Shopping-Online-außerhalb Thailands

Für alles von Politik zu Wissenschaft, Gesellschaft, Thaifrau, Thaifrauen kennenlernen etc, oder auch nur Tratsch. Es muss nicht unbedingt was mit Korat, dem Isaan, Thailand oder Asien oder dem Reisen und Expatleben zu tun haben.
Uwe
Thailand-Reporter
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Shopping-Online-außerhalb Thailands

Ungelesener Beitragvon Uwe » Do Okt 21, 2021 5:29 pm

Wie auch bei den Fenstern und Türen, habe ich den Versuch unternommen, direkt aus China liefern (DDP = von Tür zu Tür, inkl. aller Abgaben, Steuern→Service komplett: ohne etwas selbst tun zu müssen) zu lassen (ich wußte ja gar nicht, dass das auch bei Möbeln geht).
Diesmal ging es um Möbel, wie Sofa, Bett, Tisch, Stühle, Schränke…(alles, was ich in der Art -Bauart, Maße, hochgestellt…-, in Thailand suchte, in Thailand nicht gefunden habe): zusammen bei ca. 10³. Halt alles als persönlicher privater Einkäufer, also als Kleinstabnehmer, und nicht Händler.
Und es funktioniert. Darum kann ich berichten.

1. Es gibt die Möglichkeit, ab einen Warenwert ab 2000 $ (damit sich der Versand auch insgesamt rechnet) Einzelstücke bei einem einzigen Anbieter auf der Plattform Alibaba (üblicherweise geht die Bestellanzahl eher bei 200 oder 2000 los) zu kaufen. Als Beispiel bei Huizhou Best Furniture: ab 5 bis 10 Einzelteile
2. Oder man hat einen eigenen Spediteur, um dann sich die Artikel bei X-beliebigen Verkäufern zusammenzustellen und dann als Kombiversand anliefern zu lassen.

In der heutigen Zeit, geht das alles etwas besser mit den Bezahlmethoden. Aber nicht jeder Spediteur hat PayPal in China als Bezahlmethode, und da es dann nicht über einen Generalanbieter geht, wo die Abwicklung direkt mit Alibaba/Alipay (via CreditCard oder PayPal) als Käuferschutz abgesichert ist, muss man den Spediteur gut kennen.
Dann kann man mit UnionPay Card Konto (man selbst braucht so ein Konto nicht) die Versandkosten bezahlen (z.B. über Online WISE). Eine UnionPay Card ist sehr weit in China verbreitet, und wird vielfach von Banken angeboten (z.B. Everbright Bank).
Hierbei ist aber dann auch bei WISE ersichtlich, dass von den 2 Bezahloptionen, die für China zulässig sind, nur die AliPay Variante geschäftlich (also Käuferschutz) da ist, und die UnionPay Variante für persönliche Bezahlungen (also ohne Käuferschutz) vorhanden ist.
In China ist schon seit einer Ewigkeit die Bezahlung per T/T (Telegraphic Transfer) Bezahlung Gang und Gäbe. Aber außerhalb Chinas ist das eher unüblich, oder zumindest nicht so ganz verbreitet. Der Geldtransfer geht wohl sehr schnell, aber nachträglich bekommt man dann von den Banken die Gebührenrechnung: Also ein gewisser Überraschungseffekt (darum habe ich das nie gemacht).

3. Es gibt aber noch den Glücksfall, den ich nutzen konnte, dass ein Anbieter alles gemanagt hat, und sich um alle Belange gekümmert hat, die Verbindungen der verschiedensten Verkäufer arrangiert hat, und sämtliche Waren in das Warenlager des Einen (den genannten MasterOrganisator: hier EKAR) gebündelt wurde, um als Sammelversand aus einer Hand an die gewünschte Adresse in Thailand zu liefern.

Dazu bedarf es aber einen Aufbau von Vertrauen, um ein partnerschaftliches Verhältnis aufzubauen. Dazu ist ein authentisches, aufrichtiges und ehrenhaften Auftreten notwendig. Denn bevor ein Chinese persönlich jemanden an sich heranlässt, muss sich so einiges aufeinander zubewegen. (Und bevor ein Chinese sich mit seiner Familie öffnet, da geöhrt mehr dazu als freundlich zu lächeln. Wird aber auch nicht zwingend zur Geschäftsabwicklung benötigt, über die Familie zu plaudern). Sehr oft hilft auch Fachkenntnis, um zu überzeugen, und sich mit dem Produkt zu identifizieren, damit der Hersteller oder Anbieter darauf eingeht, auch Einzelstücke oder geringste Mengen zu verkaufen.
Zu dem Einzelstück- oder Geringstabnahmemengenpreis ist noch zusagen, dass dann der Stückpreis ein anderer, höherer ist, als bei einer Massenbestellung. Dennoch ist der Preis mitunter wesentlich günstiger, als bei einem Einzeihändler im Geschäft vor Ort, und das selbst mit den Versandkosten eingerechnet.
Für mich ist der Umgang von Verkäufern wichtig, die dann auch alle Fragen zum Produkt beantworten können, die auch gerne etwas in die Tiefe gehen können, sei es Materialkunde, Technik bis hin zu Theorie und Praxis. Das, wie ich es persönlich finde, klappt mit Denen auf der Verkaufsplattform besser, als mit den Verkäufern in den einschlägigen thailändischen Geschäften (Ausnahmen bestätigen die Regel: gerade in Fachgeschäften, mit hochmotivierten, fachausgebildeten, spezialisierten Profis).

Fazit:
Und für mich zeigt sich wiederum -wie schon bei dem vermeintlichen "Abenteuer" bei Fenster und Türen-, dass ein Möbeleleinkauf für private Zwecke sehr leicht und komfortabel direkt über China erfolgen kann, und ich für mein Geld das bekommen kann, was ich mir wünsche, und was nicht überzogen im Preis ist (z.B. Fenster und Türen kosten im 1 zu 1 Vergleich das Doppelte in Thailand), und der Wert dem entspricht, wie die Qualität es hergibt. Somit lässt sich schon sehr viel Material direkt im Ausland Online ordern, was für den Hausbau gebraucht wird, oder auch was für die Hausausstattung in Punkto Behaglichkeit, Wohlbefinden und Komfort behilflich ist. Denn: Ein solcher Rückzugsort -mein gestaltetes, schön eingerichtetes Heim- kann zur Abwechslung ganz dienlich (geschützt zu) sein, um mal von draußen der Hitze und Sonne, und Unwetter zu entkommen.
Alles Gute und Gesundheit von Uwe :wave

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