Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Für all die Fragen und Erfahrungen mit dem was auf Eurem Acker im Isaan oder auch im Garten in Korat wächst. Oder auch, welche Nutztiere man hier halten kann etc.
ChangMaiKrap(?2009)
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Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon ChangMaiKrap(?2009) » Mi Dez 10, 2008 9:54 pm

Hallo zusammen,

ich möchte demnächst meine thailändische Verlobte Pattama heiraten und in ein paar Jahren nach Thailand auswandern.

Ich habe ein ausreichendes finanzielles Polster, wir werden beide nicht arbeiten müssen. Wir fürchten allerdings, dass Nichtstun auf Dauer ziemlich langweilig wird und deshalb überlegen wir, was wir sozusagen als Zeitvertreib machen könnten.

Pattama meint wir sollen eine Farm kaufen und diese dann von ihren Verwandten betreiben lassen.

Ist sowas realistisch? Was könnten da für Kosten (einmalig/laufend) bzw. Einkünfte entstehen? Bekomme ich das rechtlich so abgesichert, dass ich bei Trennung wenigstens einen Teil zurück bekomme?

Ich hoffe meine Fragen sind nicht allzu blöd oder blauäugig ;) ich bin sehr auf eure Kommentare und Meinungen gespannt.

Viele Grüße,
euer Chang Mai Krap

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dogmai
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Re: Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon dogmai » Mi Dez 10, 2008 11:59 pm

Chang Mai Krap hat geschrieben:... dass Nichtstun auf Dauer ziemlich langweilig wird und deshalb überlegen wir, was wir sozusagen als Zeitvertreib machen könnten.

Pattama meint wir sollen eine Farm kaufen und diese dann von ihren Verwandten betreiben lassen.


Also ist die Arbeit der Verwandten für dich Zeitvertreib :?: :?: :?:

ChangMaiKrap(?2009)
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Re: Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon ChangMaiKrap(?2009) » Do Dez 11, 2008 12:21 am

dogmai hat geschrieben:
Chang Mai Krap hat geschrieben:... dass Nichtstun auf Dauer ziemlich langweilig wird und deshalb überlegen wir, was wir sozusagen als Zeitvertreib machen könnten.

Pattama meint wir sollen eine Farm kaufen und diese dann von ihren Verwandten betreiben lassen.


Also ist die Arbeit der Verwandten für dich Zeitvertreib :?: :?: :?:


Ja, ich schau anderen ganz gern beim Arbeiten zu. Hin und wieder verteile ich vielleicht auch mal ein paar Peitschenhiebe damit das Ganze besser läuft, bleibt ja in der Familie. :twisted:

Nein, natürlich nicht, aber ich will mich nicht von vorneherein als Boss von einer Sache aufspielen von der ich nichts verstehe. Ich möchte mich langsam in das Thema reinarbeiten und dann mitarbeiten.
Ich frage mich jetzt halt ob das eine Sache ist in die ich nur reinbuttere, oder ob sowas funktionieren kann. :t

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dogmai
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Re: Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon dogmai » Do Dez 11, 2008 1:44 am

Hab ich schon verstanden :wave .

Reisfarm? Ist ein bißchen übertrieben für ein paar Felder, und ansonsten der normale Alltag. Aber ich glaube nicht, daß mit Reisanbau wirklich Geld zu verdienen ist. Schau dir die Reisbauern der Gegend an - keiner ist reich, nicht einmal im Ansatz. Wir besitzen etwas Land bei Roi Et, das von der Familie bebaut wird, 1 x Reise, 1 x Tabak. Nö, reicht so eben zum Leben. Mit einem hast du allerdings Recht - irgendwann mußt du etwas sinnvolles tun, um nicht zu versauern. Aber einen Rat geben kann ich dir nicht, denn auch ich warte da immer noch auf die große Eingebung.

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Re: Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Do Dez 11, 2008 8:29 am

Moin Michael und Kurt,

das Thema "Reisanbau" haben zwei unserer Werners da schon etwas intensiver beleuchtet:

viewtopic.php?f=363&t=2286

Bei Tätigkeiten, die einem Farang in Thailand gesetzlich verboten sind wie eben Landwirtschaft, kann man allenfalls als "stiller" Teilhaber in Form des Geldgebens für mehr Landeigentum beteiligt sein. Das bedeutet aber im Fall der Fälle leider auch, dass man "still" zu bleiben hat, auch nichts zurückverlangen darf auf normal legalem Wege. Grundeigentum, das die Farangs zum Wohnen oder zur Bodenspekulation auch nicht erwerben dürfen, kann ja immer noch bei mitunter günstigem Urteil mit großem Verlust verkauft werden, auch wenn man für den illegalen Erwerb ggfs. eine Zeitlang Urlaub in einer staatlichen Einrichtung mit Riesenkomfort machen darf. Danach kann man als "Krimineller" abgeschoben und nie wieder nach Thailand reingelassen werden. Also rate ich da zu größter Vorsicht und minimalsten Erwartungen! Zum Thema "Landkauf" gibt es da einen Thread:

viewtopic.php?f=12&t=464

Na, und Erfahrungen zu anderem geschäftigen Zeitvertreib gibt es haufenweise in unserem Thread "Geschäftsideen" nachzulesen:

http://www.korat-info.com/forum/viewtop ... =10&t=1621

:prost und viel Erfolg wünscht

Klaus

jogi
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Re: Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon jogi » Do Dez 11, 2008 10:04 am

Ich bin Hellseher und Wahrsager und ich gebe Dir den guten Rat: Vergiß es! Lerne lieber Aquarellmalen, schreib ein Buch, pflanze Bäume, etc. Und am besten wäre vielleicht, Ihr heiratet erst, wenn Ihr zwei Jahre zusammen in Thailand gelebt habt. Verlobt sein ist auch schön. Ich bin schon sieben Jahre verlobt. Und wichtiger ist, daß man buddhistisch verheiratet ist. Das ist zwar teurer als Standesamt aber für Euer Ansehen hier in Thailand ist nur das wichtig.Tut mir leid, wolltest ja Meinungen hören.

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koratwerner (†2012)
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Re: Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon koratwerner (†2012) » Do Dez 11, 2008 10:55 am

Chang Mai Krap hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich möchte demnächst meine thailändische Verlobte Pattama heiraten und in ein paar Jahren nach Thailand auswandern.
Ich habe ein ausreichendes finanzielles Polster, wir werden beide nicht arbeiten müssen.


Hallo Michael!

Hab zwar bei weitem nicht so viel Erfahrungen gesammelt, wie unser Freund Jogi und bin auch nicht so höflich wie er. Deshalb mal etwas brutal. Ein Farang mit Vermögen ist für jede Thaifrau der ideale Partner. Doch weitaus beliebter ist ein reicher Farang bei ihrer Familie, denn er ist mit seinem Geld oftmals der Garant für deren sorgenfreies Leben.

Da Du erst in einigen Jahren nach Thailand auswandern willst, warte bitte mit jeder Investition oder Beteiligung irgendwelcher Art ab. Du hast nämlich keine Kontrollmöglichkeit, kannst nicht steuernd eingreifen und wirst mit 99%tiger Sicherheit viel oder gar alles verlieren

Der Empfehlung von Jogi, erst einmal sich zwei Jahre in Thailand umsehen, Land, Leute und vor allen Dingen ihre Familie und deren Mentalität kennen lernen und dann erst rechtskräftig heiraten, kann ich nur beipflichten. Zwischenzeitlich genügt eine auf dem Land noch übliche private Heirat, bei der fast immer buddhistische Mönche zugegen sind. Diese Heirat ist nicht rechtsverbindlich. Den umständlichen Papierkrieg mit dem Standesamt kannst Du, wenn alles gut läuft, später immer noch erledigen.

Wie Du schon sehr richtig erkannt hast, kann für einen Farang das Leben in Thailand, zumal auf dem Land, auf Dauer langweilig sein. Einen brauchbaren Rat wird Dir wohl niemand geben können. Sogar Dogmai, der Land und Leute kennt, wartet noch auf eine göttliche, bzw. buddhistische Eingebung, wie er Dir sinngemäß schreibt.

Einer meiner Freunde züchtet zum Beispiel Ziegen und Fische. Ein anderer befasst schlägt seine Zeit mit dem Internet tot. Ein dritter ist zum Gärtner geworden, der vierte renoviert die Häuser und Wohnungen der Familie seiner Frau und nicht wenige haben sich zu Wirtschaftsfachleuten entwickelt, die im Umkreis von 50 km jede Kneipe kennen.

Thailand ist für uns Farang halt ein Urlaubsland und wenn das Geld vorhanden ist, kann man hier viel planen, unternehmen und davon zehren.

Lieber Michael, mehr fällt mir auf Anhieb anhand Deiner etwas nicht ausgereiften Fragen zu diesem Thema nicht ein. Als Cumputerfachmann findest Du sicher viel über das Leben in Thailand. Übereile nichts und lass es die Zeit bringen.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir alles Gute.

Werner aus Korat
Es ist nicht schwer zu wissen wie man etwas macht,
aber es ist schwer es auch zu tun!

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dogmai
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Re: Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon dogmai » Do Dez 11, 2008 11:36 am

@jogi
köstlich und wahr

@Werner aus Korat
ausführlich und wahr

Ich lerne ständig dazu :wave

ChangMaiKrap(?2009)
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Re: Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon ChangMaiKrap(?2009) » Fr Dez 19, 2008 4:47 am

Sawadee krap zusammen :t

und herzlichen Dank für die guten Ratschläge, Tipps und Links.

Ich glaube:

- ich werde der Familie meiner Frau/Freundin so oder so unter die Arme greifen müssen. Deshalb denke ich, dass sie sich (und ich mich) wohler fühlen wenn sie nicht jeden Monat um ein Almosen von mir betteln müssen, sondern sich selbst versorgen können. Evtl. könnte eine Farm oder etwas in der Art, dass das Überleben und einen gewissen Lebensstandard sichert, mittel- bis langfristig die intelligentere Wahl sein. Der Ansatz von dogmai gefällt mir dsgbzl. sehr gut.

- im umgekehrten Fall würden wir auch nicht anders handeln. Wenn plötzlich ein Millionär von irgendwoher auftauchen und unsere Tochter/Schwester/Nichte heiraten würde, hätten wir auch die Erwartungshaltung, dass er uns bei unseren Träumen/Wünschen/Plänen, wenigstens geringfügig, unterstützt. Ich sehe da nichts Verwerfliches.

- dass Thais nicht dumm/faul/uninteressiert sind, sondern einfach andere Prioritäten setzen. Prioritäten für Dinge, die uns Europäern vielleicht schon lange verloren gegangen sind, wie Familie, Freunde, Freude am Leben, anderen eine Freude machen, Gutes tun, Spass haben. Möchte ich auch.

- bzw. weiss, dass meine Pattama kein Schengenvisum bekommen wird, weil sie ihre "Rückkehrwilligkeit" nicht belegen kann und die "soziale Verwurzelung" fehlt (Original-Ton deutsche Botschaft Bangkok). Kein Haus, keine Kinder (sie ist 21), kein regelmäßiges Einkommen bzw. entsprechende Einkommensnachweise (sie arbeitet auf der Farm ihrer Großmutter in Korat, ohne "Lohnabrechnung"). Deshalb können wir nur über ein Heiratsvisum zusammenkommen, oder uns die nächsten paar Jahre lediglich (wie bisher) über Skype sehen. Deshalb Heirat statt "mal umschauen".

- dass ich mich sehr freuen würde euch mal persönlich, sozusagen "vor Ort" kennen zu lernen :wave

Viele Grüße, nochmals Danke und euch eine gute Zeit,
Chang Mai

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koratwerner (†2012)
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Re: Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon koratwerner (†2012) » Fr Dez 19, 2008 11:02 am

Ich glaube, Du siehst die Situation realistisch und Deine Einstellung, der Familie Deiner Freundin etwas unter die Arme greifen zu wollen, zeugt von Deiner Ernsthaftigkeit.
Ungeachtet der Höhe der Zuwendung, solltest Du das Geld nicht direkt an die Eltern überweisen, sondern an Deine Freundin und ihr überlassen, was sie für ihre Eltern tun will.

Etwa 5.000 Baht monatlich, ist für einen Reisbauern eine Menge Geld und Du kannst sicher sein, die Eltern werden es ausgeben. Überlässt Du es aber Deiner Freundin ihre Eltern zu unterstützen, ermöglichst Du ihr damit eine gute Tochter zu sein.

Wenn sie charakterlich so ist, wie ich es Dir wünsche, kannst Du sicher sein, dass sie zwar ihren Eltern hilft, doch auch für sich, bzw. für Euere Zukunft etwas auf die hohe Kante legt.

Mit Großzügigkeit erweckst Du in Thailand leicht weitere Begehrlichkeit und förderst den Müßiggang. Denke Du finanziell als erstes an Eure gemeinsame Zukunft. Gute Eltern und Deine Freundin werden das akzeptieren und verstehen.

Ansonsten besteht leider immer die Gefahr der Abzocke. Weniger von Seiten Deiner Freundin, als von ihrer Familie, der sie sich Zeit ihres Lebens verbunden sein fühlt.

Alles Gute und viel Glück für Euere Zukunft wünscht Euch

Werner aus Korat

dirk
Korat-Isaan-Forum-Gast

Re: Ist eine Reisfarm in Korat rentabel?

Ungelesener Beitragvon dirk » Fr Dez 19, 2008 9:10 pm

bin kein reis bauer
aber knecht
es ist ein hartes brot sich in thailand selbstsaendig zu machen
der preiss in baht oder in euro bezahlen zahlst du selbst
1. die anschaffungen von maschienen u. gaeraehten
2. die behoerden..........[ kom. klaus.]
3. die kundschaft ..der markt
4. der absatz der verkauf
5. der verkaufs preiss
der gewinn ist fuer uns euros minimal
===========================================
mein traum ein 911 turbo
eine villa am meer
ein boot . ein reit pferd ist geplatzt
aber habe eine beschaeftigung die mich ausfuehlt u. thais etwas beizubringen zu erlernen ....die es auch danken
aber meine pesion kommt jeden monat
und gott sei dank
mit gruss zum fest
dirk der baeck.


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