurteilte die "rücksichtslose und brutale thailändische Militäraggression". Thailändische Kampfjets hätten zwei Bomben auf eine Straße abgeworfen. Ob es Verletzte auf kambodschanischer Seite gab, war zunächst unklar.
Menschen sollen sich in Sicherheit bringen
Die kambodschanische Zeitung Phnom Penh Post schrieb von einem "eklatanten Akt militärischer Aggression, der den Frieden und die Stabilität in Südostasien bedroht" und schrieb weiter, es handele sich um einen "unprovozierten Angriff auf kambodschanische Truppen". Die thailändische Zeitung Bangkok Post schrieb hingegen, kambodschanische Soldaten seien verantwortlich und hätten auch mit Raketenwerfern auf Thailand gezielt. Thailändische F-16-Kampfjets hätten zwei militärische Ziele in Kambodscha angegriffen, sagte zudem ein thailändischer Armeesprecher.
Berichten zufolge sollen sich Menschen in der Region in Sicherheit gebracht haben, nachdem lautes Artilleriefeuer zu hören gewesen war. Auf im Internet verbreiteten Videos waren Explosionen zu sehen und laute Schussgeräusche zu hören.
Die thailändische Botschaft in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh forderte ihre Staatsbürger auf, das Land "so schnell wie möglich" zu verlassen. Laut der thailändischen Zeitung Khaosod soll es zu Vorfällen an sechs verschiedenen Orten gekommen sein. Einer ereignete sich demnach nahe den Ruinen des bekannten Khmer-Tempels Prasat Ta Muen Thom.
Langwieriger Streit um Grenzziehung
Erst kurz zuvor hatten beide Länder erklärt, ihre diplomatischen Beziehungen herabzustufen. Thailand rief seinen Botschafter aus Phnom Penh zurück und wies gleichzeitig den kambodschanischen Botschafter aus. Ende Juni hatte Thailand bereits die Grenzübergänge in sechs Provinzen geschlossen.
Seit dem Ende der Kolonialzeit schwelt ein Streit über den genauen Verlauf der mehr als 800 Kilometer langen Grenze zwischen den beiden Ländern. Gestritten wird um die Grenzziehung im sogenannten Smaragd-Dreieck, wo die thailändische Provinz Surin und die kambodschanische Provinz Oddar Meanchey sowie der Nachbarstaat Laos aneinander grenzen.
Zuletzt war der Streit eskaliert, nachdem es Ende Mai zu einem Schusswechsel zwischen Soldaten beider Länder gekommen war. Dabei war ein kambodschanischer Soldat getötet worden. Erst am Mittwoch wurden zudem mehrere thailändische Soldaten durch die Explosion von Landminen in der umstrittenen Region verletzt. Einer verlor der Armee zufolge ein Bein. Thailand wirft dem Nachbarland vor, die Minen erst kürzlich verlegt zu haben.
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es! Erich Kästner, 1899 - 1974
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Zahl der Toten bei Kämpfen zwischen Thailand und Kambodscha nimmt zu
Im Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha wurden mindestens 14 Menschen getötet. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die Grenzregion ab.
Bei Kämpfen zwischen Soldaten aus Thailand und Kambodscha wurden nach thailändischen Angaben mindestens 14 Menschen getötet. Das thailändische Ministerium für öffentliche Gesundheit berichtete, dass ein Soldat und 13 Zivilisten getötet worden seien, darunter Kinder. 14 Soldaten und 32 Zivilisten seien verletzt worden.
Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Kambodscha machte keine Angaben zu Toten und Verletzten.
Die Konfliktparteien haben sich Berichten zufolge mit Kleinwaffen, Artillerie und Raketen beschossen. Thailand flog nach eigenen Angaben zudem Luftangriffe. Laut dem thailändischen Verteidigungsministerium kämpften die Soldaten in mindestens sechs Gegenden gegeneinander.
Für den Ausbruch der Gefechte machen sich Thailand und Kambodscha gegenseitig verantwortlich. UN-Generalsekretär António Guterres rufe beide Länder zu "maximaler Zurückhaltung" auf, sagte sein Sprecher Farhan Haq.
Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in Grenzregion
Wegen des Konflikts rät das Auswärtige Amt von Reisen in die Grenzregion zwischen Thailand und Kambodscha "dringend" ab. Im Onlinedienst X rief das Außenministerium deutsche Staatsbürger in der Region dazu auf, Sicherheitsanweisungen zu folgen, sich in Medien über die Lage zu informieren und Demonstrationen sowie größere Menschenansammlungen zu meiden. Deutsche in der Region sollten sich außerdem in die Krisenvorsorgeliste der Bundesregierung eintragen.
In dem Konflikt geht es um einen seit dem Ende der Kolonialzeit schwelenden Streit über den 800 Kilometer langen Grenzverlauf zwischen den beiden Ländern. Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte Smaragddreieck, wo die thailändische Provinz Surin und die kambodschanische Provinz Oddar Meanchey sowie der Nachbarstaat Laos aneinander grenzen. In dieser Region waren am Donnerstag Kämpfe ausgebrochen.
Zuvor hatte Thailand seinen Botschafter aus der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh abberufen und den kambodschanischen Botschafter ausgewiesen. Im Juni hatte Thailand mehr Militär an die Grenze geschickt und die Grenzübergänge in sechs Provinzen geschlossen.
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Bei Kämpfen zwischen Soldaten aus Thailand und Kambodscha wurden nach thailändischen Angaben mindestens 14 Menschen getötet. Das thailändische Ministerium für öffentliche Gesundheit berichtete, dass ein Soldat und 13 Zivilisten getötet worden seien, darunter Kinder. 14 Soldaten und 32 Zivilisten seien verletzt worden.
Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Kambodscha machte keine Angaben zu Toten und Verletzten.
Die Konfliktparteien haben sich Berichten zufolge mit Kleinwaffen, Artillerie und Raketen beschossen. Thailand flog nach eigenen Angaben zudem Luftangriffe. Laut dem thailändischen Verteidigungsministerium kämpften die Soldaten in mindestens sechs Gegenden gegeneinander.
Für den Ausbruch der Gefechte machen sich Thailand und Kambodscha gegenseitig verantwortlich. UN-Generalsekretär António Guterres rufe beide Länder zu "maximaler Zurückhaltung" auf, sagte sein Sprecher Farhan Haq.
Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in Grenzregion
Wegen des Konflikts rät das Auswärtige Amt von Reisen in die Grenzregion zwischen Thailand und Kambodscha "dringend" ab. Im Onlinedienst X rief das Außenministerium deutsche Staatsbürger in der Region dazu auf, Sicherheitsanweisungen zu folgen, sich in Medien über die Lage zu informieren und Demonstrationen sowie größere Menschenansammlungen zu meiden. Deutsche in der Region sollten sich außerdem in die Krisenvorsorgeliste der Bundesregierung eintragen.
In dem Konflikt geht es um einen seit dem Ende der Kolonialzeit schwelenden Streit über den 800 Kilometer langen Grenzverlauf zwischen den beiden Ländern. Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte Smaragddreieck, wo die thailändische Provinz Surin und die kambodschanische Provinz Oddar Meanchey sowie der Nachbarstaat Laos aneinander grenzen. In dieser Region waren am Donnerstag Kämpfe ausgebrochen.
Zuvor hatte Thailand seinen Botschafter aus der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh abberufen und den kambodschanischen Botschafter ausgewiesen. Im Juni hatte Thailand mehr Militär an die Grenze geschickt und die Grenzübergänge in sechs Provinzen geschlossen.
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Re: Zahl der Toten bei Kämpfen zwischen Thailand und Kambodscha nimmt zu
KoratCat hat geschrieben:
Für den Ausbruch der Gefechte machen sich Thailand und Kambodscha gegenseitig verantwortlich. UN-Generalsekretär António Guterres rufe beide Länder zu "maximaler Zurückhaltung" auf, sagte sein Sprecher Farhan Haq.
Kurz und klar: China schürt ewig in der lauwarmen Asche dieses Konflikts. Ist meine Meinung.
Ich bin nun Mal! Auch hier ...
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Kambodscha ruft Thailand zu Waffenruhe auf
Nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats hat Kambodschas Botschafter eine friedliche Lösung des Konflikts mit Thailand gefordert. Es müsse sofort eine Waffenruhe geben.
Kambodscha hat Thailand zu einem Waffenstillstand im Grenzkonflikt aufgerufen. "Kambodscha fordert eine sofortige, bedingungslose Waffenruhe", sagte der kambodschanische UN-Botschafter Chhea Keo nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. "Wir rufen zudem zu einer friedlichen Lösung des Konflikts auf", sagte er.
Der UN-Sicherheitsrat habe beide Seiten aufgefordert, "äußerste Zurückhaltung zu üben und eine diplomatische Lösung anzustreben. Das ist auch unsere Forderung", sagte der Botschafter. Thailand könne Kambodscha nicht glaubwürdig vorwerfen, das Land angegriffen zu haben, da dessen Armee nur ein Drittel so groß sei wie die Thailands, sagte Keo. Zudem verfüge Kambodscha nicht einmal über eine voll ausgerüstete Luftwaffe. Die anderen Teilnehmer der Sitzung äußerten sich zunächst nicht dazu.
Thailand und Kambodscha streiten seit über einem Jahrhundert über den Verlauf ihrer mehr als 800 Kilometer langen Grenze. Dies führte immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Spannungen hatten sich im Mai nach dem Tod eines kambodschanischen Soldaten verschärft, am Donnerstag war der Konflikt eskaliert. Die Streitkräfte beider Seiten beschossen sich mit Artillerie, Raketen und griffen aus der Luft an. Sowohl das kambodschanische Verteidigungsministerium als auch die thailändische Armee beschuldigten die jeweils andere Seite, als erste geschossen zu haben. Die Kämpfe halten an.
Thailand verhängte Kriegsrecht in acht Bezirken
Thailands Übergangsregierungschef Phumtham Wechayachai warnte am Freitag vor einer weiteren Zuspitzung. "Falls die Situation eskaliert, könnte sie sich zu einem Krieg entwickeln, auch wenn es bislang bei Zusammenstößen bleibt", sagte er. "Wir haben versucht, einen Kompromiss zu finden, da wir Nachbarn sind", sagte Übergangsregierungschef Wechayachai. Im Notfall werde das thailändische Militär jedoch sofort reagieren. In acht Grenzbezirken des Landes gilt seit Freitag das Kriegsrecht.
Thailand sei weiterhin offen für diplomatische Gespräche mit dem Nachbarland, sagte der thailändische Außenamtssprecher Nikorndej Balankura der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind bereit, wenn Kambodscha diese Angelegenheit auf diplomatischem Wege, bilateral oder sogar über Malaysia regeln möchte." Bislang habe es jedoch noch keine Antwort von dem Nachbarland gegeben.
Fast 140.000 Menschen aus Grenzregion in Sicherheit gebracht
Kambodschas Premierminister Hun Manet teilte unterdessen mit, Thailand habe sich bereits aus einem vorgeschlagenen Waffenstillstand zurückgezogen. Sein Land warte auf eine "echte Bereitschaft" zur Deeskalation vonseiten Thailands.
Angaben des thailändischen Gesundheitsministeriums zufolge wurden bislang mindestens 15 Menschen getötet, darunter ein Soldat. 46 weitere Menschen seien verletzt worden. Mehr als 138.000 Einwohner wurden nach Angaben der Behörden aus thailändischen Grenzregionen in Sicherheit gebracht. Die kambodschanischen Behörden sprachen ihrerseits von einem getöteten Zivilisten und fünf Verletzten.
ZEIT online
Kambodscha hat Thailand zu einem Waffenstillstand im Grenzkonflikt aufgerufen. "Kambodscha fordert eine sofortige, bedingungslose Waffenruhe", sagte der kambodschanische UN-Botschafter Chhea Keo nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. "Wir rufen zudem zu einer friedlichen Lösung des Konflikts auf", sagte er.
Der UN-Sicherheitsrat habe beide Seiten aufgefordert, "äußerste Zurückhaltung zu üben und eine diplomatische Lösung anzustreben. Das ist auch unsere Forderung", sagte der Botschafter. Thailand könne Kambodscha nicht glaubwürdig vorwerfen, das Land angegriffen zu haben, da dessen Armee nur ein Drittel so groß sei wie die Thailands, sagte Keo. Zudem verfüge Kambodscha nicht einmal über eine voll ausgerüstete Luftwaffe. Die anderen Teilnehmer der Sitzung äußerten sich zunächst nicht dazu.
Thailand und Kambodscha streiten seit über einem Jahrhundert über den Verlauf ihrer mehr als 800 Kilometer langen Grenze. Dies führte immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Spannungen hatten sich im Mai nach dem Tod eines kambodschanischen Soldaten verschärft, am Donnerstag war der Konflikt eskaliert. Die Streitkräfte beider Seiten beschossen sich mit Artillerie, Raketen und griffen aus der Luft an. Sowohl das kambodschanische Verteidigungsministerium als auch die thailändische Armee beschuldigten die jeweils andere Seite, als erste geschossen zu haben. Die Kämpfe halten an.
Thailand verhängte Kriegsrecht in acht Bezirken
Thailands Übergangsregierungschef Phumtham Wechayachai warnte am Freitag vor einer weiteren Zuspitzung. "Falls die Situation eskaliert, könnte sie sich zu einem Krieg entwickeln, auch wenn es bislang bei Zusammenstößen bleibt", sagte er. "Wir haben versucht, einen Kompromiss zu finden, da wir Nachbarn sind", sagte Übergangsregierungschef Wechayachai. Im Notfall werde das thailändische Militär jedoch sofort reagieren. In acht Grenzbezirken des Landes gilt seit Freitag das Kriegsrecht.
Thailand sei weiterhin offen für diplomatische Gespräche mit dem Nachbarland, sagte der thailändische Außenamtssprecher Nikorndej Balankura der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind bereit, wenn Kambodscha diese Angelegenheit auf diplomatischem Wege, bilateral oder sogar über Malaysia regeln möchte." Bislang habe es jedoch noch keine Antwort von dem Nachbarland gegeben.
Fast 140.000 Menschen aus Grenzregion in Sicherheit gebracht
Kambodschas Premierminister Hun Manet teilte unterdessen mit, Thailand habe sich bereits aus einem vorgeschlagenen Waffenstillstand zurückgezogen. Sein Land warte auf eine "echte Bereitschaft" zur Deeskalation vonseiten Thailands.
Angaben des thailändischen Gesundheitsministeriums zufolge wurden bislang mindestens 15 Menschen getötet, darunter ein Soldat. 46 weitere Menschen seien verletzt worden. Mehr als 138.000 Einwohner wurden nach Angaben der Behörden aus thailändischen Grenzregionen in Sicherheit gebracht. Die kambodschanischen Behörden sprachen ihrerseits von einem getöteten Zivilisten und fünf Verletzten.
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Zehntausende Menschen in Thailand und Kambodscha auf der Flucht
Im Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha sind viele Menschen auf der Flucht. Tausende kambodschanische Migranten in Thailand wollen in ihre Heimat zurückkehren.
Angesichts der heftigen Kämpfe an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha fliehen derzeit Zehntausende Menschen. Allein in Thailand waren es nach Angaben der Regierung mehr als 130.000 Anwohner, die sich in Sicherheit bringen mussten. In Kambodscha sollen es Berichten zufolge rund 35.000 Menschen sein.
Zudem wollen Tausende kambodschanische Arbeitsmigranten, die in Thailand leben, aufgrund von Sicherheitsbedenken schnellstmöglich zurück nach Kambodscha. Laut einem Bericht des Senders Thai PBS aus dem Grenzgebiet haben vermutlich aber noch weit mehr, womöglich Zehntausende Menschen, beantragt, die Grenze in Ban Laem in der Provinz Chanthaburi zu überqueren.
Bilder in sozialen Medien zeigten, wie viele Menschen mit ihren Habseligkeiten bepackt an dem Grenzübergang eintrafen. In Onlinenetzwerken war von einem "Massenexodus" die Rede. Nach Angaben der kambodschanischen Regierung lebten und arbeiteten 2024 mehr als 1,2 Millionen Kambodschaner in dem Nachbarland.
Kambodscha ruft Thailand zu Waffenruhe auf
Zuletzt forderte Kambodscha nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates eine sofortige, bedingungslose Waffenruhe. Beide Seiten sollten eine diplomatische Lösung suchen, sagte der kambodschanische UN-Botschafter Chhea Keo. Zudem könne Thailand Kambodscha nicht glaubwürdig vorwerfen, angegriffen zu haben, da dessen Armee nur ein Drittel so groß sei wie die Thailands.
Thailand und Kambodscha streiten seit mehr als einem Jahrhundert über den Verlauf ihrer mehr als 800 Kilometer langen Grenze. In der Vergangenheit kam es dabei immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen, zuletzt im Jahr 2011. Nach dem Tod eines kambodschanischen Soldaten im Mai galt die Lage als angespannt, bevor der Konflikt am Donnerstag eskalierte. Beide Seiten beschossen sich mit Artillerie, Raketen und griffen aus der Luft an. Inzwischen ist auch Thailands Marine involviert. Sowohl das kambodschanische Verteidigungsministerium als auch die thailändische Armee beschuldigten die jeweils andere Seite, als erste geschossen zu haben.
Tote Zivilisten auf beiden Seiten
Wie die Phnom Penh Post unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtete, sind in Kambodscha bislang 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter acht Zivilisten. Mehr als 70 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt, darunter viele Zivilisten. Auch in Thailand wurden Regierungsangaben zufolge mehrere Menschen getötet, fast alle davon waren Zivilisten. Ebenfalls wurden zahlreiche Menschen verletzt.
Die Organisation Human Rights Watch rief beide Länder zum Schutz von Zivilisten und ziviler Infrastruktur auf. "In nur zwei Tagen haben Kämpfe entlang der kambodschanisch-thailändischen Grenze Zivilisten, darunter auch Kinder, getötet und verletzt sowie medizinische Einrichtungen sowie religiöse und kulturelle Stätten beschädigt", teilte der Asiendirektor der Menschenrechtsorganisation, John Sifton, mit. Beide Seiten müssten das humanitäre Völkerrecht aber unbedingt schützen, forderte er.
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Angesichts der heftigen Kämpfe an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha fliehen derzeit Zehntausende Menschen. Allein in Thailand waren es nach Angaben der Regierung mehr als 130.000 Anwohner, die sich in Sicherheit bringen mussten. In Kambodscha sollen es Berichten zufolge rund 35.000 Menschen sein.
Zudem wollen Tausende kambodschanische Arbeitsmigranten, die in Thailand leben, aufgrund von Sicherheitsbedenken schnellstmöglich zurück nach Kambodscha. Laut einem Bericht des Senders Thai PBS aus dem Grenzgebiet haben vermutlich aber noch weit mehr, womöglich Zehntausende Menschen, beantragt, die Grenze in Ban Laem in der Provinz Chanthaburi zu überqueren.
Bilder in sozialen Medien zeigten, wie viele Menschen mit ihren Habseligkeiten bepackt an dem Grenzübergang eintrafen. In Onlinenetzwerken war von einem "Massenexodus" die Rede. Nach Angaben der kambodschanischen Regierung lebten und arbeiteten 2024 mehr als 1,2 Millionen Kambodschaner in dem Nachbarland.
Kambodscha ruft Thailand zu Waffenruhe auf
Zuletzt forderte Kambodscha nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates eine sofortige, bedingungslose Waffenruhe. Beide Seiten sollten eine diplomatische Lösung suchen, sagte der kambodschanische UN-Botschafter Chhea Keo. Zudem könne Thailand Kambodscha nicht glaubwürdig vorwerfen, angegriffen zu haben, da dessen Armee nur ein Drittel so groß sei wie die Thailands.
Thailand und Kambodscha streiten seit mehr als einem Jahrhundert über den Verlauf ihrer mehr als 800 Kilometer langen Grenze. In der Vergangenheit kam es dabei immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen, zuletzt im Jahr 2011. Nach dem Tod eines kambodschanischen Soldaten im Mai galt die Lage als angespannt, bevor der Konflikt am Donnerstag eskalierte. Beide Seiten beschossen sich mit Artillerie, Raketen und griffen aus der Luft an. Inzwischen ist auch Thailands Marine involviert. Sowohl das kambodschanische Verteidigungsministerium als auch die thailändische Armee beschuldigten die jeweils andere Seite, als erste geschossen zu haben.
Tote Zivilisten auf beiden Seiten
Wie die Phnom Penh Post unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtete, sind in Kambodscha bislang 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter acht Zivilisten. Mehr als 70 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt, darunter viele Zivilisten. Auch in Thailand wurden Regierungsangaben zufolge mehrere Menschen getötet, fast alle davon waren Zivilisten. Ebenfalls wurden zahlreiche Menschen verletzt.
Die Organisation Human Rights Watch rief beide Länder zum Schutz von Zivilisten und ziviler Infrastruktur auf. "In nur zwei Tagen haben Kämpfe entlang der kambodschanisch-thailändischen Grenze Zivilisten, darunter auch Kinder, getötet und verletzt sowie medizinische Einrichtungen sowie religiöse und kulturelle Stätten beschädigt", teilte der Asiendirektor der Menschenrechtsorganisation, John Sifton, mit. Beide Seiten müssten das humanitäre Völkerrecht aber unbedingt schützen, forderte er.
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Donald Trump fordert Waffenruhe zwischen Thailand und Kambodscha
Die USA werden laut Trump keine Handelsabkommen mit Thailand oder Kambodscha schließen, solange sie gegeneinander kämpfen. Beide Länder beteuern, sich nur zu verteidigen.
US-Präsident Donald Trump will sich um Waffenruhe zwischen Kambodscha und Thailand bemühen. Er habe mit den Staatschefs beider Länder gesprochen, teilte er mit. "Beide Seiten sind an einer sofortigen Waffenruhe und Frieden interessiert", sagte Trump. Sie hätten zugestimmt, sich sofort zu treffen und rasch eine Feuerpause und letztendlich Frieden auszuarbeiten. Auch er wolle ein "Ende des derzeit tobenden Krieges", sagte Trump.
Weiter kündigte Trump an, dass die USA mit keinem der beiden Länder weitere Handelsgespräche führen würden, solange der Konflikt nicht beigelegt werde. Aus Sicht der USA sei es nicht angebracht, dass Thailand und Kambodscha an den Verhandlungstisch zurückkehrten, solange die Kämpfe andauerten: "Wenn alles erledigt ist und Frieden herrscht, freue ich mich darauf, unsere Handelsabkommen mit beiden Ländern abzuschließen!"
Trump hatte in separaten Telefonaten mit dem kambodschanischen Ministerpräsidenten Hun Manet und dem thailändischen Übergangsministerpräsidenten Phumtham Wechayachai gesprochen. "Zufälligerweise verhandeln wir gerade mit beiden Ländern über unsere Handelsbeziehungen, aber wir wollen mit keinem der beiden Länder einen Deal schließen, wenn sie kämpfen – und das habe ich ihnen auch gesagt!", sagte Trump.
30 Getötete und mehr als 130.000 Vertriebene durch Konflikt
Die Zusammenstöße an der thailändisch-kambodschanischen Grenze dauerten auch am dritten Tag an. Zuletzt kam es zu neuen Eskalationen, da beide Seiten mitteilten, dass es sich in dem Grenzkonflikt um Selbstverteidigung gehandelt habe. Beide Länder forderten die jeweilige Gegenseite auf, die Kämpfe einzustellen und Verhandlungen aufzunehmen.
Nach Schusswechseln an der Grenze hatte das thailändische Militär eigenen Angaben zufolge Kampfjets gegen kambodschanische Stellungen eingesetzt. Kambodscha reagierte mit Artilleriefeuer, auch auf Wohngebiete. Unter anderem wurden eine Tankstelle und ein Krankenhaus getroffen. Wer zuerst schoss, ist weiter unklar. Beide Seiten weisen sich gegenseitig die Schuld zu.
Bei den schlimmsten Kämpfen zwischen den südostasiatischen Nachbarländern seit 13 Jahren wurden bislang mehr als 30 Menschen getötet und mehr als 130.000 Menschen vertrieben.
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US-Präsident Donald Trump will sich um Waffenruhe zwischen Kambodscha und Thailand bemühen. Er habe mit den Staatschefs beider Länder gesprochen, teilte er mit. "Beide Seiten sind an einer sofortigen Waffenruhe und Frieden interessiert", sagte Trump. Sie hätten zugestimmt, sich sofort zu treffen und rasch eine Feuerpause und letztendlich Frieden auszuarbeiten. Auch er wolle ein "Ende des derzeit tobenden Krieges", sagte Trump.
Weiter kündigte Trump an, dass die USA mit keinem der beiden Länder weitere Handelsgespräche führen würden, solange der Konflikt nicht beigelegt werde. Aus Sicht der USA sei es nicht angebracht, dass Thailand und Kambodscha an den Verhandlungstisch zurückkehrten, solange die Kämpfe andauerten: "Wenn alles erledigt ist und Frieden herrscht, freue ich mich darauf, unsere Handelsabkommen mit beiden Ländern abzuschließen!"
Trump hatte in separaten Telefonaten mit dem kambodschanischen Ministerpräsidenten Hun Manet und dem thailändischen Übergangsministerpräsidenten Phumtham Wechayachai gesprochen. "Zufälligerweise verhandeln wir gerade mit beiden Ländern über unsere Handelsbeziehungen, aber wir wollen mit keinem der beiden Länder einen Deal schließen, wenn sie kämpfen – und das habe ich ihnen auch gesagt!", sagte Trump.
30 Getötete und mehr als 130.000 Vertriebene durch Konflikt
Die Zusammenstöße an der thailändisch-kambodschanischen Grenze dauerten auch am dritten Tag an. Zuletzt kam es zu neuen Eskalationen, da beide Seiten mitteilten, dass es sich in dem Grenzkonflikt um Selbstverteidigung gehandelt habe. Beide Länder forderten die jeweilige Gegenseite auf, die Kämpfe einzustellen und Verhandlungen aufzunehmen.
Nach Schusswechseln an der Grenze hatte das thailändische Militär eigenen Angaben zufolge Kampfjets gegen kambodschanische Stellungen eingesetzt. Kambodscha reagierte mit Artilleriefeuer, auch auf Wohngebiete. Unter anderem wurden eine Tankstelle und ein Krankenhaus getroffen. Wer zuerst schoss, ist weiter unklar. Beide Seiten weisen sich gegenseitig die Schuld zu.
Bei den schlimmsten Kämpfen zwischen den südostasiatischen Nachbarländern seit 13 Jahren wurden bislang mehr als 30 Menschen getötet und mehr als 130.000 Menschen vertrieben.
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Thailand und Kambodscha kämpfen trotz Trump-Aufruf weiter
US-Präsident Donald Trump hat im Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha Frieden gefordert und droht andernfalls mit Konsequenzen. Dennoch gehen die Kämpfe weiter.
Trotz der Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Waffenruhe zwischen Kambodscha und Thailand ist es am Morgen in der Grenzregion erneut zu Kämpfen gekommen. Das Außenministerium in Bangkok zitierte die Aussage eines Militärsprechers, Kambodscha habe die Gefechte begonnen und bei dem Beschuss auch zivile Wohnhäuser getroffen. Der thailändischen Zeitung Khaosod zufolge ereignete sich der Angriff im Distrikt Phanom Dong Rak in der nordöstlichen Provinz Surin.
Kambodscha warf dem Nachbarland hingegen vor, das Feuer am frühen Morgen eröffnet zu haben. "Trotz Telefongesprächen zwischen den Regierungschefs der beiden Länder und US-Präsident Donald Trump dringen thailändische Soldaten bis jetzt weiterhin aggressiv in kambodschanisches Territorium ein", schrieb die Zeitung Phnom Penh Post auf X. Nach Angaben des kambodschanischen Verteidigungsministeriums sollen dabei auch zwei bekannte Hindutempel ins Visier genommen worden sein.
Seit Beginn der Zusammenstöße am Donnerstag beschuldigen sich die südostasiatischen Nachbarstaaten gegenseitig, die Eskalation ausgelöst zu haben.
Zollverhandlungen und Friedensforderungen
Trump hatte am Samstag nach den Telefonaten mit den Regierungschefs der beiden Länder auf der Plattform Truth Social geschrieben: "Sie haben zugestimmt, sich unverzüglich zu treffen und schnell eine Waffenruhe und letztendlich FRIEDEN auszuarbeiten!" Er fügte hinzu: "Zufälligerweise verhandeln wir gerade mit beiden Ländern über unsere Handelsbeziehungen, aber wir wollen mit keinem der beiden Länder einen Deal schließen, wenn sie kämpfen – und das habe ich ihnen auch gesagt!"
Der kambodschanische Ministerpräsident Hun Manet erklärte in einer Mitteilung, sein Land stimme Trumps Vorschlag eines sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstands zwischen den beiden Streitkräften zu. Er dankte dem US-Präsidenten für dessen Initiative und die Vermittlung in dem Konflikt.
Auch Thailands Übergangsministerpräsident Phumtham Wechayachai betonte, seine Regierung sei "grundsätzlich mit einem Waffenstillstand einverstanden". Jedoch müsse die kambodschanische Seite zunächst ernsthafte Friedensabsichten zeigen.
Angst vor Artilleriefeuer
Der seit der Kolonialzeit schwelende Grenzkonflikt war zuletzt gefährlich eskaliert. Nach Schusswechseln an der Grenze hatte das thailändische Militär eigenen Angaben zufolge Kampfjets gegen kambodschanische Stellungen eingesetzt. Kambodscha reagierte mit Artilleriefeuer, auch auf Wohngebiete. Auf beiden Seiten gab es Tote und Verletzte, darunter vor allem Zivilisten.
In Thailand sind Regierungsangaben zufolge mehr als 130.000 Menschen auf der Flucht. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Phnom Penh ist die Zahl der Vertriebenen in Kambodscha mittlerweile auf 80.000 gestiegen. Mehr als 500 Schulen im Grenzgebiet sind geschlossen.
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Trotz der Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Waffenruhe zwischen Kambodscha und Thailand ist es am Morgen in der Grenzregion erneut zu Kämpfen gekommen. Das Außenministerium in Bangkok zitierte die Aussage eines Militärsprechers, Kambodscha habe die Gefechte begonnen und bei dem Beschuss auch zivile Wohnhäuser getroffen. Der thailändischen Zeitung Khaosod zufolge ereignete sich der Angriff im Distrikt Phanom Dong Rak in der nordöstlichen Provinz Surin.
Kambodscha warf dem Nachbarland hingegen vor, das Feuer am frühen Morgen eröffnet zu haben. "Trotz Telefongesprächen zwischen den Regierungschefs der beiden Länder und US-Präsident Donald Trump dringen thailändische Soldaten bis jetzt weiterhin aggressiv in kambodschanisches Territorium ein", schrieb die Zeitung Phnom Penh Post auf X. Nach Angaben des kambodschanischen Verteidigungsministeriums sollen dabei auch zwei bekannte Hindutempel ins Visier genommen worden sein.
Seit Beginn der Zusammenstöße am Donnerstag beschuldigen sich die südostasiatischen Nachbarstaaten gegenseitig, die Eskalation ausgelöst zu haben.
Zollverhandlungen und Friedensforderungen
Trump hatte am Samstag nach den Telefonaten mit den Regierungschefs der beiden Länder auf der Plattform Truth Social geschrieben: "Sie haben zugestimmt, sich unverzüglich zu treffen und schnell eine Waffenruhe und letztendlich FRIEDEN auszuarbeiten!" Er fügte hinzu: "Zufälligerweise verhandeln wir gerade mit beiden Ländern über unsere Handelsbeziehungen, aber wir wollen mit keinem der beiden Länder einen Deal schließen, wenn sie kämpfen – und das habe ich ihnen auch gesagt!"
Der kambodschanische Ministerpräsident Hun Manet erklärte in einer Mitteilung, sein Land stimme Trumps Vorschlag eines sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstands zwischen den beiden Streitkräften zu. Er dankte dem US-Präsidenten für dessen Initiative und die Vermittlung in dem Konflikt.
Auch Thailands Übergangsministerpräsident Phumtham Wechayachai betonte, seine Regierung sei "grundsätzlich mit einem Waffenstillstand einverstanden". Jedoch müsse die kambodschanische Seite zunächst ernsthafte Friedensabsichten zeigen.
Angst vor Artilleriefeuer
Der seit der Kolonialzeit schwelende Grenzkonflikt war zuletzt gefährlich eskaliert. Nach Schusswechseln an der Grenze hatte das thailändische Militär eigenen Angaben zufolge Kampfjets gegen kambodschanische Stellungen eingesetzt. Kambodscha reagierte mit Artilleriefeuer, auch auf Wohngebiete. Auf beiden Seiten gab es Tote und Verletzte, darunter vor allem Zivilisten.
In Thailand sind Regierungsangaben zufolge mehr als 130.000 Menschen auf der Flucht. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Phnom Penh ist die Zahl der Vertriebenen in Kambodscha mittlerweile auf 80.000 gestiegen. Mehr als 500 Schulen im Grenzgebiet sind geschlossen.
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es! Erich Kästner, 1899 - 1974
Re: Thailand und Kambodscha kämpfen trotz Trump-Aufruf weiter
KoratCat hat geschrieben:Trump hatte am Samstag nach den Telefonaten mit den Regierungschefs der beiden Länder auf der Plattform Truth Social geschrieben: ...
Wo sind die Zeiten, als Richtige-Männer per Rotem Telefon verhandelt und sich geeinigt haben, geblieben.

Ich bin nun Mal! Auch hier ...
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Thailand und Kambodscha einigen sich auf Waffenruhe
Nach fünftägigen Kämpfen in der Grenzregion haben Thailand und Kambodscha eine Feuerpause vereinbart. In dem Konflikt sind mehr als 30 Menschen getötet worden.
Im Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha haben sich beide Seiten auf eine "bedingungslose Waffenruhe" geeinigt. Diese solle um Mitternacht beginnen, teilte der Vermittler, Malaysias Ministerpräsident Anwar Ibrahim, nach Gesprächen in der malaysischen Stadt Putrajaya mit. Thailands amtierender Ministerpräsident Phumtham Wechayachai bestätigte, beide Länder hätten der Feuerpause zugestimmt. An den Gesprächen nahmen auch Vertreter aus den USA und aus China teil.
Zwischen den beiden Nachbarländern waren am Donnerstag schwere Kämpfe an ihrer mehr als 800 Kilometer langen Grenze entbrannt. Der Konflikt schwelt schon seit Jahrzehnten. Nach offiziellen Angaben wurden zuletzt mehr als 30 Menschen getötet. Mehr als 200.000 Menschen sind auf der Flucht. Vor Bekanntgabe der Waffenruhe wurden erneut schwere Gefechte gemeldet. Was genau die Eskalation auslöste, ist nach wie vor unklar.
Kurz vor den Gesprächen war der internationale Druck auf die Konfliktparteien immer weiter gewachsen. US-Präsident Donald Trump hatte in Telefonaten mit beiden Regierungschefs angedroht, Gespräche über Handelsabkommen auf Eis zu legen, sollten die Kampfhandlungen nicht eingestellt werden.
Gefechte bis kurz vor den Gesprächen
Ibrahim hatte bereits kurz nach Beginn der Kämpfe mit seinen Amtskollegen aus Thailand und Kambodscha gesprochen und sich als Vermittler angeboten. Malaysia hat in diesem Jahr den Vorsitz der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean. Die Asean-Staaten bekräftigten in einer Mitteilung ihre Sorge über die steigende Opferzahl, die Zerstörung öffentlichen Eigentums und die von den Kämpfen ausgelösten Fluchtbewegungen.
Bis kurz vor dem Treffen lieferten sich Thailand und Kambodscha Gefechte, wie aus den Armeen beider Länder verlautete. Beide Seiten warfen sich seit Beginn der Gefechte vor, die Gewalt ausgelöst zu haben. Bei den Angriffen wurden auch zivile Gebäude, darunter ein Krankenhaus und ein Supermarkt, getroffen. Thailand setzte unter anderem Kampfjets gegen Militärstellungen ein, Kambodscha schoss mit Raketen über die Grenze.
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Im Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha haben sich beide Seiten auf eine "bedingungslose Waffenruhe" geeinigt. Diese solle um Mitternacht beginnen, teilte der Vermittler, Malaysias Ministerpräsident Anwar Ibrahim, nach Gesprächen in der malaysischen Stadt Putrajaya mit. Thailands amtierender Ministerpräsident Phumtham Wechayachai bestätigte, beide Länder hätten der Feuerpause zugestimmt. An den Gesprächen nahmen auch Vertreter aus den USA und aus China teil.
Zwischen den beiden Nachbarländern waren am Donnerstag schwere Kämpfe an ihrer mehr als 800 Kilometer langen Grenze entbrannt. Der Konflikt schwelt schon seit Jahrzehnten. Nach offiziellen Angaben wurden zuletzt mehr als 30 Menschen getötet. Mehr als 200.000 Menschen sind auf der Flucht. Vor Bekanntgabe der Waffenruhe wurden erneut schwere Gefechte gemeldet. Was genau die Eskalation auslöste, ist nach wie vor unklar.
Kurz vor den Gesprächen war der internationale Druck auf die Konfliktparteien immer weiter gewachsen. US-Präsident Donald Trump hatte in Telefonaten mit beiden Regierungschefs angedroht, Gespräche über Handelsabkommen auf Eis zu legen, sollten die Kampfhandlungen nicht eingestellt werden.
Gefechte bis kurz vor den Gesprächen
Ibrahim hatte bereits kurz nach Beginn der Kämpfe mit seinen Amtskollegen aus Thailand und Kambodscha gesprochen und sich als Vermittler angeboten. Malaysia hat in diesem Jahr den Vorsitz der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean. Die Asean-Staaten bekräftigten in einer Mitteilung ihre Sorge über die steigende Opferzahl, die Zerstörung öffentlichen Eigentums und die von den Kämpfen ausgelösten Fluchtbewegungen.
Bis kurz vor dem Treffen lieferten sich Thailand und Kambodscha Gefechte, wie aus den Armeen beider Länder verlautete. Beide Seiten warfen sich seit Beginn der Gefechte vor, die Gewalt ausgelöst zu haben. Bei den Angriffen wurden auch zivile Gebäude, darunter ein Krankenhaus und ein Supermarkt, getroffen. Thailand setzte unter anderem Kampfjets gegen Militärstellungen ein, Kambodscha schoss mit Raketen über die Grenze.
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Thailändische Soldaten durch Mine an Grenze zu Kambodscha verletzt
Trotz der Waffenruhe dauern die Spannungen zwischen Thailand und Kambodscha an. Die thailändische Armee wirft dem Nachbarstaat vor, neue Landminen verlegt zu haben.
In Thailand sind laut Militärangaben drei Soldaten an der Grenze zu Kambodscha durch eine Landmine verletzt worden. Der Sprengsatz habe einem Offizier den linken Fuß abgerissen, teilte die Armee mit. Sie warf Kambodscha vor, gegen das Ottawa-Abkommen zum Verbot von Antipersonenminen zu verstoßen, das beide Länder unterzeichnet haben.
Vom thailändischen Außenministerium hieß es, der Zwischenfall in der Provinz Si Sa Ket sei bereits der dritte in weniger als einem Monat. Es wiederholte zudem die Vorwürfe der Armee, dass Kambodscha unter Verletzung des Völkerrechts neue Landminen verlegt habe.
Von kambodschanischer Seite wurde das zurückgewiesen. "Wir haben keine neuen Landminen gelegt und werden dies auch nicht tun", teilte die Behörde für Minenbekämpfung und Opferhilfe mit. Stattdessen habe man mehr als eine Million Minen und drei Millionen Blindgänger geräumt. Die Behörde deutete weiter an, dass die beiden Landminen, die im Juli thailändische Soldaten verletzt hatten, aus früheren Konflikten stammen könnten.
Weitere Spannungen trotz vereinbarter Waffenruhe
Kambodscha und Thailand befinden sich seit Jahrzehnten im Konflikt um den Verlauf ihrer etwa 800 Kilometer langen Grenze. Der Konflikt eskalierte nach einer Landminenexplosion Ende Juli, bei der fünf thailändische Soldaten verletzt worden waren. Bei Gefechten gab es Dutzende Tote, darunter auch Zivilisten. Mehr als 260.000 Menschen wurden vertrieben. Unter dem Druck von US-Präsident Donald Trump einigten sich die beiden Länder am 28. Juli auf eine Waffenruhe.
Trotz des Abkommens halten die Spannungen jedoch an. Die thailändische Regierung warf Kambodscha zuletzt vor, die Waffenruhe verletzt zu haben. Auch nach der aktuellen Minenexplosion sagte der thailändische Armeesprecher Winthai Suvaree, diese sei ein "erhebliches Hindernis für die Umsetzung der Waffenstillstandsmaßnahmen und die friedliche Lösung der Probleme".
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In Thailand sind laut Militärangaben drei Soldaten an der Grenze zu Kambodscha durch eine Landmine verletzt worden. Der Sprengsatz habe einem Offizier den linken Fuß abgerissen, teilte die Armee mit. Sie warf Kambodscha vor, gegen das Ottawa-Abkommen zum Verbot von Antipersonenminen zu verstoßen, das beide Länder unterzeichnet haben.
Vom thailändischen Außenministerium hieß es, der Zwischenfall in der Provinz Si Sa Ket sei bereits der dritte in weniger als einem Monat. Es wiederholte zudem die Vorwürfe der Armee, dass Kambodscha unter Verletzung des Völkerrechts neue Landminen verlegt habe.
Von kambodschanischer Seite wurde das zurückgewiesen. "Wir haben keine neuen Landminen gelegt und werden dies auch nicht tun", teilte die Behörde für Minenbekämpfung und Opferhilfe mit. Stattdessen habe man mehr als eine Million Minen und drei Millionen Blindgänger geräumt. Die Behörde deutete weiter an, dass die beiden Landminen, die im Juli thailändische Soldaten verletzt hatten, aus früheren Konflikten stammen könnten.
Weitere Spannungen trotz vereinbarter Waffenruhe
Kambodscha und Thailand befinden sich seit Jahrzehnten im Konflikt um den Verlauf ihrer etwa 800 Kilometer langen Grenze. Der Konflikt eskalierte nach einer Landminenexplosion Ende Juli, bei der fünf thailändische Soldaten verletzt worden waren. Bei Gefechten gab es Dutzende Tote, darunter auch Zivilisten. Mehr als 260.000 Menschen wurden vertrieben. Unter dem Druck von US-Präsident Donald Trump einigten sich die beiden Länder am 28. Juli auf eine Waffenruhe.
Trotz des Abkommens halten die Spannungen jedoch an. Die thailändische Regierung warf Kambodscha zuletzt vor, die Waffenruhe verletzt zu haben. Auch nach der aktuellen Minenexplosion sagte der thailändische Armeesprecher Winthai Suvaree, diese sei ein "erhebliches Hindernis für die Umsetzung der Waffenstillstandsmaßnahmen und die friedliche Lösung der Probleme".
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