Aktivist angeblich während Verhör gestorben

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KoratCat
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Aktivist angeblich während Verhör gestorben

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Do Okt 11, 2007 6:53 am

Myanmar: Aktivist angeblich während Verhör gestorben

Militär setzt offenbar Festnahmen fort

In Myanmar ist angeblich ein Oppositionsmitglied während eines Verhörs gestorben. Das berichtet eine Gefangenenhilfsorganisation in Thailand. Außerdem werden offenbar weiter Regimekritiker festgenommen.

Mindestens sieben Menschen seien binnen zwei Tagen in der Hauptstadt Rangun aufgegriffen worden, berichtete die in Thailand ansässige Gefangenenhilfsorganisation Assistance Association for Political Prisoners (AAPP).

Toter bei Verhör?

Während eines Verhörs sei ein Mitglied der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) von Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestorben. Die Behörden hätten die Angehörigen von Win Shwe in den vergangenen Tagen über dessen Tod informiert, erklärte die AAPP, die sich für politische Häftlinge einsetzt.

Der 42-Jährige war zusammen mit fünf weiteren Aktivisten am 26. September festgenommen worden. Seine Leiche sei bereits eingeäschert worden, hieß es.

Sicherheitskräfte bedrohten Angehörige und Nachbarn von Dissidenten, um den Aufenthaltsort von Teilnehmern der Proteste gegen die Junta herauszufinden, erklärte die AAPP weiter. Ein Taxifahrer in Rangun berichtete, Polizei und Streitkräfte würden nachts genau die Klöster überwachen, außerdem würden alle Männer beobachtet, die abends auf den Straßen unterwegs seien.

Oberflächliche Ruhe

An der Oberfläche wirke die Lage zwar ruhig, "wie in jedem anderen friedlichen Land", berichtete ein mexikanischer Pressefotograf, der am Dienstag aus Rangun abgereist war. Ein Dissident habe ihm jedoch gesagt, dass die Repressionen der Junta möglicherweise schlimmer würde, sobald alle ausländischen Journalisten das Land verlassen hätten.


Die USA bereiten unterdessen eine neue UNO-Entschließung zur Verurteilung der Militärregierung in Myanmar vor. Am Dienstag kursierte in New York ein amerikanischer Resolutionsentwurf, in dem die "Unterdrückung friedlicher Demonstrationen" und "die Anwendung von Gewalt gegen religiöse Personen und Institutionen" scharf verurteilt wird. Der Entwurf ruft die Regierung von Myanmar auf, alle "Unterdrückungsmaßnahmen", darunter die Festnahme von Demonstranten, zu beenden.

Streit um Sanktionen

Während sich viele westliche Staaten für Sanktionen gegen Myanmar ausgesprochen haben, hat die UNO-Vetomacht China einen solchen Schritt bislang zurückgewiesen. Auch Russland lehnt Sanktionen ab und bezeichnete das Vorgehen der Junta gegen die Demonstrationen als interne Angelegenheit.

heute.de 10. Okt. 2007

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