Golfspielen

Bernd
Korat-Isaan-Forum-Gast

Golfspielen

Ungelesener Beitragvon Bernd » So Mär 11, 2007 7:49 pm

Ich weis garnicht wie ich anfangen soll, denn eigentlich kann ich gar kein Golf spielen. :oops:

Andererseits werde ich wohl künftig viel Zeit haben und ein Golfplatz liegt gerade mal um die Ecke :arrow: http://www.royalhillsresort.com/GolfCourse.html

Vielleicht hat der eine oder andere schon ein wenig Erfahrung mit Golf spielen und kann berichten. Würde mich sehr darüber freuen :P

Mr.Marc (?2007)
Korat-Isaan-Forum-Gast

Ungelesener Beitragvon Mr.Marc (?2007) » Fr Jun 08, 2007 6:42 pm

Hallo Sugar,

Ich bin auch kein Profi in diesem Sport, aber ich kann Golfen nur empfehlen. Man glaubt kaum wie (positiv) anstrengend so ein Tag auf dem Platz sein kann. Das Laufen und Schlagen schlaucht ganz schön, besonders wenn man sonst keinen Sport treibt. Ich versuche hier mal meine Eindrücke und Erfahrungen etwas wieder zu geben.

Vorab – den von dir geposteten Club/Platz kenne ich(noch) nicht.

Die Ausrüstung:
    Tasche: Die Tasche sollte mit Fächern für Bälle, Tees, Trinkflasche, Geldbörse, Zigarette und einen Schirmhalter ausgestattet sein, und eine 6er Einteilung im Staufach der Eisen haben. In Thailand werden (meines Wissens) auf allen Golfplätzen die „Caddys“ oder Taschenträgerinnen gemietet. (je nach Club und der eigenen Zufriedenheit zwischen 150-500 Baht/Spieltag. Die Caddys haben ihre Clubeigenen „Trolleys’“ in die sie deine Taschen packen – also eine Tasche mit Rollen(Trolley) ist hier unnötig (und ohnehin teurer)
    Eisensatz, Driver und Putter
    Bälle und Tees
    Sonnenschirm: (besonders hier in Thailand sinnvoll für die „Wanderung“ von einem Loch oder (Ab)schlag zum anderen)
    Handschuhe: Ich habe mir angewohnt mit zwei Handschuhen zu spielen, wobei ich viele gesehen habe, die nur mit einem spielen (an der Griff-. oder Führungshand – oder wie auch immer man die nennen mag)
    Kleidung: Da Golfen auch hier eine der “Königsklassen“ des Sports ist, besteht auf allen Golfplätzen Kleiderordnung: Unabhängig ob Lang-, oder Kurzärmlig (oder „Beinlig“) gespielt wird sollte folgendes beachtet werden. Shirt oder Hemd immer in die Hose stecken, nur Polo-Shirts (keine T-Shirts ohne Kragen oder Knopfleiste) immer Golfschuhe (manche sind da auch etwas toleranter beim ersten Besuch oder als „Gastspieler“)Keine grellen oder knalligen Farben, am besten dunkelblau, schwarz oder weiß – dezente farblich abgesetzte Streifen sind „erlaubt“! (musst im Siam Country Club in Pattaya mal nach Hause fahren zum umziehen weil mein in den USA neu erstandenes Golfoutfit!(hatte das extra als solches in einem Golf-Shop gekauft) zu modern war – weiß-gelbe kurze Shorts, orangenes Shirt) Viele nehmen ein Handtuch mit gegen den Schweiß und für trockene Hände mit. Bei mir haben sich ein kleines Gästehandtuch und ein großes „Pajen“ eingebürgert.


Generell sollte der Anfänger ein paar Trainingsstunden nehmen, oder sich von einem geübten Spieler ein paar Tipps und Tricks zeigen lassen, um so Anfängerfehler und Fehlhaltungen/Stellungen zu vermeiden, die sonst kaum mehr „raus“ zu bekommen sind.
Ich hatte die ersten 500 Bälle auf etwa 4 Stunden oder Trainingseinheiten verteilt auf einer „Driving Ranch“ verbracht. Alleine auf den Golfplatz zu gehen ist zumindest bei den ersten 10-15 Games nicht so Sinnvoll. Hilfestellung eines erfahreneren Spieles sind in dieser Zeit noch „Gold Wert“!

18 Loch Plätze beanspruchen bei einem Anfänger (sofern der Platz leer ist) etwa 5 Stunden – so zumindest bei mir.
Spieler oder Gruppen die „schneller“ spielen sollte man am nächsten Abschlag einfach vor lassen.
Auch ist Ruhe eines der hohen Gebote. Zumindest wenn ein Spieler abschlägt wird es nicht gerne gesehen wenn gesprochen wird. „Aufgehacktes Gras wird in der Regel vom Caddy „repariert“, und auch sonst sollte man deren Tipps bei der Auswahl der Eisen, oder beim Putten die Schlagrichtung gerne annehmen, sie kennen den Platz – dies gilt besonders für den Beginner. Ist man zufrieden mit der Leistung und den Tipps, sollte man sich die Telefonnummer von ihr geben lassen und sie (am besten eins zwei Tage vorher) anrufen und fürs nächste Mal „reservieren“. Man verliert so die „Anfängerscheu“ schneller und kennt sich schon. Ein „eingespieltes“ Team funktioniert einfach besser. Zwischen den Löchern ist es üblich dem Caddy einen Drink zu spendieren, wobei sie in der Regel abseits sitzt.
Duschen nach dem Spiel in der Regel im Club. Es wird nicht gerne gesehen, wenn man bereits mit Golfer-Kleidung in den Club kommt. Also in Straßenkleidung kommen und (nach dem duschen)gehen. Viele sitzen nach dem Spiel noch auf eins zwei Drinks im Club oder essen dort.
Nicht vergessen, seinem Mitspieler(n) die Hand nach dem Spiel zu reichen um sich für das „schöne“ Spiel zu bedanken.
Wichtig ist zu akzeptieren dass man Anfänger ist. Ich kenne Spieler die bereits 30 Jahre spielen und trotzdem Bälle „verhauen“ oder das Gras weiter fliegt als der Ball. Also kann unsereins das auch passieren. Man sollte auch nicht versuchen den Ball mit Gewalt so weit wie möglich Schlagen zu wollen, auch wenn es ein „geiles Gefühl“ ist wenn der Ball mal über 175 Yards fliegt. Mit Gefühl fliegt der Ball weiter und meist auch in etwa in die Richtung die man sich vorgestellt hat. Anfänglich hätte ich meine Bälle sicher weiter werfen können, als ich das mit dem Eisen schaffte, aber Stetigkeit und Ausdauer ist auch hier das Geheimnis des Erfolges. Man hat Tage da übertrifft man sich selbst, und an anderen Tagen hat man das Gefühl man sollte auf den Minigolfplatz gehen – da wäre man evtl. besser aufgehoben.
Ich hatte meine Ausrüstung Second Hand (gilt für Eisen, Driver und Putter) in einem Shop erstanden (aber einen Profi zur Entscheidungshilfe dabei) und komplett 5.250 Baht bezahlt. Schuhe mit 1.650 Baht sowie Shorts, Shirts und Socken für etwa 2.500 Baht kamen extra dazu.
Für neue Profi-Eisen zahlt man ab 8.000 Baht (nach oben keine Grenzen) das Stück, was meines Erachtens für einen Anfänger unnötig ist. Man spielt mit teureren Eisen nicht besser – im Gegenteil.
Ein Tag auf dem Platz ist abhängig davon ob man Mitglied in einem Club ist, Gastspieler oder „normaler“ Spieler.
Als Member oder Mitglied zahlt etwa den halben Preis eines Normalspielers, und wird bei der Platzbuchung vorrangig behandelt ,-lohnt sich meines Erachtens aber nur bei wirklich wöchentlich 4-5 Spieltagen und einer Spieldauer von mehreren Jahren, da die meisten Clubs eine „Live Time“ Mitgliedschaft anbieten die ab 100.000 Baht aufwärts kostet – wenn überhaupt „was frei ist“ - Als Gastspieler, also von einem Mitglied eingeladen zahlt man etwa 30% mehr als der Member, der „normale“ Besucher zahlt 100% mehr als der Member. Preise differieren von Club zu Club, und auch die Preisstaffelungen sind unterschiedlich. Ich habe von 600 Baht (ohne Caddy – den man direkt am Platz nach dem Spiel zahlt) als Gastspieler bis zu 2.300 Baht als „normaler“ Spieler gezahlt.

Mein Fazit:
Golfen ist eine anspruchsvolle, gesunde und sehr spaßige (in der richtigen Runde ist es nicht nur Todernst) Abwechslung zum täglichen Nichtstun. Einmal angefangen, sollte man es regelmäßig tun um nicht aus der Übung zu kommen, und auch immer mal wieder auf eine Driving Ranch fahren um einfach ein paar Bälle zu schlagen. Hierher braucht man nicht seine gesamte Ausrüstung zu schleppen. Da reichen das Neuner Eisen und evtl. ein Driver zum Abschlag. Mehr als 120 Bälle zu schlagen macht aber auch keinen Sinn. Es schmerzt sonst schnell im Arm und man:“fährt“ so ein dass der Übungszweck nicht mehr gegeben ist. 30 Bälle schlagen, eine kleine Pause, vielleicht eine Zigarette und dann die nächsten Bälle. So hat mir das ein „Profi“ gezeigt, der das auch nach 40 Jahren noch so praktiziert.

Good Putt...

    Ein Amerikaner, ein Deutscher und ein Araber unterhalten sich bei einem Getränk.
    Amerikaner: "Ich habe 6 Söhne, noch einen und ich habe eine Basketballmannschaft!"
    Deutscher: "Ich habe 10 Söhne, noch einen und ich habe ne Fussballmannschaft!"
    Araber: "Ich habe 17 Frauen, noch eine und ich habe einen Golfplatz!"


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