Im Nakhon Ratchasima Zoo

Unser Korat. Das ist der Hier und in der näheren Umgebung leben viele deutschsprachige Aus- und Umsiedler. Unsere Leser in der alten Heimat werden sich über unsere BHerichte freuen. Wer Korat nicht kennt, findet es auf keiner Landkarte und auch nicht bei Google Earth, denn sie heißt offiziell Nakhon Ratchasima, weil sie die Hauptstadt dieser größten Provinz im Isaan ist, die den gleichen Namen trägt.
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koratwerner (†2012)
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Im Nakhon Ratchasima Zoo

Ungelesener Beitragvon koratwerner (†2012) » So Okt 26, 2008 1:01 pm

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Die Korater sprechen vom Korat - Zoo, wenn sie den Nakhon Ratchasima Zoo meinen. Von Korat aus erreicht man ihn über die Nationalstraße 304 in Richtung Pak Thong Chai, oder über die 224 in Richtung Chok Chai und nimmt nach Dan Kwian, dem Töpferdorf, die 2310. Folgt man den Hinweisschildern, ist man mit dem PKW nach etwa 30 Minuten am Ziel.

Nach dem Passieren des Kassenhäuschens fährt man direkt bis zu den Gehegen, wo man freie und einige überdachte Parkplätze findet. Die Eintrittspreise betragen derzeit für Ausländer 100 Baht für Erwachsene bzw. 50 Baht für Kinder. Für Einheimische beträgt der Eintrittspreis entsprechend 50 Baht bzw. 10 Baht für Kinder. Um mit dem Auto direkt bis zu den an den Gehegen liegenden Parkplätzen fahren zu können, was sehr empfehlenswert ist, habe ich 50 Baht bezahlt.

Der weiträumig angelegte Zoo wurde erst 1998 in seiner jetzigen Form auf einer Fläche von 545 Rai, entsprechend etwa 870.000 qm erstellt. Zu Fuß kann man die einzelnen Gehege über einen etwa 5 km langen Rundkurs besuchen. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache. Deshalb wird von den Parkplätzen aus dieser Kurs laufend von Elektromobilen abgefahren. Je nachdem wohin man gerade will, steigt man unterwegs aus oder steigt wieder zu. Dieser Service kostet derzeit 20 Baht. Fahrräder kosten pro Stunde 30 Baht und ein Elektromobil kostet pro Stunde 350 Baht.

Heute bin ich zum dritten Male hier. Bisher bin ich mit einem großen Elektromobil gefahren, welches sich stolz Railway nennt und dann habe ich ein anderes Mal ein Elektromobil benutzt. Heute herrscht eine angenehme Temperatur und deshalb geht es auf Schusters Rappen los.

Die Anstrengung des Laufens, immerhin Pumpe und Gelenke sind bei mir lädiert, hab ich nicht bereut. Man sieht einfach mehr und sieht intensiver. So habe ich heute noch einiges entdeckt, wo ich früher einfach dran vorbei gefahren bin.

Streckenweise ähnelt diese Anlage mehr einem weitläufigen Park, als einem Zoo. Wie andere thailändische Zoos auch, ist auch dieser Zoo ein Vergnügungspark. Man kann auf Elefanten reiten, sich eine Thaimassage gönnen, die Kinder auf einer kleinen Gokartbahn oder mit Plastikenten auf einem Becken fahren lassen oder sich in einem der vielen Restaurants ausruhen.

Meine Frau kommt auch heute wieder nicht aus dem Staunen nicht heraus. Trotzdem sie seit 25 Jahren in Korat wohnt, ist sie früher nie hier gewesen. Jetzt sieht sie zum zweiten male in ihrem Leben Löwen, Nilpferde, Rhinozerosse, sogar weiße, Antilopen, Leoparden, Tiger, Zebras, Kamele, Menschenaffen und afrikanische Krokodile. Natürlich auch einheimische Tiere, darunter viele Schlangen, Schildkröten und urtümliche Büffel.

Da die Gehege relativ groß sind, ist es nicht immer leicht die sich oft vor der Sonne im Schatten von Bäumen und Büschen versteckten Tiere zu entdecken.

Der Zoo von Nakhon Ratchasima ist auf jeden Fall sehenswert und aufgrund der offenen Gehege finden manche Besucher ihn sogar schöner, als die bekannteren Zoos in Bangkok und Chiang Mai.

Für Fotografen ist dieser Zoo ein El Dorado. Doch wegen der teilweise sehr großen Gehege, in denen sich die Tiere weit zurückziehen können, ist eine gute Kamera mit Zoom angebracht. Mit meiner Digi hab ich deshalb nur wenig gute Fotos schießen können.

Der Zoo hat kürzlich sogar Nachtsafaris eingeführt, um dem Besuchern die Chance zu geben, die gut 2,000 Tiere auf dem Gelände auch nach Dunkelheit erleben zu können. Dieser Service wird allerdings nur an Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen von 19 bis 21 Uhr angeboten. Die Besucher können die Tiere dann während einer einstündigen Straßenbahnfahrt (80 Sitze) entlang einer 5 km Kreisroute beobachten. Der Fahrpreis beträgt 20 Baht für Kinder und 80 Baht für Erwachsene. Die Preise für Ausländer betragen 50 und100 Baht.

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es direkt vor dem Zoo. Die kleinen Bungalows sind klimatisiert, liegen an einem großen Teich und kosten derzeit pro Tag 1.000 Baht. Wer es etwas luxuriöser haben will, kann sich im etwa 10 km entfernten Korat Ressort Hotel einquartieren. Ansonsten fährt man bis ins etwa 20 km entfernte Korat.

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Sechzehn Kinder und Erwachsene haben wir gezählt, als alle ausgestiegen waren. Das bewegt sich noch im normalen Bereich. Manche, die eine weitere Anfahrt hinter sich haben, müssen sich erst stärken, bevor die Besichtigung beginnt.

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Wir marschieren los und als aus einem Gebäude eine Durchsage per Lautsprecher ertönt, muss Don wissen was da los ist. Seelöwen und Pinguine lese ich, während Dom zwei Eintrittskarten a. 20 Baht für die gleich beginnende Vorstellung besorgt.

Wir sind zu so ziemlich die Letzten, deshalb gibt es auf den Zuschauerrängen keinen Sitzplatz mehr. Macht nichts, Hauptsache, ich kann etwas fotografieren. Später begeben wir uns in das Untergeschoss dieses Gebäudes. Hier könnte man die Seelöwen durch ein großes Fenster beim Schwimmen beobachten, doch jetzt sind sie nicht in ihrem Becken, weil sie außerhalb von ihren Pflegern gefüttert werden.

Hinter einer anderen Scheibe sind jedoch einige Pinguine zu sehen. Da das Glas aber beschlagen ist, gerät keine meiner Aufnamen.

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Der nächste Halt ist eine große Reptilienanlage. Hier sind Schlangen, Schildkröten und andere Getiere zu sehen.

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Einige Kobras sind auch da, doch die meisten Schlangen halten sich versteckt, haben kein Interesse daran, sich in ihrer Schönheit zu präsentieren.

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Auch die Krokodile im Freigehege haben keine große Lust sich den Zuschauern zu zeigen. Deshalb sind wir froh zumindest etwas von einem im trüben Wasser davonziehenden Exoten zu erblicken.

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Wir wandern weiter durch die großräumige Anlage und freuen uns über einen Schwarzbären, der uns genau so neugierig betrachtet, wie wir ihn.

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Die Schimpansen in ihrem großen Freigehege stören sich ebenso wenig, wie die sich durch die Bäume schwingenden Lemuren, an die Besucher.

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Die Zoobesucher, die mit diesem Bähnchen oder mit einem Elektromobil durch den Zoo fahren, sehen nicht allzu viele Tiere. Das Bähnchen hält an den Gehegen kurz an, es erfolgt eine Durchsage was man gerade erblickt oder auch nicht sieht, weil viele Tiere sich etwas versteckt halten, dann geht es sofort weiter. Zeit ist Geld und da heute Samstag ist, warten am Startpunkt schon die Nächsten.

Ein Elektromobil ist da schon etwas besser. Man kann anhalten wo man will, doch die meisten Benutzer fahren ohne Unterbrechung weiter. Und wenn dann sogar Kinder das Lenkrad halten dürfen, ist das Fahren viel interessanter, als Anhalten, Aussteigen und mühsam nach irgendwelchen Tieren suchen.

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Diesen Lemuren, der sich auf seinem Seil ausruht oder den einsamen Bison, der sich in den Schatten eines Baumes zurückgezogen hat, hat wohl kaum jemand von den Motorisierten gesehen.

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Wir wandern gemächlich weiter durch die Anlage und verweilen etwas bei den Antilopen, die sich an ihrer Futterstelle eingefunden haben.

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In den Gehegen der Vögel erblicken wir jetzt einen einsamen Kranich. Das Bild gerät einigermaßen. Doch den Nashornvogel, der hoch oben in seine große Voliere auf einem Ast hockt, erwische ich nicht in seiner vollen Schönheit. Ja, ein gutes Objektiv müsste ich haben.

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Den jungen Tiger erwische ich aber recht gut, doch die anderen kleinen Raubtiere, die in einem Gebäude hinter dicken Glasscheiben ihre Wohnstatt haben, sind meinem Fotoapparat nicht zugänglich. Die Lichtverhältnisse und vor allen Dingen das milchige Glas verhindern das.

Sollte sich jemals eine ganz hohe Persönlichkeit hier her verirren, bin ich aber wieder hier. Dann sind wahrscheinlich überall die trüben Glasscheiben gereinigt worden. Also wenden wir uns weiter den Außengehegen zu.

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Wir passieren eine Gruppe Besucher, die eine Zwischenmahlzeit benötigen und landen bei den Elefanten.

Nein, die sind in Wirklichkeit nicht rot. Das ist nur der getrocknete Schlamm aus roter Erde, in dem die sich gewälzt haben.

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Auch die Giraffen haben, wie die Antilopen, jetzt Fütterungszeit. Sieht man sie sonst nur aus der Ferne, kann man sie jetzt aus wenigen Metern Entfernung betrachten. Selbst der Leithengst der kleinen Herde überwindet seine Scheu vor den Menschen und nähert sich der Futterstelle, wo ein Haufen frisch geschlagener Äste auch auf ihn wartet.

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In diesem Teil des Zoos sind einige Vogeltiere zu sehen. Außer einsamen Kranichen und noch einsameren Pfauen erblicken wir jetzt eine kleine Straußen- und Flamingokolonie.

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Etwas weiter sehen wir dann weiße Onyxantilopen und gleich nebenan eine Hyäne, die sehnsüchtig und aufgeregt auf und ab läuft, jedoch ihr potentielles Beutetier nur aus Ferne betrachten kann.

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Weiße Rhinozeros, steht an diesem Gehege. Doch von Weiß ist keine Spur zu sehen. Diese afrikanischen Steppenbewohner wälzen sich genau so gerne wie die Elefanten in dem roten Schlamm herum. Dickhäuter haben, was Empfindlichkeit anbetrifft, keine dicke Haut und sind gegen Parasiten sehr empfindlich. Sie lieben deshalb die Schlammschicht, weil sie sich damit vor lästigen Getier schützen.

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Den Kopf dieses über zwei Meter messenden Straußes hätte ich gerne noch etwas größer aufs Bild gehabt, doch der Bursche langte mit seinem langen Hals über die Umzäunung. Na ja, nähere Bekanntschaft mit seinem kräftigen Schnabel wollte ich nun doch nicht machen. Da war die Aufnahme seiner kleinen Familie doch etwas ungefährlicher zu machen.

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Unser nächster Halt ist beim Löwenzwinger. Draußen liegt eine Löwin, die gedankenvoll ins Nachbargehege schaut, wo sich einige Antilopen an ihrer Futterstelle eingefunden haben. Trotz unserer intensiven Suche haben wir jedoch keinen anderen Löwen entdecken können.

Am Tigergehege und bei den Leoparden war es auch so, diese Tiere haben so ein großen und weiträumigen Auslauf, dass sie sich soweit zurückziehen können, dass sie sich von den Menschen nicht mehr gestört fühlen.

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Die Kamele jedoch und die Esel, die fühlen sich von den Besuchern nicht belästigt. Sind eben halt Kamele und Esel.

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Fast unbemerkt hat sich der Himmel bewölkt und da wir uns gerade in der Nähe der großen Ladenzeile am Eingang befinden, warten wir ab, was passiert. Zu Recht, ein kräftiger Regenschauer jagt alles was Beine hat in die Schutzhütten, Restaurants und sogar in eine der vielen Toiletten.

Wir haben es gut getroffen und als wir dann den Zoo verlassen, um uns draußen diese Bungalowanlage anzusehen, scheint schon wieder die Sonne.
Es ist nicht schwer zu wissen wie man etwas macht,
aber es ist schwer es auch zu tun!

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samlor
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Re: Im Nakhon Ratchasima Zoo

Ungelesener Beitragvon samlor » So Okt 26, 2008 5:16 pm

Hallo Werner,
vielen Dank für deinen tollen Bericht über den Korat Zoo.
Ich persönlich finde ihn etwas langweilig, das kann auch daher kommen, dass bei meinem Besuch im April 2007 sehr wenig Tiere da waren.
Angeblich waren sie ausgeliehen an den Zoo in Chiang Mai.
Ich hatte mir deshalb auch nur die Afrikanische Ecke angeschaut und ausserdem fing es auch an zu regnen weshalb Oy dann auch gedrängelt hatte zu gehen :cussing .
Ein paar Bilder habe ich auch gemacht.

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Ich habe die Bilder etwas kleiner gemacht, damit die Modem User nicht so lange warten müssen, ich hoffe man sieht trotzdem noch etwas.

PS. @Werner, ich bearbeite meine Bilder mit Photoshop-Elements da kriegt man noch viel raus aus nicht so gut belichteten Bildern. Bei Bedarf bitte PN an mich.
Gruss, Rainer


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