Nationalparks, das Naturerbe

Thailand verfügt über eine exotische Pflanzen- und Tierwelt, die in der jetzigen Zeit gefährdet ist, wie nie zu vor. König Bhumibol, obwohl er und seine Frau Sirikit sich sehr stark für die Belange der Landwirtschaft einsetzen, widmeten sich auch in den 50ziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts dem Erhalt der bis dahin noch in ihrer Ursprünglichkeit erhaltenen Natur. Dieses Bestreben führte im Jahr 1962 zur Gründung des Khao Yai, dem ersten Nationalpark in Thailand. Bis heute sind es mehr als 130 Land- und Meeresgebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 34.000 qkm, die unter strengem Naturschutz stehen.
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koratwerner (†2012)
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Nationalparks, das Naturerbe

Ungelesener Beitragvon koratwerner (†2012) » Sa Jul 26, 2008 7:22 am

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Thailand verfügt über eine exotische Pflanzen- und Tierwelt, die in der jetzigen Zeit gefährdet ist, wie nie zu vor. König Bhumibol, obwohl er und seine Frau Sirikit sich sehr stark für die Belange der Landwirtschaft einsetzen, widmeten sich auch in den 50ziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts dem Erhalt der bis dahin noch in ihrer Ursprünglichkeit erhaltenen Natur. Dieses Bestreben führte im Jahr 1962 zur Gründung des Khao Yai, dem ersten Nationalpark in Thailand. Bis heute sind es mehr als 130 Land- und Meeresgebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 34.000 qkm, die unter strengem Naturschutz stehen. Weiter gibt es an die 100 Wildreservate mit etwa 23.000 qkm und 65 Waldparks. Somit steht ca. 15% des Landes unter Naturschutz.

Von den bergigen Wäldern im Norden, über die Regenwälder und den Korallenriffen im Süden des Landes, sind alle Parks über gut ausgebaute Straßen erreichbar. In den größeren Parks gibt es oft einfache Unterkünfte und es werden Führungen durch das Parkpersonal angeboten. Doch nicht alle Flächen sind dem Naturfreund offen. Nur ein kleiner Teil der Naturparks ist den Besuchern zugänglich.

In der Provinz Nakhon Ratchasima befinden sich u.a. große Teile der zwei größten Nationalparks Thailands. Das ist im Südwesten der Khao Yai und der sich östlich daran anschließende Thap Lan Nationalpark. Diese Naturparks umfassen in etwa die gesamte Gebirgsstrecke des Dong Phaya Yen Gebirgszuges, der sich in einer Höhe zwischen 100 und 1.350 m über etwa 230 km erstreckt und die Korat-Hochebene von den südlichen Provinzen des östlichen Zentralthailand trennt. Beide Parks sind in etwa gleich groß und umfassen zusammen eine Fläche von 4.440 qkm. Drei kleinere Nationalparks mit einer Gesamtfläche von 720 qkm schließen sich östlich dem Thap Lan an, sie erstrecken sich bis zur kambodschanischen Grenze.

Der Gebirgszug Dong Phaya Yen ist relativ niederschlagsreich. Hier entspringt der Fluss Mun, der sich mit seinen Nebenflüssen nördlich der Bergkette bis zum Mekong erstreckt und mit seinen Talsperren der Wasserregulierung des südlichen Isaan dient. Der Dong Phaya Yen ist eine Wasserscheide. In südlicher Richtung erfolgt die Entwässerung der Naturparks in den Prachinburi Fluss, dem Nam Sai Yai und dem Khwae Khamon, die durch das östliche Tiefland fließen. Nördlich vereinigen sich die kleinen Flüsse im Mun, dem Mondfluss, der den südlichen Isaan in östlicher Richtung durchfließt und an der Grenze zu Laos in den Mekong mündet.

Da in der Regenzeit die Wolken von Südwesten auf die Bergkette treffen, ist der größte Niederschlag im südwestlichen Khao Yai. Hier befinden sich auch die meisten Wasserfälle des Gebietes. Die Niederschläge im östlicher gelegenen Thap Lan sind geringer. An dessen Nordseite gibt es sogar Gegenden, in denen kaum Regen fällt und die entsprechend trocken sind.

Die Region kennt drei Hauptjahreszeiten mit einer Durchschnittstemperatur von 28 Grad Celsius. Während der Regenzeit vom Mai bis Oktober fallen täglich 270 mm Regen. Der nasseste Monat ist der Oktober. Die sich anschließende kalte Jahreszeit von November bis Februar ist mit durchschnittlich 24 Grad Celsius kühler und trocken. Obwohl die Nächte kalt sein können, eignet sich diese Jahreszeit zum Kampen.

In den zwei Monaten März und April steigt die durchschnittliche Temperatur auf 31 Grad Celsius. Zwar ist das Klima gegenüber den anderen Landesteilen angenehmer, doch wegen der Trockenheit versiegen die Flüsse und Wasserfälle. Da die Wälder dennoch genügend Wasser speichern, bleibt auch die niedrigere Vegetation während der Trockenzeit begrünt, wohingegen die zu den Parks gehörenden niedrig gelegenen und abgeholzten Flächen an der Nordseite durchaus ausgedörrt sein können. Ein langfristig angelegtes Wiederaufforstungsprogramm soll hier Abhilfe schaffen.

Da der Khao Yai und der Thap Lan Naturpark eine sehr große Fläche umfassen, von der nur ein verschwindend geringer Teil den Besuchern zugänglich ist, bieten diese Nationalparks nicht nur der Vegetation, auch vielen Tieren, wie Elefanten, wilden Büffeln, Schwarzbären, Hirschen, Affen und sogar einigen wenigen Tigern einen geschützten Lebensraum. Nicht nur diese Säugetiere haben hier eine Heimat, auch an die 150 Vogelarten und viele selten gewordene Reptilien sind hier in diesen vegetationsreichen Schutzräumen noch zu Hause.
Es ist nicht schwer zu wissen wie man etwas macht,
aber es ist schwer es auch zu tun!

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