Tokays

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koratwerner (†2012)
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Tokays

Ungelesener Beitragvon koratwerner (†2012) » Mi Sep 22, 2010 9:34 am

Lautstarker Tokay beisst auch zu

Wesentlich grösser als Hausgeckos

In Thailand sind 38 Arten von Geckos bekannt. Die meisten von ihnen leben in den Wäldern. Der Tokay, der bis zu 30 Zentimetern und mehr heranwachsen kann, ist eine der wenigen Arten, die auch in menschlichen Ansiedlungen anzutreffen sind.

Zu den anderen Arten, mit denen die Menschen in Thailand familiär sind, gehören der wesentlich kleinere Hausgecko mit dem schmalen Schwanz (auf Thai: Ching-Chok Hang-Nam) sowie der Hausgecko mit dem flachen Schwanz (Ching-Chok Hang-Baen).

Im Unterschied zu ihnen zeigen die Tokays keinerlei Interesse an kleineren Insekten. Sie jagen Nachtfalter und andere Opfer, die mindestens einen Zentimeter lang sein müssen. Sie würden auch den kleineren Ching-Chok fressen, wenn sie ihn denn zu fassen bekämen.

Es gibt noch weitere Unterschiede im Jagdverhalten zwischen Tokay und Ching-Chok. So liebt es der Tokay nicht, sich an gut erleuchteten Plätzen aufzuhalten. Stattdessen lauert er lieber an schattigen Stellen von Wand oder Decke und schnappt von dort aus nach Insekten, die sich in Jagddistanz befinden. Sobald der Tokay den Falter erbeutet hat, zieht er sich wieder in die Dunkelheit zurück, um dort zu fressen.

Tokays sind sehr bodenständig und leben und jagen allein. Als Paare sieht man sie nur während der Brutzeit. Ihren bekannten und lauten Ruf benutzen sie zum Anlocken eines Geschlechtspartners oder als Warnung an Artgenossen, sich nicht auf einen Streit um Beute und den dann unvermeidlichen Kampf einzulassen. Ausländer, zumal Touristen, die das ersten mal den lautstarken Ruf der scheuen Eidechse hören, schrecken ängstlich zusammen. So mancher Hotelgast, der auf ein grösseres Tier in oder vor seinem Zimmer tippt, steht dann nachts an der Rezeption und bittet um Hilfe.

Wenn ein männlicher Tokay auf einen anderen trifft, bedrohen sie sich gegenseitig, indem sie mit ihren Schwänzen auf die Fläche schlagen, an der sie gerade hängen. Sehr schnell wird einer der beiden erkennen, dass der andere stärker ist und sich aus dem Staube machen. Tokays suchen nach Möglichkeit Kämpfe zu vermeiden, doch sie sind keine Hühner. Wenn man einen mit einem Stock berührt, läuft das Tier nicht davon. Im Gegenteil, die Eidechse wird versuchen, zurück zu beissen. Und wenn es ihr gelingt, die Spitze des Stockes oder gar eines Fingers zu erwischen, wird sie nicht so leicht loslassen. Je mehr man versucht, den Tokay abzuschütteln, umso fester beisst er zu.

Besser ist es, ruhig stehen zu bleiben und zu warten, bis er irgendwann den Mund öffnet. Man kann es auch mit einer Zange oder anderem Werkzeug versuchen, aber es wird mit Sicherheit ein hartes Stück Arbeit. Wer also einen Tokay fangen möchte, muss mit schmerzhaften Erfahrungen rechnen.

Es kann Tage dauern, bis die Wunde verheilt. Doch normalerweise tun sie den Menschen nichts, wenn sie nicht zuerst von ihnen angegriffen werden. Deshalb gibt es auch keinen Grund, sich zu fürchten, wenn man einen Tokay in seinem Haus antrifft, wissen Eidechsen-Forscher. Und man brauche auch keine Angst davor zu haben, von einem Tokay angesprungen zu werden. Das wolle er auf keinen Fall, jedenfalls nicht mit Vorsatz. Tokays sind in der Lage, an Wänden rauf und runter und sogar über die Zimmerdecke zu laufen. Das verdanken sie mikroskopisch kleinen Haken an ihren Füssen, die sich an den kleinsten Unebenheiten von Wand und Decke festklammern können.

Wie die Schlangen besitzen Tokays und viele andere Geckos keine Augenlider und können daher nicht blinzeln. Stattdessen besitzen die Augen eine transparente Schutzschicht. Tokays legen Eier mit einer besonders harten Schale. Sie stecken sie in entlegenen Ecken des Grundstückes oder Hauses in feste Oberflächen. Beide Eltern bewachen die Eier, bis der Nachwuchs ausgeschlüpft ist. Der Biss eines Tokays mag für Menschen zwar schmerzhaft sein, ist aber auf keinen Fall giftig.
Es ist nicht schwer zu wissen wie man etwas macht,
aber es ist schwer es auch zu tun!

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WADI
Thailand-Reporter
Beiträge: 674
Registriert: So Aug 20, 2006 7:14 am

Re: Tokays

Ungelesener Beitragvon WADI » Do Sep 23, 2010 6:51 pm

das Tier wird auch zum Glücksbringer, wenn es genau 7mal hintereinander ruft - nach dem ersten, zweiten
"Bellen" beginnen viele unserer Thai - Freunde zu zählen!
导师 dǎoshī Lem Pel

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fairsein
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Re: Tokays

Ungelesener Beitragvon fairsein » Mi Sep 29, 2010 5:21 pm

Ja ja bei uns lebt auch einer na vielleicht sinds auch zwei mein frauchen beschwört ihn immer ihr doch die Lottozahlen zu verraten :lol: :lol:

SAM_0002.JPG
SAM_0002.JPG (73.53 KiB) 4837 mal betrachtet


ups Edith:vom grossen hat ich kein Bild zur Hand
http://www.homepageprojekte.com/

Wenn jemand denkt er sei fehlerfrei , ist das schon mal sein erster. :salut

Ute60 (?2010)
Korat-Isaan-Forum-Gast

Re: Tokays

Ungelesener Beitragvon Ute60 (?2010) » Mo Dez 20, 2010 9:45 pm

Hallo

Ist Euch eigentlich bekannt welches Gewicht von Geckos theoretisch mit ihren vier Füßen angehoben werden könnte?

Nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaftler sind das sage und schreibe 140 kg.

Gruß

Ute :wave


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