Donald Trump und das Klimaschutz-Abkommen

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Rudi
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Donald Trump und das Klimaschutz-Abkommen

Ungelesener Beitragvon Rudi » Fr Jun 30, 2017 3:53 pm

Mal wieder gilt Donald Trump als der Bösewicht der westlichen Welt, da er das Klimaschutz-Abkommen einfach verlassen hat. Schon vor seiner Amtszeit hatte er es gewagt, den Klimaschutz, der als Heiliger Gral der Eliten gilt, in Frage zu stellen.

Dabei wird einfach so getan, als wäre Kritik am Klimaschutz ein neues Hirngespinst von Trump. Interessant ist aber, dass es reihenweise renommierte Wissenschaftler und Sachverständige weltweit gibt, wie der Nobelpreisträger Ivar Giaever, die bezweifeln, dass ein durch Menschen verursachten Klimawandel existiert. So wurde bei einer Anhörung im US-Kongress am 1. September 2016 Christina Fuss, die Obama in Klimafragen beraten hatte, durch den Abgeordneten Tom McClintock befragt. Er bezog sich unter anderem auf die globalen Hochtemperaturen zur Zeiten der Römer und während des Mittelalters, lange Zeit vor dem industriellen CO2 Ausstoß durch fossile Brennstoffe. McClintock beendete die Befragung mit folgenden Worten: „Wenn sie es wagen würden, ehrlich zu diesem Komitee und dem amerikanischen Volk zu sein, würde danach eine Revolution gegen sie ausbrechen!“
Grund hierfür könnte sein, dass das Eis, auf dem sich die so genannten Klimaschützer bewegen, nämlich immer dünner wird.

Was ist denn aber so geheimnisvoll an CO2? Es ist ein ganz natürliches Gas. Wir atmen es aus und Pflanzen nehmen es auf und verwandeln es über Photosynthese in Zucker und Sauerstoff. Gärtner erwerben sogar CO2-Generatoren, damit sie in ihren Treibhäusern den CO2-Gehalt in der Luft um ca. das Vierfache steigern können. Hierdurch wird das Pflanzenwachstum angeregt. Sicherlich sind auch Trump die Studien bekannt, die belegen, dass der geringe Anstieg des C02-Werts in den letzten Jahren dazu beigetragen hat, Wüsten und Trockengebiete wieder grünen zu lassen, weil CO2 nun mal das Wachstum von Bäumen, Büschen und Gräsern fördert, die den Sauerstoff liefern, den der Mensch zum Atmen braucht.

Doch selbst wenn CO2 das Klima erwärmen würde, wie die eingeschworene Glaubensgemeinschaft der „Klimaretter“ behauptet, hätten die Menschen einen viel zu geringen Einfluss darauf. Laut Umweltbundesamt stammen nur 1,2 Prozent des jährlichen CO2-Ausstosses aus dem Verbrennen fossiler Brennstoffe. 2 Prozent, also fast doppelt so viel, stammt aus der Atemluft der Menschen. Der Hauptteil von über 96 Prozent wird aber zu großen Teilen von den Meeren, Vulkanen und der Natur ausgestoßen. Das heißt, der Mensch hat eigentlich so guten wie keinen Einfluss auf den CO2 Gehalt der Luft.

Wahr ist, „dass wir das Erdklima derzeit weder verstehen noch voraussagen können“. Das schrieb Professor Gottfried Schatz, als Biochemiker eine internationale Kapazität, am 23. Juli 2007 in der NZZ.

Ganz Ehrlich mal an alle Forscher und Wissenschaftsfanaktiker... Die Erde besteht nun jetzt schon Millionen von Jahren!!.. Alleine der Wissenschaftliche Zeitraum in dem gemessen wird, ist im Vergleich dazu eine Nano-Sekunde!! Es hat immer schon Eiszeiten gegeben und wieder nicht, die sind aber wie wir Wissen nicht in 150 Jahren gekommen und gegangen sondern haben sich ebenso Tausende Jahre Zeit gelassen. Aber mit Abgassenkungen kann man ja eine menge Geld verdienen.

Verfasser unbekannt

Helmuth
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Re: Donald Trump und das Klimaschutz-Abkommen

Ungelesener Beitragvon Helmuth » Fr Jun 30, 2017 4:27 pm


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dogmai
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Re: Donald Trump und das Klimaschutz-Abkommen

Ungelesener Beitragvon dogmai » Fr Jun 30, 2017 11:09 pm

Rudi hat geschrieben: Die Erde besteht nun jetzt schon Millionen von Jahren!!.. Alleine der Wissenschaftliche Zeitraum in dem gemessen wird, ist im Vergleich dazu eine Nano-Sekunde!! Es hat immer schon Eiszeiten gegeben und wieder nicht, die sind aber wie wir Wissen nicht in 150 Jahren gekommen und gegangen sondern haben sich ebenso Tausende Jahre Zeit gelassen.


Gehen wir doch einmal von der Wissenschaft weg und bemühen unseren eigenen Verstand. Seit dem Beginn der Industrialisierung in England, also etwa seit Mitte des 18. Jahrhunderts, entstanden Zechen, später Kraftwerke, später Autos. Gleichzeitig explodiert die Bevölkerungszahl, und, ja, auch die Zahl der Nutztiere wie Rinder, Kühe und Schafe. Sie haben alle eines: sie produzieren Stoffe, die sie in die Luft ablassen.

Was an dieser Entwicklung geht auf die Natur zurück, was an dieser Entwicklung ist anders als in den Millionen Jahren zuvor? Richtig, nichts geht auf die Natur zurück, und richtig, anders ist der Mensch mit seinen Entwicklungen.

Will mir wirklich einer erzählen, all das, was die Industrialisierung geschaffen hat, habe keine Auswirkung auf die Natur, die letztendlich das produzieren muß, was wir einatmen, also 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff und 1% verschiedene Edelgase?

Aber nein, es ist ja bequemer, einfacher und billiger, alles abzustreiten und nichts mit Umweltschutz am Hut haben zu müssen. Ich mache im Kleinen das, was ich tun kann. Gebe auch mal der Bequemlichkeit den Vorrang, aber ich tu was. Da soll bitte jeder Teil der Welt seinen Anteil dazu beitragen. Nur weil Trump der Auto- und sonstigen Industrie in den USA ungestörtes Wachstum verschaffen will, verzichtet er auf Klimaschutz. Wer sagts unseren Ururenkeln?
Frühes Aufstehen ist der erste Schritt in die falsche Richtung.

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thedi
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Re: Donald Trump und das Klimaschutz-Abkommen

Ungelesener Beitragvon thedi » Sa Jul 01, 2017 7:11 am

Das Problem Klimaerwärmung kann man auf zwei Arten sehen:

Kurzfristig - also im Bereich von unserem Leben, dem unserer Kinder und Enkeln.

Da spielt es sehr wohl einen Rolle, ob die Polkappen abschmelzen, ob der Meeresspiegel steigt oder sinkt. Nur schon wenige cm können einen eklatanten Einfluss auf die Börsenkurse haben, und somit auf unsere Altersvorsorge, ob es im Supermarkt immer Camembert im Gestell haben wird und vieles andere mehr.

Langfristig - also im Bereich von Erdgeschichte.

Da gab es schon ganz andere Änderungen. Es gab Eiszeiten, in denen über 90% der damaligen Arten ausstarben. Es gab die Sauerstoffkatastrophe, als sich in der Atmosphäre Sauerstoff, der von Lebewesen ausgeschieden wurde, anzusammeln begann. Es gab Temperaturen die 20 Grad höher als heute waren - auch Zeiten, wo es 20 Grad kälter war als heute ... und immer hat sich das Leben irgendwie durchgeschlängelt. Es sind viele Arten ausgestorben und dafür neue Arten entstanden, die mit den neuen Begebenheiten klar kamen - ja diese als Voraussetzung für ihre Entwicklung brauchten. Auch wenn alle Dinosaurier ausstarben, es kamen dafür andere Arten zum Zug.

Und das Leben ist bereit für Katastrophen: es gibt Lebewesen - kleine, aber aus denen könnte wieder etwas neues entstehen - die bei Temperaturen von über 60 Grad gedeihen und sich vermehren. Andere lieben Radioaktivität: in den stillgelegten Atom-Reaktoren von Tschernonbil gedeihen Pilze. Mit dem, was wir Menschen am Klima verändern können, machen wir dem Leben an sich keine Sorgen, nur uns selbst - wobei eben nicht uns selbst als Individuen, sondern unserer Art.


Wenn man an sich denkt - vielleicht auch noch an seine Urenkel, dann muss man die kurzsichtigen Aspekte anschauen. Mit Aktienkursen und ob Venedig ein Problem haben wird mit dem Meeresspiegel um 1 Meter höher.

Wenn man erdgeschichtlich denkt, dann sagt man sich, dass jede Art früher oder später durch andere verdrängt wurde. Oft wurde das durch Klimaänderungen ausgelöst - aber nicht immer. Die Ursache des grossen Artensterbens bei den grossen Säugetieren war der Homo sapiens - die haben die anderen schlicht und einfach aufgefressen. Nicht wir - nicht Du und ich - sondern all die Homo sapiens die in den letzten 100'000 Jahren die Erde zu bevölkern begannen.


Aus dieser Sicht kann man - wie Donald - die Sache ganz entspannt anschauen. Einerseits ist er 74 Jahre alt, und da wird er nicht mehr erleben, ob Venedig geflutet wird - sehr wohl aber, ob Aktienkurse rauf oder runter gehen. Längerfristig besteht sowieso keine Hoffnung: der Meeresspiegel war auch schon 150 Meter höher und das Mittelmeer war auch schon einmal fast ganz ausgetrocknet - es gab einmal eine Landbrücke zwischen Italien und Afrika. Die Menschheit wird spätestens dann aussterben, wenn die Sonne nicht mehr für ein Klima sorgt, das es Säugetieren erlaubt zu überleben. Vermutlich aber schon vorher aus irgend einem Grund, den wir jetzt noch gar nicht erahnen können. Aber andere Lebewesen werden dann weiter den Planten besiedeln, bis auch sie keine Lebensgrundlage mehr haben.

Für die nächsten zwei/drei Generationen reicht es wenn es genügend Kohle- oder Atomkraftwerke hat um Klimaanlagen zu betreiben, damit wir trotz tragen von roten Krawatten nicht ins schwitzen kommen. Weiter vorausschauen ist fast nicht möglich - und für ihn als Präsident der USA auch nicht nötig - insbesondere im Anbetracht der riesigen Waffenarsenale.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi

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Muang Lai
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Re: Donald Trump und das Klimaschutz-Abkommen

Ungelesener Beitragvon Muang Lai » Sa Jul 01, 2017 9:20 am

Warum lästern die Europäer so sehr gegen Trump in Sachen Klimaschutz?

Zitat aus NachDenkSeiten:

" Wussten Sie schon, dass der Klimaschutz ganz oben auf der deutsch-französischen Tagesordnung steht und Macron und Merkel gemeinsam hinter den Pariser Klimaabkommen stehen? Sicher wussten Sie das, da uns diese Botschaft ja pausenlos eingetrichtert wird. Und nun bekommt es Trump, der ja das Pariser Abkommen ablehnt, mit „Mercron“ zu tun."

Da muss man nur einmal den folgenden Artikel lesen und schon sieht die Sache etwas anders aus.

https://www.tagesschau.de/inland/deutschland-emissionen-101.html

Gruss Muang Lai
Zwischen Reden und Tun liegt das Meer.
(italienisches Sprichwort)


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