Über den Ursprung aller Religionen und Weisheitslehren

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Rudi
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Über den Ursprung aller Religionen und Weisheitslehren

Ungelesener Beitragvon Rudi » Di Aug 19, 2014 3:55 pm

Über den Ursprung aller Religionen und Weisheitslehren

Aus der Vogelperspektive der Göttlichen Quantenphysik und aus der Froschperspektive der Gläubigen

Die ursprüngliche Weisheit ist Intuition, während alles spätere Wissen angelernt ist. Ralph Waldo Emerson (1803-1882). US-amerikanischer Geistlicher, Philosoph)

Völlig überraschend ereignete sich eine unglaubliche Revolution in der Naturwissenschaft, die dem bis dahin gültigen Weltbild den Todesstoß versetzte. Leider lief diese größte Umwälzung im Denken für den größten Teil der Menschheit vollkommen unbemerkt ab. Und das ist bis zum heutigen Tage so geblieben. Obwohl die Erkenntnisse dieser damals neuen physikalischen Theorie die technische Basis unserer heutigen modernen Technologie bilden, wurden deren Auswirkungen auf die Weltanschauung und die Religionen bis heute größtenteils verdrängt. Mit der Folge, dass auch heutzutage noch die meisten Menschen dem Materialismus nachhängen – sogar viele Ingenieure und Naturwissenschaftler.

Obwohl 40% des gesamten weltweiten Bruttosozialproduktes auf den Grundlagen der Quantentheorie aufbauen, bleibt die Deutung der Quantentheorie auch 100 Jahre nach ihrer Entdeckung bis zum heutigen Tage ein Rätsel, das immer noch nicht gelöst ist.
Alle Begründer der Quantenphysik wie Planck, Einstein, Bohr, Heisenberg, Pauli, Schrödinger, Dirac und Born erhielten Nobelpreise der Physik für ihre Entdeckungen. Das Ganze hatte aber auch etwas Mystisches und bewegte sich zunehmend in Richtung Metaphysik, weshalb sich Heisenberg und Schrödinger im Laufe ihres Lebens zunehmend mit Fragen aus diesem Bereich sowie mit verschiedenen Religionen und der Philosophie beschäftigten.

Schrödingers Wellengleichung aus dem Jahr 1926 bildet bis heute die mathematische Grundlage der gesamten Quantenmechanik und gilt als eine der berühmtesten Gleichungen in der Geschichte der Physik.

Als transzendent oder übersinnlich bezeichnet Lothar Schäfer all jene Aspekte, Elemente, oder Bedingungen unserer Existenz, die jenseits unserer direkten Kontrolle liegen, jenseits der sichtbaren Oberfläche der Dinge und jenseits aller Begründungen durch unseren Verstand und unserer Sinneserfahrung. Transzendente Wirklichkeit ist zum Beispiel der Teil der physikalischen Wirklichkeit, den wir nicht direkt beobachten können.

Die alles hätte drastische Konsequenz für unser Weltbild. Prozesse außerhalb unseres Universums existieren in einem transzendenten Bereich und beeinflussen Vorgänge in unserer Welt. Eine Vorstellung, die für viele Menschen nur schwer zu akzeptieren ist. (Siehe auch den Beitrag im Forum: „Die mystische Erfahrung der Unfreiheit“ vom 11.01.13.)

Quantenobjekte verhalten sich so, als ob Zeit und Raum nicht existieren. So als ob es keine räumlichen und zeitlichen Dissonanzen gibt. Sie sind überall im Raum vorhanden – losgelöst von der Zeit. Nämlich, das materielle Objekte über einen Bereich außerhalb unserer Raumzeit, also im transzendenten Bereich, miteinander verbunden sind, obwohl sie in unserem Universum scheinbar räumlich getrennt sind. In diesem Sinne wären alle materiellen Objekte in Wirklichkeit gar nicht getrennt, sondern hätten ihren Ursprung in einem transzendenten göttlichen Urgrund. Alle Objekte und Lebewesen dieser Welt wären auf einer göttlichen Ebene eine Ganzheit.

Die Elektronen, die sich um das Atom bewegen, sind nicht mit den Planeten vergleichbar, die um die Sonne kreisen. Sie haben eine komische und verrückte Eigenschaft, indem sie an einem Ort einfach verschwinden und an einem anderen Ort wieder auftauchen, ohne Zwischenräume zu durchqueren. Dieses Phänomen wird als Quantensprung bezeichnet.

Der Theologe und Evolutionsforscher Teilhard de Chardin meinte: »In jedem Teilchen, jedem Atom, jedem Molekül, jeder Zelle leben und wirken im Verborgenen die Allwissenheit des Ewigen und Allmacht des Unendlichen. « Wie fantastisch sich dieses Wissen auswirkt, können wir an einer einfachen Fliege beobachten: Mit ihrem Navigationssystem übertrifft sie jeden Bordcomputer eines Flugzeugs.

Die Bedeutung der Quantenphysik wird von der breiten Öffentlichkeit immer noch unterschätzt. Daher sind ihre Inhalte auch wenig bekannt. Für viele theoretische Physiker ist die Physik mit der Metaphysik untrennbar verwoben.

Immer mehr Menschen protestieren innerlich gegen die akademische Arroganz, mit der ein notwendiger Phasenübergang von physikalischen Erkenntnissen zu spiritueller Gewissheit verweigert wird.

Der Verstand allein ist es nicht, der uns in unserer persönlichen Entwicklung beflügelt. Wie Roboter, die nur innerhalb der Grenzen ihres festgelegten Programms agieren können, folgen wir unseren festen und selbst erschaffenen Abläufen und Denkbarrieren.

Etwas einfach nur zu verstehen reicht nicht aus. Intellektuelles Begreifen und intuitives Wissen sind weit voneinander entfernt. Das reaktive Denken ist letztlich eine »versteinerte» Form des Bewusstseins, die immer nur im Bereich des »Bekannten« operiert und daher nicht kreativ ist.

Letztendlich ist der Glaube nichts anderes als die feste Überzeugung, dass etwas Bestimmtes existiert. Glaubensinhalte sind nichts anderes als selbst erzeugte Realität, die sich bis in die zelluläre Ebene verfolgen lässt.

Werner Heisenberg forderte die Einbeziehung des Geistigen: „Man keine Physik machen ohne den Geist. »Dann kommen wir zu einem Weltbild, das mit unserem heutigen Weltbild nichts mehr zu tun hat, d.h. keine Physik ohne Miteinbeziehung des Geistes. «
Einige Jahrhunderte vor der Quantenphysik herrschte bereits eine Erkenntnis, die aus einer intuitiven Gewissheit entstand. Diese Erkenntnis der universellen geistigen Gesetzmäßigkeiten war vor tausenden von Jahren, so wie auch noch heute für viele kaum zu verstehen oder zu begreifen. So geschah es, das alle Religionsstifter und Weisheitslehrer nur einzelne Aspekte davon erkannten und glaubten das Ganze gefunden zu haben. Und ihre Anhänger haben ihnen das geglaubt. Das sind die Religionen und Weisheitslehren wie wir sie auch heute noch vorfinden, sie sind nicht unbedingt völlig falsch, aber sie sind alle unvollkommen. In jeder Religion gibt es viele verschiedene Strömungen und die Mitglieder dieser Glaubensrichtungen haben sich immer schon die Köpfe, um die Auslegung eingeschlagen.

Während in der Vergangenheit nur Teilaspekte der Universellen Göttlichen Gesetzmäßigkeiten empfangen wurden, werden uns jetzt in dieser Zeit durch die Quantenphysik allmählich alle Gesetzmäßigkeiten offenbar.

Der Physiker Fridjof Capra hat in seinem Buch „Das Tao der Physik“ systematisch den Versuch unternommen, die Aussagen moderner Physik und östlicher Philosophie zu vergleichen. Dabei macht er auf überzeugende Art klar, dass die Konsequenzen der Quantenphysik unser Weltbild viel eher an die Sichtweise des Taoismus oder Yoga heranrücken als die an den gängigen Materialismus. Und er sah, dass die alte Hindumystik im Grunde Quantentheorie in metaphysischer Verpackung sei.

H.P. Dürr ein Schüler Heisenbergs, der in den USA studierte und arbeitete, hatte einen Kollegen indianischer Abstammung. Als dieser seinem Vater, der weder lesen noch schreiben konnte, erklären wollte, was er dort studiere (Quantenphysik), antwortete der, das wisse er alles.

Erwin Schrödinger hat die Struktur der Materie als Wellenpakete definiert. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts hat Joseph Ratzinger, der jetzt emeritierte Papst, als Theologieprofessor an der Universität Tübingen Gott mit den Quantenwellen verglichen. Diese Wellen bilden den nichtmateriellen Urgrund aller Materie. In der Theologie wird Gott als der Urgrund allen Seins betrachtet.

Der Buddha entdeckte vor 2500 Jahren in seiner Innenschau, dass die subatomaren Teilchen keine wirkliche Festigkeit und Stabilität haben, sondern wie ein Strom von Schwingungen auftreten. Was er sah, waren es wohl die Quantenwellen? Hat der Buddha, ohne es zu ahnen, Gott entdeckt?

Buddhisten fassen ein Objekt als Vorgang, nicht als Ding oder Substanz auf. Wie die modernen Physiker sehen die Buddhisten alle Objekte als Vorgänge in einem universellen Fluss und verneinen die Existenz einer materiellen Substanz. Dasselbe gilt auch für die chinesische Gedankenwelt, die eine ähnliche Anschauung der Dinge als Übergangsstadium im ewigen fließenden Tao entwickelte.

In der Theologie wird Gott als derjenige definiert, der über Raum und Zeit erhaben ist. Seine Freiheit von der Unterwerfung der Schranken von Raum und Zeit bringt man mit den Begriffen der Allgegenwart und der Ewigkeit zum Ausdruck, d.h. Gott ist in allen Dingen und allen Orten auch am Ort unseres eigenen Daseins allgegenwärtig, an allen Orten gleichzeitig präsent.

Aus physikalischer Sicht hat alles auf dieser Welt seinen Ursprung in den Quantenwellen, also Gott. Gott ist der Ursprung allen Seins. Die ursprüngliche Form der Quantenwellen können wir nie beobachten. Sobald wir dies versuchen, verwandeln sich die Wellen in tatsächliche materielle Objekte unserer Welt.

Wir können uns kein Bild von Gott machen, da dieser transzendent und nicht von dieser materiellen Welt ist. Die Quantenwellen sind nicht nur Möglichkeitswellen, sondern auch Wahrscheinlichkeitswellen. Die Quantenwellen geben eine Struktur vor, wie sich etwas materiell in unserer Welt manifestieren kann. Das Primäre unserer Welt ist also Information und nicht Materie. Alles auf unserer Welt ist vorher schon als Potential in einem transzendenten, göttlichen Bereich außerhalb unserer Welt als Information angelegt und wird materiell „in Form“ gebracht. Die Quantenwellenwelt mit ihren Wahrscheinlichkeiten und ihren Gesetzmäßigkeiten können wir als göttliche Ordnung betrachten.

Mit der Bezeichnung »Sunyata« Leere für die höchste Realität drücken die Buddhisten die Vorstellung aus und versichern, dass es eine lebendige Leere ist, aus der alle Erscheinungen der Welt entstehen. Ist es der Himmel?

Im Himmel sind alle Möglichkeiten dessen enthalten, was sich hier auf unserer Erde materialisieren kann. Mit dem Himmel wird auch der Bereich der schöpferischen Möglichkeiten und Kräfte bezeichnet. Mit der Erde wird der Bereich der geschaffenen Wirklichkeit bezeichnet. Aus möglichen Wirklichkeiten werden verwirklichte Möglichkeiten. Mit der Bibel gesprochen ist die Verwandlung von Möglichkeiten in Materie das fleischgewordene Wort Gottes. Es ist das Abbild des unsichtbaren Gottes. Das Unsichtbare (Möglichkeitswellen) ist das Muster für das Sichtbare. Die Welt wird erschaffen durch die Umwandlung von transzendenten Möglichkeiten in Materie.

Niels Bohr, einer der führenden Quantenphysiker der damaligen Zeit, hat gemeinsam mit Heisenberg, Pauli, Schrödinger und anderen die Quantenphysik entwickelt und interpretiert. Von ihm stammt das folgende Zitat: „Wer von der Quantenphysik nicht schockiert ist, der hat sie nicht verstanden.“ Bohr hatte in seinem Institut die weltweit führenden Quantenphysiker versammelt, um den Kollaps der Wellenfunktion zu klären – die Umwandlung von Möglichkeiten in Tatsächlichkeiten. Die Physiker sagen zu diesem Vorgang, dass die Wellenfunktion zusammenbricht. Mit diesem ganz entscheidenden Problem der Quantenphysik beschäftigen sich aktuell leider nur ganz wenige Physiker. Auch während des Physikstudiums wird die Behandlung der Interpretation der Quantenphysik nur sehr wenig Zeit eingeräumt. Hauptsache, es können neue technische Anwendungen für Unternehmen entwickelt werden, um Umsätze und Gewinn zu steigern.

Wenn wir über Tellerrand unserer materiellen Welt hinaus schauen, versagt unsere gewohnte Alltagssprache, weil wir hierfür keine Begriffe haben. Hier können wir – wie dies Jesus auch getan hat – nur mit Gleichnissen und Bildern arbeiten.

Unsere bekannte Welt kann wissenschaftlich nur dann widerspruchsfrei erklärt werden, wenn wir voraussetzten, dass es für die Schaffung aller materiellen und geistigen Dinge einen geheimen Urgrund gibt, die Quantenwelten. Obwohl dieser Untergrund nichtmateriell und transzendent ist, entsteht alles aus ihm – vom kleinsten Elementtatteilchen über Atome, Menschen und Sterne bis zu den größten Galaxien.

Der Urgrund kann von keinem Lebewesen in seiner originären Form beobachtet werden. Denn wann immer wir die Quantenwellen beobachten, verwandeln sich diese in tatsächliche Objekte unserer Welt. Zwar können die Quantenwellen mathematisch mithilfe der Schrödingergleichung beschrieben werden, jedoch bleiben diese für uns immer verborgen.

Wir sind geprägt von unseren Erfahrungen und unserem Verhalten in der Vergangenheit. Damit wird auch unsere Wahlfreiheit eingeschränkt, da wir auf bestimmte Reize immer wieder in ähnlicher Form reagieren. Obwohl wir eigentlich mehr Auswahlmöglichkeiten hätten, sind in unserem Egobewusstsein die Alternativen begrenzt. Im Quantenbewusstsein hätten wir die Freiheit, frei aus den verschiedenen Möglichkeiten zu wählen, die uns durch die Quantenwellen angeboten werden.

Der Akt der kontinuierlichen Schöpfung lässt sich aus Sicht der modernen Quantenphysik nur mit einem trinitätischen Ansatz aus Vater, Sohn und Heiliger Geist widerspruchsfrei erklären, wobei jeder Mensch als Sohn zu verstehen und am kontinuierlichen Schöpfungsakt beteiligt ist.

Aus dem Blickwinkel der Quantenphysik haben wir damit eine gewaltige Verantwortung für das Wohl aller Lebewesen und unserer Welt. Denn durch unsere Mitwirkung bei der Umwandlung von Möglichkeiten in Tatsächlichkeiten sind wir am Schöpfungsprozess beteiligt und damit auch an der Entstehung von Liebe als auch von Leid. Damit könnte auch das Negative in unserer Welt erklärt werden. Durch unsere Teilnahme am Zusammenbruch der Wellenfunktionen nehmen wir sowohl Einfluss auf materielle Objekte unserer Erde als auch auf die Quantenwellen im Himmel. Denn jedes Mal, wenn eine solche Welle kollabiert, starten wieder neue Wellen, die uns Möglichkeiten anbieten, was sich künftig alles ereignen kann. Diese neu entstehenden Möglichkeiten im Himmel sind jedoch von den vorangegangenen Zusammenbrüchen der Quantenwellen abhängig. Erst wenn nur noch Möglichkeiten der Liebe vorhanden sind, ist das Reich Gottes verwirklicht – wie im Himmel als auch auf Erden.

Jesus entwickelte eine bis noch nie dagewesene innige Beziehung zu Gott, die durch eine besondere Nähe zu ihm geprägt war. Durch die Dreifaltigkeit wird jeder Mensch in diese Beziehung von Jesus mit dem Vater einbezogen. Denn auf der ursprünglichen Ebene, von der aus alles entsteht, ist alles miteinander verbunden. Dies bedeutet, dass wir von Jesus Christus weder räumlich und zeitlich getrennt sind. Auch wenn dieser in einem Land vor ca. 2000 Jahren gelebt hat.

Ein bekannter US-amerikanischer Quantenphysiker sagte, wir sollten uns nicht wundern, wenn im 21 Jahrhundert den Physikstudenten Meditation-Kurse angeboten würden.

Die Quantenphysik zwingt uns, die Welt ähnlich zu sehen, wie ein Hindu, Buddhist oder Taoist sie sieht.

Die östlichen Mystiker bestehen immer wieder darauf, dass die letzte Wirklichkeit niemals ein Objekt logischen Folgerns oder demonstrierbares Wissen sein kann.

Absolutes Wissen ist eine völlig nicht-intellektuelle Erfahrung der Wirklichkeit, eine Erfahrung, die in einem »meditativen« oder mystischen Zustand auftritt. Das Grundziel ist es, den denkenden Verstand zum Schweigen zu bringen und vom rationalen auf das intuitive Bewusstsein umzuschalten. In vielen Formen der Meditation wird das rationale Bewusstsein dadurch zu Schweigen gebracht, dass man seine Aufmerksamkeit auf einen einzigen Punkt, wie z.B. den Atem konzentriert.

Was wir sehen und hören, sind nie die untersuchten Phänomene selbst, sondern nur ihre Auswirkungen. Die atomare und subatomare Welt selbst liegt jenseits des Wahrnehmungsvermögens unserer Sinne.

Der Buddha lebte in einer außergewöhnlichen Zeit, in der so viele spirituelle und philosophische Genies geboren wurden: Konfuzius und Lao-tzu in China. Zarathustra in Persien, Pythagoras und Heraklit in Griechenland. Nach buddhistischer Ansicht entstehen Leiden immer dann, wenn wir dem Fluss des Lebens widerstreben und uns an feste Formen klammern.

Der Taoismus ist mystisch orientiert und somit von großer Bedeutung für unseren Vergleich mit der modernen Physik. Wie der Hinduismus und Buddhismus ist der Taoismus mehr an intuitiver Weisheit interessiert als an rationalem Wissen.

Die ganze buddhistische Lehre, ja, die gesamte östliche Mystik, dreht sich um die absolute Ansicht, die in der Welt von „Nicht Denken“ erreicht wird, wo die Einheit aller Gegensätze zur lebendigen Erfahrung wird.

Die östliche Mystik hat es vor allem darauf abgesehen, den menschlichen Geist von Wörtern und Erklärungen zu befreien. Beide, Buddhisten und Taoisten, sprechen von einem »Netzwerk von Wörtern« oder einem »Netz von Begriffen«. Solange wir Dinge erklären wollen, sind wir vom »Karma« gebunden, gefangen in unserem Netzwerk der Begriffe. Worte und Erklärungen zu überschreiten bedeutet, die Fesseln des Karmas zu sprengen und die Befreiung zu erreichen.

Jesus Christus konnte seinen Glauben offenbar auf andere Menschen übertragen und bewirkte damit, dass unheilbare Kranke gesundeten. Wer daran glaubt wird nicht daran zweifeln, dass Spontanheilungen möglich, wenn Geist und Materie interagieren.

Offenbar stehen wir an der Schwelle zu einem grundsätzlichen Verständnis von Geist, Materie und Information. Alle neueren Theorien bestätigen, dass der einzelne Mensch intensiv mit dem großen Ganzen vernetzt ist. Ein gigantischer Informations- und Erfahrungsspeicher scheint uns zu umgeben, zu dem wir über ein geschultes Bewusstsein Zugang finden können.

Liebesenergie ist die eigentliche vereinheitliche, anziehende Kraft des Universums. Bezogen auf die subatomare Ebene, kann man behaupten, dass die Liebe der Kohäsionskraft zwischen den Elementarteilchen, gleicht. Liebe ist die Intelligenz, welche die Elektronen in eine bestimmte Form führt. Das Prinzip Liebe beginnt bei der biologischen Evolution, die Lichtenergie in den Innenräumen der Elektronen zu bündeln.

Wann immer ein Mensch tiefe innere Freude empfindet, reine, ehrliche und unschuldige Freunde ist es im Grunde genommen eine Eigenschaft der Liebe.

Die Meditation belebt und synchronisiert die Gehirnhälften, sie verbindet die analytischen Funktionen mit den synthetischen. Inzwischen beschäftigen sich immer mehr wissenschaftliche Forschungsarbeiten mit den Phänomen, dass meditierende Personen sich von Raum, Zeit und körperlichen Wahrnehmungen lösen. Diese Untersuchungen verstärken die Vermutung, dass Meditation ein kosmisches Bewusstsein hervorruft. Darüber hinaus ist erkennbar, dass man den eingeschränkten Grad des »freien Willens« erweitern kann. Die Eigenschaften der gemessenen Gehirnwellen deuten auf eine direkte Ankoppelung an eine nicht materielle Ebene hin.

Nicht der Glaube, sondern das verinnerlichte Wissen, die vollkommene Überzeugung formatiert die inneren Visionen zu einer neuen Realitätsbeschaffenheit. Grenzen werden nur durch unsere Vorstellung festgelegt.

Alles was unsere zielgerichtete Aufmerksamkeit fesselt und mit Emotionen verstärkt, wird zu einem Teil unserer Wirklichkeit, zu einem Teil unseres Selbst. Wir entscheiden uns bewusst dafür, dass das was wir glauben, zur Realität wird.

Bei den großen Umwälzungen, auf die sich die Menschheit zu bewegt, werden sich diese neuen Erkenntnisse als sehr hilfreich erweisen, um die Wandlung sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene voranzubringen.

Quellennachweis:
Dieter Broers, Gedanken erschaffen Realität, Die Gesetze des Bewusstseins, Heyne Verlag 2013
Fritjof Capra, Das Tao der Physik, Die Konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie, Knaur Verlag 1997, Heyne Verlag 2013
Dirk Schneider, Jesus Christus Quantenphysiker, Amazon 2013
William Hart, Die Kunst des Lebens, Vipassana-Meditation nach S.N. Goenka, Deutscher Taschenbuch Verlag 2006

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