Termiten fressen das traute Heim

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lotus (?2011)
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Termiten fressen das traute Heim

Ungelesener Beitragvon lotus (?2011) » Mi Aug 03, 2011 8:18 am

Termiten fressen das traute Heim


Vorbeugung ist der beste Schutz vor den zerstörerischen Insekten

Vor dem Hausbau wird an alles gedacht: Finanzierung, gute Durchlüftung, Schutz vor Überflutungen bei sintflutartigen Regenfällen, in den Tropen bewährte Materialien, erfahrenes Bauunternehmen . . . Erst Jahre später, wenn Termiten zum Angriff blasen und klammheimlich der Leute trautes Heim fressen, wissen die Hausbesitzer, was sie ignoriert haben: den vorbeugenden Schutz gegen diese zerstörerischen Plagegeister.

Herbert hatte in einer Siedlung am Rande von Pattaya mit grossem finanziellen und persönlichen Einsatz sein Traumhaus errichtet. Nicht einmal drei Jahre später stellte der 53-jährige fest, dass sein Haus und vor allem die teure und massgeschneiderte Küche von Termiten befallen waren.

Der Österreicher verschwendete keine weitere Zeit, sondern wandte sich an eine Spezialfirma, von der er das Gefühl hatte, dass diese sowohl erfolgreich als auch "menschenfreundlich" arbeiten würde. Die Pest-Control-Spezialisten verteilten einen Cocktail von Pestiziden auf den Fluren, in den Möbeln und auf einem Streifen rund um das Haus.

Doch zum grossen Ärger des Wieners kehrten die Termiten nach kurzer Zeit zurück. Mitarbeiter der Firma mussten mehrfach anrücken, um die Problemstellen weiter zu behandeln. Die Insekten hatten einen Grossteil der Küche zerstört, so dass Herbert gezwungen war, den grössten Teil der Einrichtung zu erneuern.

Zehntausende Haushalte in Thailand leiden unter Termiteninvasionen verschiedener Truppenstärke. Zu den von Zerstörung bedrohten Objekten gehören hölzerne Balken, Wände, Bodenbretter, Schränke, ja sogar Bücher und Fotografien.

Schädlingsexperten empfehlen eine Vorbeugung in zwei Phasen: vor Baubeginn und nach Fertigstellung des Hauses. Bevor mit den Arbeiten begonnen wird, sollte das Grundstück sorgfältig kontrolliert werden. Dabei muss besonders auf Termitenschäden an Baumstümpfen, herumliegenden Hölzern, Papier und allem was Zellulose enthält geachtet werden.

Besonders auf der Fläche, auf der das Haus errichtet werden soll, muss alles abgetragen werden, was für Termiten interessant sein könnte. Auch kleine Hügel können auf Termiten hindeuten und sollten ausgegraben werden.

Das Grundstück muss reichlich mit Chemikalien behandelt werden. "Bevor das Fundament gegossen wird sollte ein Leitungsnetz für Pestizide verlegt werden", rät Roland Malter, Mitinhaber des Pest-Control-Unternehmens Eastern Pattaya. Die Plastikrohre hätten kleine Öffnungen, weitere Rohre würden als Ringleitung an den Betonpfählen des Gebäudes angebracht. "Über vier Zuleitungen kann das Leitungsnetz später einmal im Jahr mit Chemie gefüllt werden", erläutert der Deutsche. Das reiche aus und schütze das Haus vor Termitenbefall.

Während der Bauarbeiten sollten alle hölzernen Teile sowie das Holz, aus dem die Möbel gefertigt werden, ständig auf Termitenbefall kontrolliert werden, denn oft würden die Schädlinge in diesem Bauholz eingeschleppt.

Wenn der Bauherr die Möglichkeit hat, sollte er sich für Hölzer entscheiden, die widerstandsfähig gegen Termiten sind. Dazu gehört unter anderem Teakholz. Wenn billigere Hölzer verwendet werden, die meistens auch weicher sind, zum Beispiel die Stämme von Kautschukbäumen, muss man sich davon überzeugen, dass sie chemisch gegen Termitenbefall behandelt wurden. Bei Einbaumöbeln sollten vor dem Aufbau die Rückwände ebenfalls mit Holzschutzlösungen behandelt werden.

Wenn das Haus endlich fertig gestellt ist, müssen die neuen Bewohner alles sorgfältig prüfen, was sie in ihr neues Heim bringen. Schädlingsbekämpfer weisen dabei besonders auf Bücher und Dokumente hin, die in hölzernen Möbeln untergebracht werden sollen.

Auch sollte alles Holz und anderes Baumaterial, das zurückgelassen wurde, so schnell wie möglich entfernt werden, denn es könnte ebenfalls von Termiten befallen sein. Wenn es an die Gestaltung des Gartens geht, sollte man auf grosse Bäume mit aggressiven Wurzeln verzichten. Diese Wurzeln wachsen bis unter das Haus. Wenn der Baum abstirbt, verrotten die Wurzeln zwar, doch können sie von Termiten als Ausgangsbasis für einen Angriff auf das Haus benutzt werden.

Die Experten warnen vor fliegenden Termiten. Sie schwärmen vor allem in den Monaten Mai und Juni abends um das Licht, besonders nach Regenfällen. Nach nur kurzem Flug verlieren die Insekten ihre Flügel, paaren sich und graben sich dann in Holz oder die Erde, um dort Nester zu bauen. Auf die durchsichtigen Flügel, die oft zu Hunderten herumliegen, sollte jeder Hausbesitzer besonders achten. Sie sind ein sicheres Zeichen dafür, dass die Schädlinge zumindest in der Nähe waren.

Es empfiehlt sich, an den Abenden, an denen diese Flugtermiten unterwegs sind, die Lampen für einige Stunden zu löschen. Die Insekten verschwinden dann von selbst und suchen sich einen beleuchteteren Platz. Zum Glück werden fast alle schwärmenden Termiten von Vögeln, Geckos, Fledermäusen und Fröschen gefressen.

Die Gefahr durch diese fliegenden Termiten besteht darin, dass sie sich auch in den obersten Etagen von Condos festsetzen können. Sie sind in der Lage, weit oberhalb des Erdbodens zu leben, indem sie sich zum Beispiel mit Feuchtigkeit aus den Klimaanlagen versorgen. Es sollte sich also niemand sicher vor Termiten fühlen, nur weil er in einem der obersten Stockwerke wohnt.

Die zerstörerischen Plagegeister sind auch akustisch auszumachen. Da sie bei ihrer ausdauernden Arbeit ständig klickende und kauende Geräusche von sich geben, empfehlen Experten, an die betreffenden hölzernen Gegenstände zu klopfen und dann das Ohr an sie zu legen.

Infiltrationswege der Termiten sind auch Abwasserrohre und Leitungsschächte. Selbst wenn sie aus Zement gefertigt sind, die Insekten entdecken winzige Risse, in denen sie in die oberen Etagen von Häusern gelangen.

Helfer im Kampf gegen Schädlinge - Frühes Erkennen ist wichtig

Schädlingsbekämpfer sind Helfer im Kampf gegen Ungeziefer - neben Termiten können es Schaben (Kakerlaken), Ameisen, Mücken, Flöhe, Zecken, Hausstaubmilben, Ratten oder Mäuse sein.

Der Fachmann geht vor gegen Vorratsschädlinge (Maus, Brot- und Reiskäfer), die Nahrungs- und Genussmittel befallen, gegen Materialschädlinge, also Insekten wie Kleidermotten oder Silberfischchen, die Materialien pflanzlicher oder tierischer Herkunft schädigen können, und gegen Hygieneschädlinge wie Ameisen und Schaben.

Wenn sich Ungeziefer in Garten, Haus oder Appartement eingenistet hat, wird schnell nach dem "Kammerjäger" gerufen. Die Männer und Frauen dieses Berufes sind die guten Geister im Hintergrund, die auch dafür sorgen, dass in Restaurants keine Kakerlaken in den Ecken hocken.

In Feudalzeiten standen die "Kammerjäger" in Diensten der Adeligen und hatten deren Räumlichkeiten von Ungeziefer frei zu halten. Mit dem gesellschaftlichen Wandel entwickelte sich aus der Tätigkeit ein ganz normaler Beruf, der in Thailand unter dem Begriff "Pest Control" bekannt ist.

Schädlingsbekämpfer haben es mit Giftstoffen zu tun und sollten genau die Gefahren für sich und die Umwelt kennen. Wichtig ist auch das frühe Erkennen von Schädlingen. Dadurch können Experten das Problem sofort in den Griff bekommen und die Kunden vor weiteren Schäden bewahren. "Eine Maus im Haus kann ein Zufall sein, doch in der Regel sind es mehrere, die sich durch ihre Fruchtbarkeit schnell vermehren. Wir müssen nach Spuren suchen, diese erkennen und professionell handeln", erläutert ein Schädlingsbekämpfer seine Arbeit.

Termiten werden gehasst und geschätzt - In Thailand gibt's 100 verschiedene Arten

Termiten leben vorwiegend in tropischen Ländern. Die Insekten bilden Staaten mit einer Königin, einem König sowie vielen männlichen und weiblichen Tieren mit verkümmerten Geschlechtsorganen und verschiedenen Aufgaben (Arbeiter, Soldaten). Die Königinnen legen pro Tag 200 bis 300 Eier.

Einige dieser Insekten bauen ihre Nester als steinharte, bis zu sieben Meter hohe Burgen. Eine Kolonie kann aus wenigen Dutzend oder Millionen Tieren bestehen.

In Thailand kommen fast 100 verschiedene Arten vor, Die meisten wohnen in Wäldern und verarbeiten dort totes Holz. Termiten hören im Land des Lächelns auf den schönen Namen "Pluak".

Weil sie dem Holz "ein Ende bereiten", wurden sie von den Römern "Termes" benannt. Sie ernähren sich von der Zellulose und vom Lignin toter Bäume und heruntergefallener Blätter. Als Verdauungshilfe haben sie sich Geisseltierchen zugelegt, die in ihren Enddarmen leben und dort das unverdauliche Pflanzenmaterial in wertvolle Nahrung verwandeln.

In Verruf gekommen sind die Termiten wegen einer Minderheit. Um 100 der über 2.200 weltweit klassifizierten Arten holen sich die Nahrung dort, wo Menschen aus dem Holz bereits Häuser oder Möbel gemacht haben. Sie bauen sich aus dem Untergrund herauf Verbindungswege zu den Böden und Balken.

Besonders perfid sind die Trockenholztermiten. Sie können unabhängig vom Erdreich im Holz leben und werden so in Balken und Schiffsplanken rund um die Welt exportiert.

Termiten haben sich in fast allen Hafenstädten der warmen Klimazonen eingenistet. Und selbst in kalten Ländern gelingt es ihnen immer wieder, in geheizten Räumen zu überleben. So in Hamburg und Berlin, wo eingeschleppte Termiten viele Jahre unentdeckt im Holz von Gebäuden gewohnt haben.

Das Sündenregister der Termiten ist lang und bizarr. Fast das gesamte auf Papyrus dokumentierte kulturelle Erbe Ägyptens soll ihnen zum Opfer gefallen sein. Seit einigen Jahren vergreifen sich die Viecher sogar an den Büchern der vatikanischen Bibliothek.

Im 19. Jahrhundert haben die Tierchen den Franzosen auf den Antillen in den Depots die Artillerielafetten heimlich ausgehölt, was den Engländern 1809 die Attacke ziemlich erleichterte.

Im Süden der USA brechen Hausbesitzer gelegentlich durch einen leer gefressenen Wohnzimmerboden. Einem Mädchen in Florida, das von Bekannten aus New Orleans ein altes Klavier geschenkt erhielt, brach das Instrument beim ersten Spiel unter den Händen zusammen.

Termiten leisten aber auch nützliche Arbeit. Sie sind in vielen Regionen der Tropen und Subtropen die wichtigsten Verwerter von totem Holz und Laub und tragen entscheidend zur Humusbildung bei. Auch lockern sie mit ihrer Grabarbeit die Böden. Termiten werden eben gehasst und geschätzt.
Chili schreckt Ungeziefer ab

Chilipulver vertreibt Ameisen. Das fanden Wissenschaftler im US-Staat Neu-Mexiko heraus. Gemahlene Chilischoten, zehnmal schärfer als Cayenne-Pfeffer, seien ein wahrer Ungezieferschreck. Das rote Pulver schreckte in Versuchen erfolgreich alle möglichen kleinen und grossen Tiere ab. Trick der Wissenschaftler: Das Chili wurde in Lack, Fensterkitt, Leim und andere Baumaterialien gemischt, verbindet sich chemisch so fest, dass es auch nach Jahren nicht auswäscht. Die Folge: Ratten frassen mit Chili behandelte Kabel nicht mehr an, Vögel hackten nicht mehr auf Chili-Holzbalken herum. Ein Forscher: "Menschen sind wohl die einzigen Wesen, die sich trauen, Chili zu sich zu nehmen."
Chemie vernichtet Kaltblüter

Wie "Kammerjäger" heute vorgehen / Ökologisch verträgliche Arbeitsweise

Bei seiner jüngsten Investition kommen Roland Malter Studium und Beruf zugute. Der 45-jährige Deutsche hat Verfahrenstechnik studiert und als Umweltingenieur für namhafte Unternehmen in Asien gearbeitet. Er wirkte mit an verschiedenen Umweltprojekten in Kambodscha, China und Laos, arbeitete für VW in Shanghai, für Nestlé in Phnom Penh und als "Pest Controler" auf den Flughäfen in Siem Reap (Kambodscha) und Luang Prabang (Laos). Jetzt hat der in Sonnenberg (Thüringen) geborene Experte mit seinem thailändischen Partner Wirat Kee- charoen die Pest-Control-Firma Eastern Pattaya Company gegründet.

General Manager ist der 51-jährige Thai. Roland Malter, der seit zwölf Jahren in Thailand lebt, ist für Deutschsprachige Ratgeber in Sachen Schädlingsbekämpfung.

Das Unternehmen mit Sitz an der Soi Paradise Villa legt Wert auf individuelle Beratung und eine ökologisch verträgliche Arbeitsweise. Wirat Keecharoen wirkt seit sechs Jahren in der "Kammerjäger"-Branche und verfügt ebenso wie sein deutscher Partner über reichlich Erfahrung.

Für die täglichen Einsätze stehen zwei Pick-ups mit jeweils dreiköpfigem Team bereit. Auf der Ladeflächen befinden sich Pumpen, Fässer mit Wasser und Chemiepatronen mit hochwirksamen Inhaltsstoffen. Das zu verspritzende Mittel wird erst vor Ort gemischt.

"Unsere Chemie ist ein lizenziertes Mittel und kommt aus Bangkok. Es wirkt ausschliess-lich auf Kaltblüter, nicht auf Warmblüter. Die Umweltbelastung ist durch den Einsatz neuester Techniken gering, die Chemie gefährdet weder Mensch noch Haustier wie Hund oder Katze", erläutert Roland Malter. Gespritzt werden zwei Insektizide: gegen fliegende Insekten und gegen nicht fliegende Insekten.

Die Mittel wirken auf Flöhe, Zecken, Haus- und Staubmilben, die Allergien auslösen können, auf Kakerlaken, Ameisen, Termiten, Mücken und und und . . .

Die Schädlingsbekämpfer greifen nach vorheriger Terminvereinbarung zu einem langen Schlauch und besprühen das Mauerwerk des Hauses und das gesamte Grundstück. So werden bei monatlicher Kontrolle auch Blattschädlinge und deren Brut vernichtet.

Anschliessend wird die Arbeit mit einer Pumpe im Haus fortgesetzt: Die Männer sprühen ein weniger aggressives Mittel in alle Kanten, Ecken und entlang der Mauern. Schutz vor allem gegen Milben und Ameisen. Problemzonen wie zum Beispiel Ameisennester auf dem Dachboden werden gesondert behandelt.

Zum Service der Eastern Pattaya Company zählt der vorbeugende Schutz vor Termiten beim Hausbau. Bevor das Fundament gegossen wird verlegen die Schädlingsbekämpfer im Erdreich ein Verbundnetz aus Plastikrohren. Weitere Rohre werden später an den Betonpfählen des Hauses befestigt. Die Ringleitung wird über vier Zuleitungen gespeist. Einmal im Jahr kommen die "Kammerjäger" und erneuern die Chemie, die durch winzige Öffnungen in das Erdreich sickert und das Gebäude vor einem Termitenbefall schützen soll.

Selbst nach dem Hausbau ist ein solcher Schutz noch möglich. Dann lassen die Schädlingsbekämpfer sogenannte Eisendolche unterhalb des Fundaments in das Erdreich. Die Chemie sickert über die Dolche in den Boden..

Der Fachbetrieb ist weiter auf die Bekämpfung von Mäusen und Ratten spezialisiert. Und wenn sich eine Schlange in ein Haus verirrt haben sollte, werden die Schädlingsbekämpfer zu Schlangenfängern.

Die Preise bei der Eastern Pattaya Company: Jahresvertrag 6.000 Baht bei monatlichem Service; Termitenschutz vor dem Hausbau 3.000 Baht, nach dem Hausbau ebenfalls 3.000 Baht, jährlicher Service 3.000 Baht. Mitglieder des Pattaya City Expats Clubs bekommen 10 Prozent Rabatt. Der Betrieb ist telefonisch unter 038.756.239 erreichbar, Roland Malter berät Deutschsprachige unter 038.231.196 oder 01.804.784.


Quelle: http://www.thaipage.ch/th_info/termiten.php

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