Internet-Kriminalität

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Detlef
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Internet-Kriminalität

Ungelesener Beitragvon Detlef » Mo Dez 21, 2009 5:16 pm

Warnung!

Gestern abend hat es auch mich erwischt. Zu Beginn dieses Monats habe ich den Entschluss gefasst, mir Skype herunter zu laden. Über Google habe ich eine entsprechende Seite gesucht. Das Suchergebnis mit dem fettgeschriebenen "Skype" war sehr umfangreich und ich klickte -dummerweise- die page von "download-online" an. Als ich merkte, dass dieses nicht die Homepage von Skype war, hab ich mich wieder von dieser verabschiedet.

Letztendlich habe ich dann bei Skype den download durchgeführt.

Gestern abend bekam ich eine mail, in der sich "download-online" bei mir für mein Vertrauen bedankte und mir gegenüber eine Zahlungsaufforderung über € 84,00 aussprach. Für eine Leistung, die ich nie wollte, nämlich 12 Monate lang downloads in Anspruch nehmen zu können. Und dieses, weil ich von meinem Widerrufrecht keinen gebrauch gemacht hätte.

Nachdem sich mein Adrenalinspiegel wieder auf "normal" eingependelt hatte, fing ich an, Informationen über "download-online" zu suchen, um festzustellen, dass der Laden einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Leider zu spät.

Der Tenor fast aller Empfehlungen war: sich tot stellen (natürlich nicht, wenn einem ein Mahnbescheid ins Haus flattert)

Ich bin dann aber doch zu der Überzeugung gekommen, die 3. Zahlungsaufforderung (zwei gestern, eine heute) mit einem Musterschreiben zu beantworten.

Der Wortlaut dieses Musterschreibens ist wie folgt:

Ihre Zahlungsaufforderung
Rechnungsnummer: XYZ
Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erkläre ich Ihnen gegenüber, dass ein Vertrag mit dem von Ihnen behaupteten Inhalt mit mir nicht zustande gekommen ist.

Eine Erklärung in Ihren allgemeinen Bedingungen oder versteckt auf der Internetseite, wonach die Dienstleistung kostenpflichtig ist,
ist nach § 305c BGB als überraschend zu bewerten.

Eine solche Erklärung wird nach dem Gesetzeswortlaut nicht Bestandteil des Vertrags.

Hilfsweise fechte ich sämtliche in diesem Zusammenhang von mir abgegebenen Erklärungen wegen Irrtums und arglistiger Täuschung
nach §§ 119, 123, 142 BGB an.

Höchst hilfsweise widerrufe ich meine Erklärungen gemäß §§ 312 b, 312 d, 355 BGB. Da ich nicht über mein Widerrufsrecht informiert worden bin, konnte ein Fristablauf nicht beginnen.

Ich behalte mir vor, die Verbraucherzentrale und auch die Staatsanwaltschaft über Ihre Aktivitäten zu informieren.

Der Weitergabe und Nutzung sowie Speicherung meiner Daten widerspreche ich ausdrücklich.

Ihre Webseiten wurden gespeichert und können gegen Sie verwendet werden.


Mit freundlichen Grüßen


Dieses Schreiben wird meine einzige Reaktion in dieser Angelegenheit sein. Weitere Zahlungsaufforderungen oder Mahnungen werde ich ignorieren. Erst wenn die sich erdreisten sollten, mir einen Mahnbescheid zuzustellen, werde ich aktiv.

Ich hoffe, dass dieser Beitrag die Anzahl der Fälle reduziert, wo auch andere, nichtwissende Mitmenschen diesem Laden zum Opfer fallen.
...selbst ist der Mann! (wenn man ihn lässt und wenn er kann)

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KoratCat
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Re: Internet-Kriminalität

Ungelesener Beitragvon KoratCat » Mo Dez 21, 2009 6:53 pm

Eine rein vorsorgliche und hilfsweise Kündigung (ohne Anerkennung des Zustandekommens eines Vertrags) zum nächstmöglichen Zeitpunkt hätte ich in das Schreiben auch aufgenommen, damit im Falle der Fälle und bei einer automatischen Verlängerungsklausel der Schaden begrenzt bleibt.

Wenn keine ausdrückliche Belehrung als gelesen und anerkannt gecheckt wird, haben die wenig Chancen durchzukommen. WEB.de hat mal was Ähnliches mit mir versucht. Da hatte ich das "Geburtstagsgeschenk" einer kostenlosen Probe entgegengenommen, aber innerhalb der vereinbahrten Frist nachweislich gekündigt. Da hieß es "innerhalb des Testzeitraumes kündigen", um die automatische Verlängerung auszuschließen. Auf der Rechnung hieß es dann aber "nicht mindestens einen Monat vor Ablauf des Testzeitraumes gekündigt". Hatte ihnen freundlich geschrieben, dass es sich bei ihrer Interpretation doch nur um einen Irrtum handeln könne und den Link angegeben, wo die Vereinbahrung bei Ihnen so steht, wie ich sie anerkannt habe: "innerhalb des Testzeitraumes kündigen". Die haben dann noch einige Monate immer wieder Mahnungen geschickt und mir die Emailadresse bei ihnen, die ich ohnehin nicht nutze, gesperrt. Dann haben sie es aber irgendwann aufgegeben und auch meine Email wieder freigeschaltet.

beckham (?2011)
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Re: Internet-Kriminalität

Ungelesener Beitragvon beckham (?2011) » Sa Jul 30, 2011 3:24 am

http://www.chip.de/downloads/WOT-fuer-F ... 81235.html

das ist ein Add-on für den Firefox
habe den drauf und bin begeistert!ist wirklich sehr sehr empfehlenswert!mit dem wäre dir das wahrscheinlich nicht passiert!
für mich ein Pflich Add-on!

Fazit: WOT ist ein wirklich nützliches Firefox-Add-on, von dem Sie großen Nutzen tragen können.

geht auch mit dem Internet Explorer,wobei meines Wissens der Internet Explorer nicht wirklich gut ist...

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Mousemelk
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Re: Internet-Kriminalität

Ungelesener Beitragvon Mousemelk » Mi Jan 22, 2014 9:52 pm

Mittwoch, 22.01.2014 – 12:43 Uhr
gelesen im Spiegel/online unter
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/gekn ... 44910.html
Berlin - Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weiß seit Dezember von einem riesigen Datenklau, bei dem offenbar 16 Millionen Benutzerkonten gekapert wurden. Doch erst jetzt informierte das BSI die Öffentlichkeit. Auf einer Website soll nun jeder selbst prüfen können, ob eigene Online-Konten betroffen sind.

Auszug
https://www.bsi.bund.de/DE/Presse/Press ... 12014.html
Millionenfacher Identitätsdiebstahl: BSI bietet Sicherheitstest für E-Mail-Adressen
16 Millionen Digitale Identitäten betroffen
Bonn, 21.01.2014.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat angesichts eines Falles von großflächigem Identitätsdiebstahl unter https://www.sicherheitstest.bsi.de eine Webseite eingerichtet, auf der Bürgerinnen und Bürger überprüfen können, ob sie von diesem Identitätsdiebstahl betroffen sind. Im Rahmen der Analyse von Botnetzen durch Forschungseinrichtungen und Strafverfolgungsbehörden wurden rund 16 Millionen kompromittierte Benutzerkonten entdeckt. Diese bestehen in der Regel aus einem Benutzernamen in Form einer E-Mail-Adresse und einem Passwort. Viele Internetnutzer verwenden diese Login-Daten nicht nur für das eigene Mail-Account, sondern auch für Benutzerkonten bei Internetdiensten, Online-Shops oder Sozialen Netzwerken. Die E-Mail-Adressen wurden dem BSI übergeben, damit Betroffene informiert werden und erforderliche Schutzmaßnahmen treffen können.

Auf der Webseite https://www.sicherheitstest.bsi.de, die das BSI mit Unterstützung der Deutschen Telekom eingerichtet hat, können Internetnutzer ihre E-Mail-Adresse eingeben, um zu überprüfen, ob sie von dem Identitätsdiebstahl betroffen sind. Die eingegebene Adresse wird dann in einem technischen Verfahren vom BSI mit den Daten aus den Botnetzen abgeglichen. Ist die Adresse und damit auch die Digitale Identität des Nutzers betroffen, so erhält dieser eine entsprechende Information per E-Mail an die angegebene Adresse. Diese Antwort-Mail enthält auch Empfehlungen zu erforderlichen Schutzmaßnahmen. Ist die eingegebene E-Mail-Adresse nicht betroffen, so erhält der Nutzer keine Benachrichtigung.

Auszug
https://www.sicherheitstest.bsi.de/

BSI-Sicherheitstest
Bei der Analyse von Botnetzen wurden 16 Millionen gestohlene digitale Identitäten entdeckt. Online-Kriminelle betreiben Botnetze, den Zusammenschluss unzähliger gekaperter Rechner von Privatanwendern, insbesondere auch mit dem Ziel des Identitätdiebstahls.

Bei den digitalen Identitäten handelt es sich jeweils um E-Mail-Adresse und Passwort. E-Mail-Adresse und Passwort werden als Zugangsdaten für Mail-Accounts, oft aber auch für Online-Shops oder andere Internetdienste genutzt.

Die zugehörigen E-Mail-Adressen wurden dem
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
übergeben. Das BSI kommt damit seiner gesetzlichen Warnpflicht nach und gibt Ihnen die Möglichkeit, zu überprüfen, ob Sie von dem Identitätsdiebstahl betroffen sind.
.......
...
Hinweis: Sämtliche personenbezogene Daten, die bei Nutzung des Tests erhoben werden, werden vollständig gelöscht, sobald der Test abgeschlossen ist. Siehe auch Datenschutzerklärung
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