Religionen

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Rudi
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Religionen

Ungelesener Beitragvon Rudi » Mi Aug 07, 2013 5:41 pm

Religionen

Alle Religionen wissen um die Versklavung und die Erlösungsbedürftigkeit der Menschen.
Hinduismus und Buddhismus sprechen von Karma. Im Verlauf vieler Inkarnationen muss dieses "abgearbeitet" werden, bis wir in den Zustand der Wunsch- und Leidenschaftslosigkeit (Nirwana) eingehen können.

Selbst der atheistische Marxismus geht von der ökonomisch bedingten "Entfremdung" der Menschen aus, die im Laufe der Zeit zu überwinden ist, damit es am Ende auf Erden zur "klassenlosen Gesellschaft", zum paradiesischen Zustand kommt.

Einige Religionen werden wie ein konsumierbares Allheilmittel behandelt, als eine Art schnell wirkendes Erlösermedikament.

Es gibt keine andere Religion, in der Gott Mensch geworden ist. Nur die christliche Botschaft erhebt den Anspruch, den Menschen Antworten zu seiner Sinnfrage zu geben. Alle anderen Religionen geben nur Orientierung und Wegweisung.

Soviel wir heute wissen, war Marcion (85-160) der erste, der das Alte Testament als unvereinbar mit der Lehre Jesu ablehnte. Man sollte es als ein falsches, widergöttliches Buch verwerfen, um das Evangelium rein zu halten.
Von einem Gott nach christlicher Glaubensvorstellung findet man im Alten Testament nur kümmerliche Spuren, zumal oft übersehen wird, dass die Gebote und Verheißungen ausschließlich dem Volke Israel zugedacht waren.
Der Gott des A.T. zerreißt des Menschen Herz. Gott aber will und kann nicht gefürchtet werden. Gott ist bedingungslose Liebe.

Man braucht sich über die Zerrissenheit der zahlreichen christlichen Glaubensgruppen nicht zu wundern. Ihre oft widersprechenden Lehrmeinungen "beweisen und belegen" sie aus ein und derselben Bibel. Sie betrachten es schlechthin als Todsünde, wenn ein besonnener Geist die Göttlichkeit des Alten Testaments anzuzweifeln wagt.

Das Neue Testament

Die entscheidenden Impulse, darin zu lesen, gab mir vor vielen Jahren, Goethes Liebe zum Neuen Testament, ausgedrückt in dem Faust-Zitat: "Wir sehnen uns nach Offenbarung, die nirgends würd'ger und schöner brennt als in dem Neuen Testament in mein geliebtes Deutsch zu übertragen“.

Hier einige Auszüge, die mir besonders hilfreich waren auf meinem Weg durch das Leben.

„Liebet eure Feinde; segnet die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen.

Warum sorget ihr euch? Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise? Und der Leib mehr denn die Kleidung?

Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorge?

Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.

Ich sage euch, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird; sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen?

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles bedürfet.

Darum sorget nicht für den anderen Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage habe.

Sehet die Vögel des Himmels an! Sie säen nicht und ernten nicht und sammeln nicht in Scheunen und euer himmlischer Vater ernähre sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?...

"Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!

Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? ....."

Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.

Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein

Euch geschehe nach eurem Glauben
Was ihr sät, werdet ihr ernten. Wie die Saat, so die Ernte.

Was ihr einem der Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und Gott über alles.

Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn."

Mahatma Gandhi bekannte sich gern als Jünger Jesu, aber nicht als Christen. Jünger Jesu zu werden ist eine spirituelle Angelegenheit; »Christ zu sein im herkömmlichen Sinne, ist eine Sache der Religion«, sagte er.

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Mousemelk
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Re: Religionen

Ungelesener Beitragvon Mousemelk » Mo Aug 19, 2013 9:55 am

Befreit das "Heilige Land"
Befreit die "Heilige Stadt"
von den Nichtglaeubigen


und da war auch noch der "Heilige Stuhl"


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